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Werder Bremen gewinnt das Nordderby gegen den HSV
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Publiziert 24/02/2018 um 20:23 GMT+1 Uhr
Werder Bremen hat den Hamburger SV durch ein 1:0 (0:0) im 108. Nordderby in den Abgrund der Tabelle gestürzt. Rick van Drongelen erzielte in der 86. Minute ein Eigentor zum Werder-Sieg. Durch die Niederlage hat der HSV bereits sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Im Mittelpunkt standen die Gäste-Anhänger. In der ersten Halbzeit zündeten Personen im Fanblock mehrmals Feuerwerkskörper.
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So lief die Partie:
Der 16. empfängt den 17. Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV war ein absoluter Abstiegskrimi. Bereits nach einer Minute schoss Florian Kainz aus 16 Metern, der Ball flog knapp links am Tor vorbei.
Danach passierte wenig auf dem Platz und mehr neben dem Spielfeld. Bereits in der vierten Minute unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie für wenige Momente, weil HSV-Fans Feuerwerkskörper auf den Tribünen zündeten und aufs Feld warfen. Nach wenigen Augenblicken ging die Partie weiter.
In der 31. Minute kam Niklas Moisander nach einem Werder-Eckball am Elfmeterpunkt in Ballbesitz, HSV-Torwart Christian Mathenia irrte im Strafraum herum und war bereits geschlagen. Der Bremer Innenverteidiger schoss die Kugel flach aufs Tor, wo jedoch noch drei Hamburger standen und die Situation klärten.
Eine Minute vor der Pause dann die nächste Unterbrechung. Bei einer Bremer Ecke vor dem HSV-Gästeblock wurden erneut Feuerwerkskörper gezündet, Zwayer unterbrach die Partie und schickte beide Mannschaften zu den Ersatzbänken. Nach gut drei Minuten wurde der erste Durchgang zu Ende gespielt.
Auch der zweite Durchgang blieb fußballerisch sehr schwach. Chancen fehlten auf beiden Seiten. Der sportliche Höhepunkt folgte in der 86. Minute. Der eingewechselte Ishak Belfodil setzte Rick van Drongelen unter Druck, der einen Schuss von Aron Johannsson per Eigentor zum 1:0 für Bremen über die Linie stocherte. Bitter: Belfodil stand beim Schuss von Johannsson in abseitsverdächtiger Position.
Die Stimmen:
Ishak Belfodil (Werder Bremen): "Ich war in Sorge, dass ich im Abseits war, deshalb habe ich zögerlich gejubelt. Als dann aber kein Signal vom Video-Schiedsrichter kam, habe ich mich super gefreut. Wir haben uns sehr bemüht und uns am Ende das Tor auch verdient.“
Andre Hahn (Hamburger SV): "Die Niederlage ist scheiße, das wissen wir selbst. Aber wir sind der HSV. Gerade im Derby ist es natürlich doof, aber wir geben nicht auf, haben gut gekämpft und sind als Mannschaft gut aufgetreten.“
Heribert Bruchhagen (Sportvorstand Hamburger SV): "Es war ein Rückschlag, ob es ein herber war, weiß ich noch nicht. Wir hätten nicht verlieren müssen. Ich will das mit dem Video-Schiedsrichter nicht mehr hören. Was sind das für Leute? Ich seh' mir die Situation einmal an und weiß, es ist Abseits. Jeder, der irgendwann mal Fußball gespielt hat, sieht, dass es Abseits ist. Da brauchen Sie keine Linien zu ziehen, das ist klar Abseits. Aber wir haben noch eine Restchance, es zu schaffen, und müssen jetzt gegen Mainz anfangen, zu gewinnen."
Das fiel auf: HSV kann nicht offensiv
Bernd Hollerbach gab vor dem Spiel die Marschroute aus, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Gleichzeitig präsentierte er eine mutige Aufstellung mit einem 4-3-3. Klar war, dass der HSV mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz unbedingt einen Sieg brauchte. Die Hamburger schafften es jedoch nicht, Akzente in der Offensive zu setzen, sie waren einfach zu harmlos.
Der Tweet zum Spiel:
Seit der Saison 1963/64 wird die Bundesliga ausgetragen. Der HSV war Gründungsmitglied und ist noch nie abgestiegen, Bremen spielte nur in der Saison 1980/81 zweitklassig, daher trafen beide Teams bereits zum 108. Mal aufeinander. Bremen hat nun mit 39 Siegen eine leicht bessere Bilanz als der HSV (34).
Die Statistik: 11
Es ist bereits drei Monate her, dass die Hamburger ihren letzten Sieg feiern konnten. Zuletzt gewann der HSV am 26. November 2017, seitdem holte der Bundesliga-Dino lediglich vier Punkte.
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