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Schalke 04 siegt in Mainz: Muss ein Tabellenzweiter nicht besser spielen?
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Publiziert 09/03/2018 um 23:58 GMT+1 Uhr
Der FC Schalke 04 setzt sich am 26. Bundesliga-Spieltag mit 1:0 (0:0) beim FSV Mainz 05 durch, ein Traumtor von Daniel Caligiuri reicht für drei Punkte. Trainer Domenico Tedesco goutiert die Mentalität seiner Truppe, die spielerisch beschränkt auftritt - aber eben erfolgreich. So duellieren sich auf Schalke derzeit "Vernichtungs"- und Ergebnisfußball. Eurosport-Experte Matthias Sammer ordnet ein.
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Oh nein, es war keine schön anzusehende Angelegenheit am 26. Bundesliga-Spieltag zwischen Mainz 05 und Schalke 04. Die erste Hälfte: zerfahren. Positiv ausgedrückt. Wer weniger Gutes im Sinn hatte, würde von einem verheerenden Fußballspiel sprechen.
"Individualität und Kreativität, das Besondere fehlt", sagte Eurosport-Experte Matthias Sammer zur Pause. Eklatant war, dass der Tabellenzweite beim Drittletzten gastierte und nichts Konstruktives beitragen wollte oder konnte. Sammer:
Martialische Metaphorik, allerdings durchaus passend. Fand auch Ex-Bundesliga-Coach Thomas Schaaf: "Es wird mehr Wert darauf gelegt, aufzupassen, dass beim Gegner nichts entstehen kann, als dass man selbst die eigenen Gedanken umsetzt."
Schalke effizient wie Bayern zu besten Zeiten
Schalke gewann schließlich 1:0 (0:0), weil Daniel Caligiuri nach 55 Minuten erst auf- und dann abzog, ein Gemälde von Tor. "Weltklasse", jubilierte Sammer und brachte diesen nasskalten Freitagabend auf einen knackigen Nenner:
So ist das momentan öfters beim FC Schalke, der in den vergangenen vier Partien nur sechsmal traf, aber immer gewann, davon dreimal in Folge zu Null. Eine Effizienz wie der FC Bayern zu besten Zeiten.
Entsprechend glücklich zeigte sich Domenico Tedesco in Mainz, wo es "schwierig" gewesen sei für seine Truppe, "das Publikum war voll da, der Gegner hat uns in pure Manndeckung genommen". Des Trainers Resümee:
Auf Schalke duellieren sich derzeit "Vernichtungs"- und Ergebnisfußball. Spielerich ist's dürftig, die Resultate stimmen halt, Borussia Dortmund kann am Wochenende erneut nicht vorbeiziehen, zudem hat S04 das Pokal-Halbfinale erreicht.
"Kein Problem der Schalker, sondern eines der Liga"
Die Mentalität diente Sammer ebenfalls als Basis, obgleich differenzierter. "Für Tedesco war es ein ganz wichtiges Element, hier zu bestehen. Gefühlt hat er die Mainzer besser gemacht als sie vielleicht wirklich sind. Auf der anderen Seite hat er Recht behalten", sagte Sammer.
Der Umstand, dass ein Champions-League-Anwärter beim Abstiegsanwärter mit beschränkter Kreativität auftrat, münzte Sammer weniger auf den Verein als aufs große Ganze. "Wir müssen darauf achten", warnte er. "Nur zu zerstören wird auf Dauer problematisch sein. Und dann ist es vielleicht nicht ein Problem der Schalker, sondern ein Problem der Liga."
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