Der VfB Stuttgart holt dank eines Patzers von Philipp Tschauner einen Auswärtspunkt in Hannover

Der VfB Stuttgart hat zum ersten Mal in dieser Saison auswärts etwas Zählbares mitgenommen. Das Team von Trainer Hannes Wolf erkämpfte sich beim Aufsteigerduell gegen Hannover 96 ein 1:1 (1:0). Takuma Asano (24.) hatte die Schwaben nach einem Patzer von 96-Keeper Philipp Tschauner in Führung gebracht. Niclas Füllkrug (76.) besorgte via Elfmeter den Ausgleich.

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Die Lehren:

Die Null sollte weg – und die Null ist weg. Allein vom Ergebnis her können die Stuttgarter wohl auch zufrieden sein. Doch gegen angeschlagene 96er wäre auch mehr drin gewesen. Als sich beide Teams in einer wilden und von vielen Fehlern geprägten ersten Halbzeit aufgrund von gleicher Taktik und Formation neutralisierten, machte der VfB etwas mehr aus der Situation. Grund dafür war das frühe Pressing, das die Hannoveraner nur selten zur Geltung kommen ließ.
Nach dem Seitenwechsel glitt der VfB aber in die Passivität ab. Die zeitgleiche Umstellung von Dreier- auf Viererkette bei Hannover brachte die Gastgeber besser ins Spiel. Einen Großteil der insgesamt mehr als 250 Zweikämpfe konnte 96 in dieser Phase für sich entscheiden. Dadurch kam das Team vermehrt vors Tor, zum Abschluss und letztlich auch zum Tor, wenngleich es nur ein Elfmeter war. Nach dem Treffer schalteten beide Mannschaften einen Gang zurück.
Zwar gab es auf beiden Seiten noch die Chance zum Siegtreffer, doch blieb der aus, was dem Spielverlauf auch entspricht. Letztendlich hatte keiner der beiden Aufsteiger echte Vorteile.

Die Stimmen:

Christian Gentner (Stuttgart): "Zumindest sind wir das Thema los, auswärts ohne Punkt zu sein. Aber es war mehr drin. Vor dem Elfmeter waren wir zu passiv, aber danach haben wir uns gefangen und hatten auch wieder Möglichkeiten."
Ron-Robert Zieler (Stuttgart): "Mit dem Punkt können wir leben. Aber wenn man so lange führt und ein Elfmetergegentor bekommt, ärgert man sich schon. Ich fand das Niveau des Spiels heute nicht so hoch, es war eher durchwachsen."
Niclas Füllkrug (Hannover): "In der ersten Halbzeit haben wir wirklich Probleme gehabt, aber nach dem Wechsel haben wir uns gesteigert. Wir haben dann die Zweikämpfe gewonnen und waren besser. Es wären sicher auch zwei Punkte mehr drin gewesen."

Das fiel auf: Gelbflut

Eigentlich machte die Partie nie den Eindruck, besonders unfair gewesen zu sein. Durch die hohe Zweikampfanzahl relativiert sich vieles auch wieder. Doch alleine die Stuttgarter holten sich fünf Gelbe Karten ab. Mehr gab es für eine Mannschaft in dieser Saison noch nicht. Eine geht dazu noch nach Hannover.

Der Tweet des Spiels:

Die Essenz vieler Stuttgart-Fans – hauptsache erstmal die Auswärts-Negativserie beendet.

Die Statistik: 13 von 16

Hannover ist das Team der zweiten Halbzeit. 13 seiner 16 Tore hat das Team erst nach dem Pausenpfiff geschossen. Das spricht auch für eine Qualität: Die 96er geben nicht auf und haben auch die Luft dafür, hintenraus erfolgreich zu sein.
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