Hamburger SV will im Abstiegskampf beim VfB Stuttgart punkten

Höllenfahrt in Liga zwei? Für die Betreiber des Hamburger Gruselkabinetts "Hamburg Dungeon" ist die Ankündigung dieser angeblichen neuen Show nur ein Aprilscherz. Dem Hamburger SV droht bei einer weiteren Niederlage in Stuttgart der reale Bundesliga-Abstieg mehr denn je.

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Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen. Das übernehmen beim Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV die Betreiber der Gruselkabinetts "Hamburg Dungeon" mit einem listigen Aprilscherz. Sie kündigten für Ostersonntag eine neue Show mit dem Titel "Höllenfahrt in Liga 2?" an.
Wie gruselig die Lage beim seit 14 Spielen sieglosen Tabellenletzten dann wirklich ist, hängt entscheidend vom Resultat ab, dass die Hanseaten am Samstag (ab 15:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) beim VfB Stuttgart erzielen. HSV-Trainer Christian Titz hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt natürlich noch nicht aufgegeben und setzt auf einen sportlichen Umschwung in der Partie bei den Schwaben. Am Karfreitag teilte der Coach mit:
Zu seinem 47. Geburtstag am Ostersonntag wünscht sich Titz "eine hundertprozentige Einstellung meiner Mannschaft. Gern auch mit einem Sieg dazu."
Der wäre auch dringend nötig, denn bei aktuell sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz gehen den Norddeutschen ansonsten so langsam schlicht und ergreifend die Spiele aus. Zumal nach dem Match in Stuttgart der Tabellenzweite Schalke 04 am 7. April im Volkspark gastiert.
Da braucht es Profis, die sich mit aller Macht gegen den ersten Abstieg in der 131-jährigen Klubgeschichte stemmen. Definitiv nicht dazugehören wird der kapriziöse Brasilianer Wallace. Titz stellte klar, dass die Verbannung des Olympiasiegers ins HSV-Regionalligateam bis zum Saisonende aufrechterhalten wird.

Nur 19 Tore in 27 Begegnungen

Zu lang ist das Sündenregister des Südamerikaners, der im Januar verspätet ins HSV-Trainingslager anreiste, um einen vorzeitigen Vereinswechsel zu erzwingen. Es folgte die Weigerung, für den HSV im Abwehrzentrum aufzulaufen, "gekrönt" von einem nicht genehmigten privaten Trip nach Mailand, während seine neuen Mitspieler auf dem Trainingsplatz standen.
Die gravierendsten sportlichen Defizite allerdings haben die Hamburger seit Saisonbeginn in der Offensive offenbart. Nur 19 Tore in 27 Begegnungen sind eine fatale Quote, Hoffnung auf Besserung ist kaum in Sicht.
US-Stürmer Bobby Wood ist seit Monaten völlig außer Form, Jungtalent Jann-Fiete Arp steckt im Abiturstress. Gegen den VfB soll es möglicherweise Luca Waldschmidt im Angriff richten, dank dessen Treffers der HSV am Ende der vergangenen Saison die Relegation gerade noch vermeiden konnte.
Ein knappes Jahr später wäre es schon ein kleines Fußballwunder, sich für diese beiden Spiele zu "qualifizieren". Das sieht sogar Bernd Hoffmann so. "Es erscheint wie eine unmögliche Mission. Aber im Fußball hat es auch schon größere Wunder gegeben", sagte der neue HSV-Präsident der Hamburger Morgenpost.
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