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Bundesliga - Verrückter Videobeweis bei Mainz - Freiburg: Elfmeter in der Halbzeit
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Publiziert 16/04/2018 um 22:03 GMT+2 Uhr
Beim Bundesligaspiel zwischen Mainz und Freiburg ist es zu einer historisch-kuriosen Situation gekommen. Schiedsrichter Guido Winkmann gab nach dem Halbzeitpfiff einen Elfmeter für Mainz. Videoassistentin Bibiana Steinhaus hatte den Referee auf ein strafbares Handspiel von Marc-Oliver-Kempf aufmerksam gemacht. Die Freiburger mussten aus der Kabine zurückkommen. Pablo de Blasis verwandelte zum 1:0.
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Fotocredit: Eurosport
Winkmann hatte zur Halbzeit gepfiffen. Exakt 17 Sekunden nachdem der Freiburger Marc-Oliver Kempf die Flugbahn einer Flanke des Mainzers Daniel Brosinski mit der Hand verändert hatte.
Schwer zu sehen für Winkmann, strafbar für Videoassistentin Steinhaus, die den Hauptschiedsrichter aus Köln dazu aufforderte, sich die Szene noch einmal anzusehen. Winkmann tat dies und entschied sechs Minuten nach dem eigenen Halbzeitpfiff auf Strafstoß für die Gastgeber.
Die Freiburger hatten den Platz zu diesem Zeitpunkt natürlich längst in Richtung Kabine verlassen. Im Innenraum sahen die Gäste die Situation dann auf einem Bildschirm. Auf Fernsehbildern ist zu sehen und hören, wie Kapitän Nils Petersen seine Mannschaftskollegen auffordert , in die Kabine zu gehen: "Wir gehen nicht wieder raus!"
Nach dem Elfmeterpfiff mussten sie dies dennoch tun. Torhüter Alexander Schwolow stellte sich etwas widerwillig ins Tor, Pablo de Blasis verwandelte den Strafstoß dennoch zum Führungstreffer der Hausherren (45.+7). Statt mit einem torlosen Unentschieden ging es mit einer knappen Führung für den FSV in die Pause.
Manager Saier zeigt Verständnis
"Der Schiedsrichter hat uns dann wieder aufs Spielfeld geholt", beschreibt Freiburgs Manager Jochen Saier die kuriosen Minuten.
Für den Eurosport-Experten Matthias Sammer war die Sache etwas weniger offensichtlich: "Das habe ich so noch nicht erlebt. Ich tue mich schwer damit, ob dies eine Situation ist, in der der Videoschiedsrichter eingreifen muss", so Sammer.
Streich hält sich zurück
Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Lutz-Michael Fröhlich verteidigte bei Eurosport die Entscheidungsfindung: "Der Schiedsrichter hatte zu der Situation in der realen Geschwindigkeit gar keine Wahrnehmung. Er hat es nicht gesehen. Dann hat er sich - nach Hinweis aus Köln - die Szene noch einmal angeschaut und relativ schnell auf Elfmeter entschieden. Das spricht für mich dafür, dass auch für ihn hier eine klare Fehlentscheidung vorlag." Fröhlich ist Projektleiter Videobeweis in Diensten des DFB.
Freiburgs Trainer Christian Streich wollte sich zu den Vorgängen nach dem Spiel nicht äußern. "Auf Schalke war ich nicht ruhig, jetzt bin ich ruhig", sagte der SC-Trainer und spielte damit auf seinen "Ausraster" beim Auswärtsspiel in der Schalke-Arena an. Damals war Nils Petersen mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, obwohl er die erste Verwarnung nicht wahrgenommen hatte.
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