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Mit Mut und Psychologen: HSV will in der Liga nachlegen

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Markus Gisdol

Fotocredit: SID

VonSID
28/10/2016 Am 15:28 | Update 28/10/2016 Am 15:28

Neues Selbstvertrauen durch den Pokal-Erfolg, frische Impulse von einem Psychologen: Der Hamburger SV will beim 1. FC Köln auch in der Liga endlich wieder in die Spur finden. Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Beim HSv sind in der Defensive jede Menge Spieler angeschlagen oder fallsen sicher aus. "Wir müssen von Stunde zu Stunde schauen, wer spielen kann", so Gisdol.

Der Mann mit dem grauen Bart und der Wollmütze hält sich eher im Hintergrund. Er beobachtet still, nur gelegentlich tauscht er sich flüchtig mit den Profis des Hamburger SV aus. Christian Spreckels ist Sportwissenschafler und Psychologe - Trainer Markus Gisdol hat ihn näher an die Mannschaft des kriselnden Traditionsklubs herangeholt, um endlich auch in der Bundesliga die Fesseln zu lösen.

HSV will klaren Kopf

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28/10/2016 AM 21:54

Ein klarer Kopf ist gefragt beim Tabellenletzten, der am Sonntag im Duell beim 1. FC Köln (ab 17.30 Uhr im Liveticker) endlich den ersten Saisonsieg einfahren will. Der deutliche Pokalerfolg beim Drittligisten Hallescher FC (4:0) schenkte den arg kritisierten Hanseaten nach dem desolaten Auftritt gegen Eintracht Frankfurt (0:3) neuen Mut.

"Man hat schon im Spiel gemerkt, dass sich die Erfolgserlebnisse auswirkten und wir mehr richtige Entscheidungen getroffen haben", sagte Gisdol und forderte seine Mannschaft, die mit zwei Punkten aus acht Spielen schlechter dasteht als jedes HSV-Bundesligateam zuvor, zum nächsten Schritt auf:

Daran müssen wir jetzt anknüpfen.

Die halbe Defensive droht auszufallen

Die Partie beim Tabellenfünften gehen die Hamburger allerdings unter erheblich erschwerten Vorzeichen an.

Vor allem in der Innenverteidigung drückt der Schuh enorm. Emir Spahic (Adduktoren-Zerrung) und Cléber (Sperre) fallen sicher aus, Defensiv-Allrounder Albin Ekdal wackelt wegen Adduktoren-Problemen, ein Einsatz von Kapitän Johan Djourou (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) könnte sich als zu großes Risiko herausstellen. "Wir müssen von Stunde zu Stunde schauen, wer spielen kann", sagte Gisdol, dessen Personalprobleme einem alten Bekannten nicht zu sehr in die Karten spielen sollen.

Mit Kölns Top-Torjäger Anthony Modeste arbeitete der Trainer des HSV einst in Hoffenheim zusammen. "Es freut mich immer, wenn ein ehemaliger Spieler eine solche Entwicklung macht. Am Sonntag darf er sich aber gerne eine Auszeit nehmen", sagte Gisdol, dessen aktueller Klub den Franzosen ebenfalls auf dem Zettel hatte.

Modeste war auch Thema beim HSV

Bevor sich Modeste 2015 für den FC entschied, hatte er auch mit dem HSV gesprochen. Laut Informationen des "Hamburger Abendblatts" wollte der ehemalige Sportdirektor Peter Knäbel Modeste unbedingt verpflichten - doch der entschied sich schließlich für Köln.

Nun müssen die Norddeutschen den Lauf des schnellen Stürmers also unterbrechen und könnten dabei auf Ashton Götz und/oder Oliver Oschkenat vom Regionalliga-Team setzen. Doch auch in der Offensive um die Spitzen Bobby Wood und Pierre-Michel Lasogga gilt es, eine Entwicklung nachzuweisen.

Nur zwei Liga-Treffer hat der HSV bislang erzielt, der Knoten muss dringend platzen. Dazu beitragen soll auch der Mann mit dem grauen Bart und der Wollmütze, der bislang vor allem mit dem Nachwuchs der Norddeutschen arbeitete.

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