Remis bei Hertha BSC: VfL Wolfsburg tritt auf der Stelle
Publiziert 31/03/2018 um 20:14 GMT+2 Uhr
Der VfL Wolfsburg hat seine Sieglos-Serie unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia fortgesetzt und den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf erneut verpasst. Die Niedersachsen kamen am 28. Spieltag bei Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinaus und drohen als Tabellen-15. am Sonntag auf den Relegationsplatz zu rutschen.
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So lief das Spiel:
"Wir wollen in der ersten Viertelstunde richtig Druck machen", hatte Berlins Trainer Pal Dardai im Vorfeld der Partie angekündigt und seine Mannschaft versuchte die Vorgaben des Ungarn direkt umzusetzen. Nach nur fünf Minuten hätte es im Tor der Wolfsburger beinahe das erste Mal geklingelt.
Matthew Leckie stieg bei einer Ecke am höchsten, sein von Ignacio Camacho abgefälschter Kopfball klatschte an den rechten Pfosten (5.). Die Hertha wirkte sicherer im Kombinationsspiel und stand defensiv dicht gestaffelt, nach besagter Viertelstunde kamen die Gäste aus Niedersachsen aber besser in die Partie und konnten einen Aluminiumtreffer verbuchen. Bei einer Flanke von Maximilian Arnold traf Herthas Innenverteidiger Niklas Stark beinahe ins eigene Tor (19.).
Große Torchancen blieben im weiteren Verlauf allerdings Mangelware. Beide Mannschaften waren bemüht und zeigten eine gute kämpferische Leistung, fast folgerichtig ging es allerdings torlos in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Einzig Herthas Schlussmann Rune Jarstein sorgte mit einem Stockfehler kurzzeitig für Aufregung bei den knapp 35.000 Zuschauern, Landry Dimata konnte aus dem Bock aber kein Kapital schlagen (50.). Kurz darauf musste Schiedsrichter Deniz Aytekin die Partie für zwei Minuten unterbrechen – im Wolfsburger Fanblock waren Feuerwerkskörper gezündet worden, die Rauchwolke behinderte die Sicht auf dem Platz.
Aber auch nach der Unterbrechung taten sich beide Mannschaften offensiv weiter schwer, Herthas beste Möglichkeit in Halbzeit zwei hatte Maximilian Mittelstädt im Anschluss an einen Eckball. Seine Direktabnahme aus 16 Metern konnte Koen Casteels entschärfen (61.). Gefährlicher wurde es in der Folge nicht mehr, für ein negatives Highlight sorgte Joshua Guilavogui, der nach einem Foul an Herthas Fabian Lustenberger in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz musste (90.+1). Viel mehr passierte nicht im Olympiastadion, leistungsgerecht endete die Partie mit 0:0.
Die Stimmen zum Spiel:
Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Die erste Halbzeit war gut, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt. Die komplette erste Halbzeit waren wir besser, die zweite Halbzeit war zu dünn von den Mittelfeld-Spielern. Wir müssen den Punkt mitnehmen und müssen immer noch warten auf das 1000. Tor im Olympiastadion."
Mitchell Weiser (Hertha BSC): "Die erste Halbzeit war ganz gut, danach wurde es ein Kampfspiel. Wir haben zu viele lange Bälle hinten raus gespielt. Solche Tage gibt es und wir müssen weiter daran arbeiten, konstant guten Fußball über 90 Minuten spielen. Der Wille war da."
Julian Schieber (Hertha BSC): "14 Monate waren auch für mich eine lange Zeit und ich bin einfach froh, wieder auf dem grünen Rasen zu stehen. Leider ist mir kein Ball mehr vor die Füße gefallen, aber das wichtigste für mich ist, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann."
Koen Casteels (VfL Wolfsburg): "Natürlich wollten wir hier den Sieg, wenn man das Spiel anguckt ist das 0:0 ein realistisches Ergebnis. Von beiden Mannschaften kam offensiv nicht viel. Wir haben hinten kompakt gestanden, trotzdem müssen wir auch sagen, dass wir nach vorne zu wenig gezeigt haben."
Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Jeder Punkt ist generell in dieser Situation wichtig. Wir haben in der ersten Halbzeit einige Dinge taktisch nicht gut umgesetzt. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel eigentlich im Griff gehabt, aber wir hätten in ein paar Situationen einfach wacher sein müssen."
Der Tweet zum Spiel: Fan-Frust
Ein Spiel für Taktikliebhaber, oder halt wahrlich kein Leckerbissen.
Das fiel auf: "Comeback-Kid" Schieber
413 Tage fehlte er verletzt, nun stand Julian Schieber das erste Mal wieder im Kader von Hertha BSC. In der 83. Minute wurde der Stürmer für Salomon Kalou in die Partie und sorgte für das positive Highlight des Abends.
Die Statistik: 0
Unter Bruno Labbadia wartet der VfL Wolfsburg weiterhin auf einen Sieg. Mit nun zwei Punkten aus fünf Partien ist es der schlechteste Start, den je ein Trainer der Wolfsburger in der Bundesliga hingelegt hat.
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