Bayer Leverkusen verpasst Champions-League-Teilnahme, Stefan Kießling feiert Abschied

Bayer Leverkusen hat die Bundesliga-Saison mit einem Sieg beendet. Die Werkself schlug Hannover 96 im letzten Spiel von Stefan Kießling durch Tore von Lucas Alario (3., 18.) und Julian Brandt (55.) mit 3:2 (2:0). Die kleine Chance auf die Teilnahme an der Champions League, die sich durch den 3:1-Erfolg von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Dortmund bot, verpasste Bayer. Es fehlten vier Tore.

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So lief das Spiel

Gänsehaut hatten die Zuschauer in der BayArena schon vor Spielbeginn, als Stefan Kießling von den Fans mit Gesang und Choreos gefeiert wurde. Nach dem Anpfiff setzte die "Werkself" diesen Schwung in Tatendrang um und überrannte die Gäste aus Hannover förmlich.
Lucas Alario brachte Bayer 04 bereits in der dritten Minute nach herrlichem Zuspiel durch Charles Aránguiz mit 1:0 in Front und legte wenig später (18.) nach – Matthias Ostrzolek hatte das 2:0 mit einem katastrophalen Rückpass ungewollt vorbereitet. Leverkusen hätte noch höher führen müssen, doch Wendell (5.) vergab einen Elfmeter und Kai Havertz (35.) schoss zu unpräzise.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Leverkusen spielte, Hannover reagierte und verteidigte. Lars Bender bediente Julian Brandt (55.), der aus zentraler Position locker zum 3:0 einnetzte. In der Folge hatte Bayer durch Alario, Brandt, Havertz sowie Bailey noch zahlreiche Chancen, um die Führung auszubauen, scheiterte jedoch.
Stattdessen nutzte Niclas Füllkrug seine Chance und traf für Hannover in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:3, ehe Martin Harnik (90.+3) noch auf 2:3 verkürzte. Leverkusen verpasst dadurch die Champions-League-Teilnahme in der neuen Saison, spielt aber in der Europa League.
Stefan Kießling wurde in der 83. Minute eingewechselt und verabschiedete sich mit Tränen in den Augen von der aktiven Fußballbühne.

Die Stimmen

Niclas Füllkrug (Hannover 96): "Es hat irgendwie ein bisschen Spannung gefehlt, es ging nicht mehr um so viel. Wir sind schlecht ins Spiel reingekommen und das Ergebnis ist ein bisschen schmeichelhaft. Es bedeutet mir schon sehr viel, diesen Rekord erreicht zu haben. Die Saison ist heute zu Ende gespielt und nächste Woche werde ich mich mit meinem Berater zusammensetzen und dann werden wir gucken ..."
Horst Heldt (Hannover 96): "Ich bin wehmütig und auf der anderen Seite sind es auch tolle Momente: Stefan Kießling steht für vieles, diese Momente gehen ans Herz. Er hat das verdient, weil er immer ein Topmann gewesen ist! Wir haben uns heute nicht abschlachten lassen, Leverkusen brauchte viele Tore. Das Ergebnis ist 3:2 und wir haben uns ordentlich verabschiedet. Die Mannschaft hat das Ziel erreicht, nämlich die Liga zu halten."

Der Tweet zum Spiel

Respekt und Ehre für Stefan Kießling: Die komplette Werkself wärmte sich in Kießling-Trikots auf, um ihrem Stürmer einen gebührenden Abschied zu bereiten. "Kieß" kam 2006 von Nürnberg nach Leverkusen und lief für Bayer 04 in insgesamt 444 Partien auf. Nun beendet der Stürmer, der 2010 mit Deutschland in Südafrika WM-Dritter wurde, seine aktive Karriere.

Das fiel auf: Mangelnde Effizienz

Leverkusen hatte ein unfassbares Chancenplus, verpasste es jedoch, mehr davon zu nutzen – und dadurch auch die Champions-League-Teilnahme in der neuen Saison. Die Werkself hätte locker mit 5:0 oder 6:0 führen können.

Die Statistik: 14

Niclas Füllkrug schreibt Geschichte: Nach Fredi Bobic und Didier Ya Konan ist der Stürmer der erste Hannoveraner, dem in diesem Jahrtausend 14 Tore in einer Bundesligasaison gelingen. Stark!
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