VfL Wolfsburg gewinnt gegen Eintracht Frankfurt

Der VfL Wolfsburg hat die Pleite zum Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga gut verdaut. Die Niedersachsen, die beim Start 0:3 gegen Borussia Dortmund verloren haben, setzten sich am zweiten Spieltag mit 1:0 (1:0) bei Eintracht Frankfurt durch. Daniel Didavi (22.) traf für die Wolfsburger, die sich in der vergangenen Saison erst in der Relegation vor dem Abstieg gerettet hatten.

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So lief das Spiel:

Nach der Nullnummer gegen Freiburg setzte Niko Kovac auf eine Doppelspitze mit Sébastian Haller und Kevin Prince Boateng - dahinter sollte Mijat Gacinovic offensive Akzente setzen und seine Angreifer bedienen. Auf der Gegenseite bot Andries Jonker - wie gegen Dortmund - mit Mario Gómez nur eine echte Spitze auf. Entsprechend war das Spiel der Gäste aufgebaut. Die "Wölfe" überließen den Frankfurtern die Initiative, besannen sich auf das eigene Umschaltspiel über die schnellen Nany Dimata, Maximilian Arnold und Daniel Didavi.
Frankfurt nahm die dominante Rolle an, zeigte sich extrem forsch und nach 19 Sekunden bereits, wohin die Reise gehen sollte. Eine Flanke von der rechten Seite landete über Umwege am Fünfmeterraum bei Haller - der Angreifer war jedoch zu überrascht, um abschließen zu können.
In der 21. Minute hatte Gacinovic die bis dato beste Chance auf dem Kopf, scheiterte mit seinem Versuch aber am glänzend reagierenden Koen Casteels. Keine Minute später hätte die Eintracht in Führung gehen müssen - Haller köpfte den Ball nach einer Ecke allerdings nur an den linken Innenpfosten.
Die Eintracht am Drücker - doch Wolfsburg mit der Führung. Im Gegenzug trieb Josuha Guilavogui den Ball auf der rechten Seite bis knapp vor die Grundlinie und spielte anschließend den perfekten Flachpass in die Mitte. Didavi lief ein und markierte am ersten Pfosten die glückliche Gäste-Führung. Frankfurt mobilisierte noch vor der Halbzeit alle möglichen Kräfte - erspielte sich eine Fülle an Chancen, konnte den Ball aber nicht im Netz unterbringen.
In der 40. Minute scheiterte Gacinovic mit einem Volleyschuss aus 14 Metern an Casteels, zwei Minuten später wurde ein Haller-Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke geblockt. In der Nachspielzeit knallte erneut Gacinovic den Ball aus neun Metern nur an die Latte.
Im zweiten Durchgang sollte sich das Bild nicht ändern. Es spielte nur ein Team - Eintracht Frankfurt. Wolfsburg verschanzte sich in der eigenen Hälfte, kam so gut wie gar nicht mehr über die Mittellinie. Die Eintracht hatte erneut eine Vielzahl an Chancen, brachte den Ball jedoch nicht im Kasten unter. De Guzman vergab in der 55. Minute die beste Möglichkeit. Aus sieben Metern kam er freistehend zum Abschluss - setzte den Ball aber genau auf den Kasten in die Arme von Casteels. Von den Fans gepusht, von Kovac nach vorne getrieben - doch das nötige Glück im Abschluss konnten die Hausherren letztlich nicht mehr erzwingen.

Die Stimmen:

Lukas Hrádecky (Eintracht Frankfurt): "Die Leistung war ganz gut, vielleicht haben wir einige dumme Fehler in der ersten Halbzeit gemacht, wodurch die Wolfsburger Chancen bekommen haben. Das Ding muss rein - und das haben wir nicht geschafft. Leider stehen wir hier mit null Punkten."
Kevin Prince Boateng (Eintracht Frankfurt): "Wir haben wieder Punkte liegen lassen. Das ist das Fazit, ganz klipp und klar. Wir waren die bessere Mannschaft, aber machen die Tore nicht. Zum zweiten Mal."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Es war sehr wichtig, eine Reaktion zu zeigen nach dem Dortmund-Spiel und ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Phasenweise gut gelungen."

Der Tweet zum Spiel:

Die Stimmung im Stadion war exzellent.

Das fiel auf: Weniger ist mehr

Nach der vergangenen Katastrophen-Saison, die in der Relegation endete, sprachen die Wolfsburger vor dieser Spielzeit wieder eine ambitioniertere Sprache. Höhere Ziele. Europa. Der herbe Dämpfer am 1. Spieltag brachte die Niedersachsen allerdings ganz schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Gegen Frankfurt agierten die "Wölfe" erneut enorm schwach, setzten keine spielerischen Akzente. Am Ende stehen trotzdem drei Punkte. Step by step und gesundes Understatement - dies scheint der bessere Weg.

Die Statistik: 100

Er war der wohl spektakulärste Transfer der Eintracht in dieser Saison: Kevin Prince Boateng wechselte von UD Las Palmas zurück in die Bundesliga. Im deutschen Oberhaus ging der Offensivakteur in der Vergangenheit schon für die Hertha, Dortmund und Schalke an den Start. Seinen 100. Einsatz in der Bundesliga feierte Boateng im Dress der SGE gegen den VfL Wolfsburg.
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