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Walace, Holger Badstuber, Bojan Krkic und Co.: 5 Transfers, 5 Fragezeichen
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Publiziert 01/02/2017 um 16:47 GMT+1 Uhr
Noch nie haben die Bundesligisten so viel Geld für neue Spieler ausgegeben wie in diesem Winter. Knapp 100 Millionen wurden für Spieler wie Hamburgs Walace investiert. Publikumslieblinge wie Bayerns Holger Badstuber oder Neven Subotic vom BVB wurden verliehen, einen großen Namen zog es nach Darmstadt. Echte Verstärkungen oder Panikkäufe? Fünf prominente Namen unter der Lupe.
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Walace (Hamburger SV):
Brasilianer, Olympiasieger, 21 Jahre jung, ein Versprechen für die Zukunft. Klingt erst einmal gut. Auch für eine Mannschaft, bei der eben diese Zukunft am seidenen Faden hängt? Eher weniger.
Es stellt sich die Frage, wie ein junger Mann wie Walace Souza Silva, der das erste Mal in seinem Leben Schnee sieht und sich nicht verständigen kann, bei der Operation am offenen Herzen des Bundesliga-Dinos assistieren soll.
Offizielle Antwort des HSV: gar nicht. "Wir dürfen gerade zu Beginn seiner Zeit nicht zu viel von ihm erwarten", sagt Sportchef Jens Todt. "Er braucht Zeit", erklärt Trainer Gisdol. Zeit, die der HSV nicht hat.
Gisdol hatte sich sofortige Hilfe für die Probleme auf der Sechser-Position gewünscht. Der Haken:
Bekommen hat er eine Lösung für Probleme, die eventuell in der Zukunft einmal aufkommen könnten. Als hätte er mit der Gegenwart nicht schon genug zu tun.
Holger Badstuber (FC Schalke 04):
Ausleihe nach Gelsenkirchen. Viele und überzeugende Einsatzminuten. Zurück nach München. Durchstarten. Soweit der Plan von Holger Badstuber.
Am Samstag ist er mit dem FC Schalke 04 in München zu Gast. Ihm winkt ein Platz, den er zumeist auch bei den Bayern bekleidete. Einer auf der Bank. Dieses Mal auf der des Auswärtsteams.
Bisher hat Badstuber noch keine Minute für sein neues Team gespielt. Die Erwartung war eine andere. "Ich möchte auf Schalke die Spielpraxis sammeln, die ich jetzt brauche", begründete er seinen Wechsel.
"Holger kann sofort spielen und ist eine wichtige Alternative", sagt Schalke-Coach Markus Weinzierl. Mehr aber auch (noch) nicht. Weinzierl will seine gut funktionierende Dreierkette aus Höwedes, Naldo und Nastasic nicht auseinanderreißen.
Badstubers Trumpf: die Spieleröffnung. Das spielerische Niveau hatte sich bei Schalke zuletzt unter die Grasnarbe verkrochen. Badstuber könnte aus der Defensive heraus Abhilfe schaffen. Seine Zeit dürfte noch kommen.
Hamit Altintop (Darmstadt 98):
Den gibt’s noch? Nicht nur Fans von Darmstadt 98 dürften sich diese Frage gestellt haben.
Nachdem er die vergangene Saison verletzungsbedingt komplett verpasst hatte, kann der Türke - ehemals bei Real Madrid und dem FC Bayern - in dieser Saison bislang lediglich 49 Einsatzminuten in der Liga vorweisen.
Anfang Januar folgte die einvernehmliche Trennung. Der Vertrag mit Galatasaray wurde aufgelöst. Nun spielt Altintop erstmals in seiner Karriere gegen den Abstieg.
"Jetzt haben wir 16 Spiele vor uns, in denen wir alles versuchen werden. Darauf freue ich mich", sagt der 34-Jährige.
Da Neuzugang Sidney Sam auf der rechten Seite gesetzt sein dürfte, wird Altintop eine der Positionen im zentralen Mittelfeld bekleiden. Peter Niemeyer könnte seinen Platz verlieren.
Spielerisch sollte Altintop dem in dieser Hinsicht nicht sehr stark besetzten Kader einen Mehrwert liefern können, was bleibt ist die Frage der Fitness. Das Risiko für Darmstadt ist jedoch vergleichsweise gering. Die Erwartungen an die Lilien tendieren gen Null.
Bojan Krkic (FSV Mainz 05):
"Jetzt denken alle einmal, oha, jetzt holen die Mainzer plötzlich einen mit Reputation", sagte Mainz-Trainer Martin Schmidt über den Transfer von Bojan Krkic. Und traf damit den Nagel auf den Kopf.
Die Frage, die sich daraus ergibt: Warum? Aus Sicht aller Beteiligten. Für Krkic ist die Sache klar. Die Zeiten des "Mini-Messi" sind längst vorbei. Statt in der Metropole Barcelona verdiente er mittlerweile in der Arbeiter-Stadt und Darts-Hochburg Stoke-on-Trent seine Brötchen - bis es ihn nach Deutschland zog.
"Diese Saison setzte der Trainer in Stoke mehr auf körperlich stärkere, größere Spieler", begründete der Offensivmann seine Entscheidung:
Dennoch sprach der Spanier bereits über seine Rückkehr. "Das ist kein Lebewohl zu Stoke City", erklärte Krkic: "Es ist einfach nur ein 'Bis bald'." Identifikation kann man also nicht erwarten.
Sportlich soll er in Mainz die Lücke des zu Wolfsburg abgewanderten Schüsselspielers Yunus Malli füllen. Keine leichte Aufgabe für einen Spieler, der es in der bisherigen Spielzeit erst einmal 90 Minuten auf dem Platz stand. Dazu haben die Mainzer im Schweden Robin Quaison einen weiteren Spieler verpflichtet, der die Zehnerposition übernehmen kann.
Neven Subotic (1. FC Köln):
Mit einem Plakat verabschiedeten die Fans des BVB ihren "Held in Schwarz-Gelb". Publikumsliebling Neven Subotic spielt künftig für den 1. FC Köln. Zumindest bis zum Ende der Saison.
Die Kölner mussten nach dem Abgang von Mergim Mavraj zum Hamburger reagieren. Bei nur drei Innenverteidigern im Kader wäre eine Verletzung kaum aufzufangen gewesen.
Das Problem: Subotic war lange verletzt und wird noch seine Zeit brauchen, bis er spielen kann. "Wir schauen mal, wie es ihm nach sechs, sieben Einheiten geht. Aber er kennt seinen Körper, ich kann noch nicht beantworten, wie weit er ist", sagte Stöger.
Der FC mischt im Kampf um die internationalen Plätze munter mit und stellt nach 18 Spielen die drittbeste Defensive der Liga. Subotic kurzfristig in dieses Gebilde zu integrieren, dürfte nicht leicht werden.
Die Kölner hoffen jedoch darauf, den Serben über die Saison hinaus halten zu können. Gelingt ihnen das, wird man längerfristig womöglich von einem Top-Transfer sprechen.
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