Mario Gomez und Nils Petersen spielen vor Joachim Löw in Top-Form

In einem sonst eher schwachen Bundesligaspiel zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart (1:2) konnten sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die Stürmer profilieren. Freiburgs Torgarant Nils Petersen und Mario Gomez auf Stuttgarter Seite trafen jeweils für ihre Mannschaften und unterstrichen damit, dass sie für die WM-Endrunde in Russland gute Optionen für Löw sind.

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"Es war ein schöner und emotionaler Moment, als ich das Tor erzielt habe. Wenn aber Ende null Punkte dabei rauskommen, dann war es halt für die Katz." Petersen ließ im Eurosport-Interview keinen Zweifel daran, dass das Traumtor gegen den VfB im Angesicht der Niederlage nicht viel Wert hat.
Auf der anderen Seite war es Gomez, der den VfB mit zwei Treffern zum Auswärtssieg schoss. Für Bundestrainer Löw, der im Schwarzwald-Stadion vor Ort war, taten sich zwei glänzende Optionen für die DFB-Offensive auf.
Neben Sandro Wagner vom FC Bayern und Timo Werner von RB Leipzig dürften die beiden Stürmer ganz oben auf der Kaderliste des Bundestrainers für die WM stehen. Petersen bewies mit seinem Weltklasse-Lupfer ins Stuttgarter Tor einmal mehr, dass er aktuell einer der besten deutschen Stürmer ist. Auch von Gómez gab es dafür im Eurosport-Interview großes Lob:

Petersen hängt Gomez, Wagner, Werner ab

Saisontor 13 bedeutet für Petersen schon jetzt eine persönliche Bestleistung in der Bundesliga. Hinter Robert Lewandowski vom FC Bayern steht der Freiburger in der Torjägerliste auf dem zweiten Platz, deutlich vor Gomez (7), Wagner (7) und Werner (10).
Gomez hat im Vergleich zu Petersen aber deutlich mehr Erfahrung in der Nationalmannschaft. 71 Länderspiele hat der Stuttgarter auf dem Konto, 31 Mal hat er getroffen. Bei den Europameisterschaften 2008 und 2012 sowie der WM 2010 war er neben Miroslav Klose gesetzt.
Petersen kann als größten Erfolg im Dress eines DFB-Teams die olympische Silbermedaille in Rio 2016 vorweisen. Für die A-Nationalmannschaft durfte er bisher noch nicht auflaufen - und der Freiburger bleibt auch bescheiden: "Ich bin riesiger Deutschland-Fan und würde mich natürlich sehr freuen, in der Nationalmannschaft mal eine Rolle spielen zu dürfen. Jedoch weiß ich, dass der DFB sehr privilegiert ist und viele gute Stürmer hat."

Gómez besticht durch Zweikampfstärke

Mit seiner Spielweise könnte der 29-Jährige allerdings eine echte Option für Löw sein. Im Vergleich zu Gomez besticht Petersen besonders mit seiner Schnelligkeit und Laufstärke. In 25 Ligaspielen hat der Freiburger 411 Sprints und 940 Tempoläufe absolviert, Gomez hingegen in 22 Spielen 194 Sprints und 326 Tempoläufe. Dafür punktet der Stuttgarter mit seiner Lufthoheit im Strafraum. Gomez gewinnt im Schnitt rund die Hälfte seiner Luftzweikämpfe.
Von den vier Stürmern, die für die WM die größten Chancen haben, weist Gomez insgesamt die besten Zweikampfwerte auf. Die Spielweise der Nationalmannschaft fordert aber oftmals auch schnelle und passfreudige Spieler wie Petersen. Werner passt ebenfalls bestens in dieses Konzept. Gomez und Wagner verkörpern dagegen die robusteren, zweikampfstarken Typen, die ein enges Spiel mit ihrer Durchschlagskraft entscheiden können.
Löw hatte im Vorfeld des Spiels eine Stürmer-Entscheidung noch verschoben. Gegenüber Eurosport erklärte der Bundestrainer:
Sollten Petersen und Gomez in dieser Form weiterspielen, wird diese Entscheidung eine extrem schwere...
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