Was macht eigentlich der Ex-Wolfsburger Bas Dost? Knipsen wie Lionel Messi!

Große Stücke setzte der VfL Wolfsburg auf Bas Dost, als er als Torschützenkönig vom SC Heerenveen in die Autostadt wechselte. Nach vier Jahren beim VfL wurde er mehr oder weniger vom Hof gejagt - und das trotz 45 Torbeteiligungen in 84 BL-Spielen. Doch nun, so scheint es, hat der Niederländer bei Sporting Lissabon seine Wohlfühloase gefunden. Und zahlt mit beeindruckenden Leistungen zurück.

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Es gibt sie tatsächlich bei YouTube: "Goals und Skills"-Compilations von Bas Dost. "The Thunder", Donner, nennt ihn ein User dort. Zu sehen auf den Videos: Tore satt. Erzielt für Sporting Lissabon, wo der ehemalige Stürmer des VfL Wolfsburg offenbar sein Glück gefunden hat.
Rückblick: Neun Millionen Euro ließ sich Wolfsburg 2012 die Dienste der holländischen Tormaschine Bas Dost kosten; bei einem Bewerbungsschreiben von 32 Toren in 34 Spielen in der Eredivise für Felix Magath, den damaligen starken Mann beim VfL, eine vertretbare Summe:
Standesgemäß traf der Neuzugang auch sofort in seinem ersten Spiel und markierte in der 90. Minute den 1:0-Siegtreffer beim VfB Stuttgart. Dennoch konnte er an seine Fabelsaison in Heerenven nicht anknüpfen und beendete die erste Bundesligaspielzeit mit lauen acht Treffern in 28 Spielen.

Von Verletzungen gebeutelt

Im Laufe seiner Zeit beim VfL erkannten die Verantwortlichen, dass sich Dost nicht zu einem zweiten Klaas-Jan Huntelaar oder Roy Makaay entwickelte, wie erhofft. Doch lag dies nicht allein am holländischen Sturmriesen und seiner technisch limitierten, etwas hölzern wirkenden Spielweise.
Immer wieder musste sich Dost nach schweren Verletzungen ins Team zurückkämpfen. 262 Tage (insgesamt 57 Spiele) stand er seinem Arbeitgeber nicht zur Verfügung.
2014/15 meldete er sich nach knapp fünfmonatiger Verletzungspause eindrucksvoll zurück: 16 Tore und vier Assists in 21 Bundesligaspielen ließen an den Bas aus Heerenveen erinnern.
Der sehenswerte Doppelpack beim 4:1 gegen die Bayern oder das vorentscheidende 3:1 im DFB-Pokal-Finale gegen den BVB (sein erster Titel im Profifußball) zeugten von seinem ausgeprägten Torriecher.
Auch in der Folgesaison konnte er sich in 16 Spielen siebenmal in die Torjägerliste eintragen - bis er sich im Trainingslager in der Winterpause den Mittelfuß brach. Von da an standen die Zeichen auf Trennung. Mit der Verpflichtung von Mario Gomez als neuer VfL-Torjäger wurde es eng für Bas Dost im Kader der Wölfe, der daraufhin konstatierte:

Zweiter Frühling in Lissabon

Zäsur im Sommer 2016, der Holländer flüchtete zu Sporting Lissabon. Dort hatte man schmerzvolle Erinnerungen an ihn, da er im Februar 2015 mit einem Doppelpack den SCP quasi im Alleingang aus der Europa League warf.
In Lissabon kam der Bas aus Heerenveen wieder voll in Fahrt. Starke 27 Treffer in 25 Spielen hat Dost auf seinem Konto, führt die Torjägerliste mit zehn Treffern vor Francisco Soares (FC Porto) an. Weil er's kann.
"Sporting hat für mich zehn Millionen Euro investiert, weil der Klub Tore von mir wünscht. Das System ist auf mich zugeschnitten, ich bekomme im Strafraum viele Bälle, Trainer Jorge Jesus vertraut mir," sagte der 27-Jährige. Für ihn eine logische Kausalkette:
Sollte der Holländer weiterhin so treffen, ist für Sporting nicht nur die Champions-League-Qualifikation drin, er könnte sich auch Europas Torjägerkrone aufsetzen. Im interdisziplinären Kampf um den "Goldenen Schuh" liegt Dost mit seinen 27 Toren auf dem ersten Platz - diesen teilt er sich mit einem gewissen Lionel Messi.
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