So lief das Spiel:

Im ausverkauften Borussia-Park waren die Hausherren nach der heftigen 1:5-Klatsche in München von Beginn an auf Wiedergutmachung aus. Gegen hinten verunsicherte Wolfsburger dauerte es nur bis zu achten Spielminute, ehe der Ball zum ersten Mal im Wölfe-Kasten einschlug. Nach abgesessener Gelbsperre reagierte Rückkehrer Lars Stindl bei Richedly Bazoers unfreiwilligem Zuspiel am schnellsten und nagelte den Ball mit vollem Karacho unter die Latte (8.).

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Die Gästeabwehr präsentierte sich auch nach der Umstellung von Fünfer- auf Viererkette weiterhin löchrig und wurde beim 2:0 mit einem einfachen langen Ball aus den Angeln gehoben. Den ersten Abschluss von Jonas Hofmann parierte Koen Casteels noch herausragend, beim trockenen Abstauber von Raffael war der belgische Schlussmann dann aber machtlos (35.).

Kurz vor der Pause sorgte Schlitzohr Christoph Kramer mit einem schnell ausgeführten Freistoß für den nächsten Gladbacher Treffer. Casteels war gerade noch dabei, seine Mauer zu sortieren als es am anderen Pfosten zum 3:0 einschlug (44.).

Kramer mit kuriosem Freistoßtreffer

Fotocredit: Imago

In der zweiten Hälfte nahmen die Hausherren angesichts der deutlichen Führung den Fuß vom Gas und verwalteten den Vorsprung gegen offensiv zahnlose "Wölfe". Nach einem sensationellen Solo von Jonas Hofmann gegen vier Wolfsburger verhinderte einzig der an diesem Abend oft allein gelassene Casteels mit einer Glanztat den vierten "Fohlen"-Treffer (66.).

Wolfsburg blieb offensiv an Harmlosigkeit kaum zu überbieten und muss sich drei Jahre nach Vizemeisterschaft und Pokalsieg wohl ein weiteres Mal bis zum Saisonende mit dem Thema Relegation beschäftigen.

Die Stimmen:

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Ich bin ein Fan von schnell ausgeführten Freistößen. Zum Glück war in dieser Situation die Lücke für mich da. Wir haben eine gute Reaktion auf München gezeigt."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben einen sehr guten Auftritt gesehen. Unser Plan ist mit dem frühen Tor gut aufgegangen. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel gefunden und hatten sehr einfache Ballverluste. Damit haben wir dem Gegner in die Karten gespielt."

Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg): "Wie wir die erste Halbzeit gespielt haben, war sehr schlecht. Es sah so aus, als ob wir uns unserer Situation nicht bewusst sind. Das geht gar nicht, ich habe keine Erklärung dafür."

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Es war ein bodenloser Auftritt. Da muss sich jeder hinterfragen, was für einen Mist wir hier gespielt haben."

Der Tweet zum Spiel:

Nur 230 Wolfsburger Fans reisten zur Unterstützung mit nach Mönchengladbach.

Das fiel auf: Wolfsburg wie ein Absteiger

Was Wolfsburg offensiv anbot, war der Leistung eines Bundesligisten nicht würdig. Zwei Mal schossen die Gäste in 90 Minuten auf den Kasten von Yann Sommer und wirkten über die gesamte Spieldauer offensiv ideenlos sowie ohne Lösungsansätze.

Die Statistik: 966

Das große Problem der Niedersachen bleibt die Abteilung Attacke. Seit nunmehr 966 Minuten hat kein Stürmer des VfL Wolfsburg ein Tor erzielt.

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