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Intrige beim HSV: Aufsichtsrat sollte Bruchhagen und Todt stürzen
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Publiziert 02/02/2018 um 08:43 GMT+1 Uhr
Große Unruhe beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Hamburger SV vor dem wichtigen Heimspiel am Sonntag (18.00 Uhr) gegen Hannover 96: Wie mehrere Hamburger Medien übereinstimmend berichten, soll es seitens eines Aufsichtsratsmitglieds einen "Putschversuch" gegen Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt gegeben haben.
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Sportlich fast am Ende (der Tabelle), finanziell schwer angeschlagen und nun durch interne Machtspielchen weiter ins Zwielicht geraten: Beim krisengeschüttelten Hamburger SV gibt es scheinbar nichts, was es nicht gibt. Eine intrigante Personalposse schwächt den Klub vor dem wichtigen kleinen Nordderby am Sonntag (18:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) gegen Hannover 96 wieder einmal zur Unzeit.
Wie Hamburger Medien übereinstimmend berichteten, soll Aufsichtsratsmitglied Felix Goedhart seine fünf Kollegen aufgefordert haben, Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt zu stürzen. Dies wurde in die Öffentlichkeit durchgestochen und hat zu massiven internen Kontroversen geführt.
"Ich bin sehr enttäuscht, dass kurz vor dem Spiel gegen Hannover klubschädigende Unruhe geschürt wird", ließ Aufsichtsratschef Andreas Peters via offizieller Erklärung mitteilen. Vor der Neuwahl des Kontrollgremiums am Dienstag kommender Woche und gut zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung des HSV e.V. ist das vereinsinterne Klima vergifteter denn je.
Der 53 Jahre alte Goedhart soll bei seinem "Putschversuch" gefordert haben, Bruchhagen durch den HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein zu ersetzen. Nachwuchs-Sportdirektor Bernhard Peters sollte den Posten von Todt übernehmen. Pikantes Detail: Der Aufsichtsrat kann den Sportchef gar nicht feuern, dies fällt ins Aufgabengebiet des Vorstands.
Dessen Vorsitzender meldete sich wie zuvor Peters nur mit einem Statement zu Wort. Bruchhagen: "Es ist doch normal, dass sich angesichts unserer prekären sportlichen Situation im Aufsichtsrat eine Diskussion entwickelt, die über die Position des Trainers hinausgeht. Unser Fokus aber liegt vollständig auf dem wichtigen Spiel gegen Hannover."
Angesichts der prekären sportlichen Lage verstand nicht jeder in der Hansestadt, dass Todt in der Winterpause auf jegliche Transferaktivitäten verzichtete. Offensichtlich aber auch, weil Kühne, anders als in den Vorjahren, diesmal keine zusätzlichen Millionen springen ließ.
Dies bestätigte der 80-Jährige in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost. "Ich wurde aber auch nicht angefragt, und man hat öffentlich erklärt, dass man meine Hilfe nicht in Ansprucn nehmen wolle. Selbstverständlich habe ich mir Verstärkungen gewünscht", äußerte Kühne, der den HSV für den Kampf um den Klassenerhalt "ganz und gar nicht gut aufgestellt" sieht.
Die anarchischen Zustände im HSV-Aufsichtsrat könnten die Chancen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann auf ein Comeback beim norddeutschen Traditionsverein steigen lassen. Hoffmann tritt am 18. Februar bei der Wahl des HSV-Präsidenten gegen Amtsinhaber Jens Meier an und strebt nach einer möglichen Wahl den Vorsitz des Kontrollgremiums an.
Zumindest indirekt hatte der 55-Jährige seine Kandidatur mit mangelnder Fachkompetenz im Aufsichtsrat begründet: "Wir haben einen dramatischen Niedergang des Klubs in den letzten Jahren erlebt. Das bekommst du nur gedreht, wenn du Top-Leute hast." Die noch amtierenden Mitglieder zählt Hoffmann offensichtlich nicht dazu...
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