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Bundesliga: 1. FC Köln bleibt trotzig - "Ich glaube an die Chance"
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Publiziert 08/04/2018 um 15:56 GMT+2 Uhr
Auch am Tag nach dem bitteren Rückschlag im Kellerduell gegen Mainz herrschte Frust beim 1. FC Köln. Niedergeschlagen und wortlos drehten die Spieler eine Runde auf dem Fahrrad im Stadtwald, der Trainingsplatz am Geißbockheim blieb am Sonntag leer. Statt neuer Hoffnung machte sich nach dem 1:1 (1:0) gegen Mainz Ernüchterung breit, selbst die sonst so optimistischen Fans zeigten sich zurückhaltend.
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Nur Stefan Ruthenbeck war bemüht, die Stimmung aufzulockern und gab sich kämpferisch:
Es klang wenig überzeugend. Der sechste Abstieg der Vereinsgeschichte ist angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Mainz auf dem Relegationsrang kaum noch zu vermeiden.
Das Spiel gegen den FSV hatte allen Verantwortlichen die bittere Realität vor Augen geführt. Nach dem frühen 1:0 durch Jonas Hector (7.) folgte kurz nach der Pause der Ausgleich durch Pablo De Blasis (50.). Wie schon gegen Augsburg, Hannover, Freiburg und Stuttgart gab Köln auch gegen harmlose Mainzer, die zuletzt am 23. Februar ein Tor in der Bundesliga erzielt hatten, eine Führung aus der Hand. "Es fühlt sich wie eine Niederlage an", meinte Innenverteidiger Dominique Heintz.
Kölns Leistung in der Rückrunde zu durchwachsen
Ruthenbeck hatte für die Rückrunde "17 Endspiele" ausgerufen, doch für eine erfolgreiche Aufholjagd macht der Tabellenletzte einfach zu viele Fehler. "Wir sind nicht stabil genug", schimpfte der Trainer. In der hektischen Schlussphase, in der der Mainzer Giulio Donati mit Gelb-Rot vom Platz flog (90.+2), hätten es die Gäste "besser gemacht", konstatierte der Coach.
Die Folge war der erneute Sturz ans Tabellenende, und auch der Blick auf das Restprogramm macht wenig Hoffnung. Champions-League-Anwärter Schalke 04 und Rekordmeister Bayern München kommen noch nach Köln-Müngersdorf, außerdem stehen die drei Auswärtsspiele in Berlin sowie bei den direkten Konkurrenten Freiburg und Wolfsburg an.
Aufgeben wollen die Kölner nicht. Jonas Hector und Heintz etwa sprachen immer wieder davon, dass der Klassenerhalt ja noch möglich sei. Doch klar ist: "Es wird verdammt schwer", sagte Torhüter Timo Horn im WDR-Interview am Sonntag und forderte: "Wir brauchen jetzt eine Siegesserie." Außerdem müssen die anderen Abstiegskandidaten patzen - entsprechend plant der Klub bereits für die 2. Bundesliga. Armin Veh hat für die kommenden Tage Gespräche mit den Spielern angekündigt, der Geschäftsführer Sport braucht Klarheit, wie die Mannschaft im neuen Jahr aussieht.
Ruthenbeck glaubt noch an Klassenerhalt
Veh sagte bei "Wontorra – der Fußball-Talk" auf "Sky":
Für Horn ist es "sehr gut möglich", auch beim Abstieg zu bleiben. Aber wie der Torhüter sind auch andere Stützen wie Nationalspieler Hector, Abwehrchef Heintz und Flügelspieler Leonardo Bittencourt begehrt und im Fall der Fälle verhältnismäßig günstig zu haben.
Derlei Überlegungen schob Ruthenbeck aber noch den Riegel vor. In den verbleibenden fünf Spielen will der Coach mit seinem Team alles geben. "Wenn wir in Berlin gewinnen und Mainz verliert, sind wir wieder näher dran", sagte er mit Blick auf die Partie bei Hertha BSC am Samstag: "Wir müssen jetzt weiter angreifen und dürfen keine Kaffeefahrt nach Berlin machen."
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