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Andre Breitenreiter bleibt cool - aber bei Hannover 96 wird es ungemütlich
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Publiziert 09/11/2018 um 11:06 GMT+1 Uhr
Martin Kinds Kampf um die Allmacht bei Hannover 96 wird für den Klub immer mehr zur Zerreißprobe, das Team wirkt verunsichert. Gegen den ungeliebten Nachbarn aus Wolfsburg soll die sportliche Wende gelingen. Es wird langsam ungemütlich in Hannover. Zum einen tobt ein Richtungssreit im Klub, zum anderen steht das Team bei nur sechs Punkten nach zehn Spieltagen.
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Andre Breitenreiter blieb völlig cool. Jetzt in der Krise bloß keine Hektik zeigen, war wohl sein Motto vor dem so wichtigen Nachbarschaftsduell gegen den VfL Wolfsburg. Deshalb sagte Breitenreiter diese Woche:
Es tobt ein Richtungsstreit im Klub
Breitenreiter streichelte sein Team, das bisher so gar nicht performt hat. Der 45-Jährige sah noch nicht die Zeit gekommen, um die verbale Keule zu schwingen. Hannover habe schon "das ein oder andere gute Spiel gemacht", erinnerte er seine Mannschaft vor dem Wölfe-Spiel (Freitag, 20.30 Uhr/Eurosport Player), aber "unter dem Strich zu wenig Punkte."
Und deshalb wird es trotz des coolen Herrn Breitenreiters langsam ungemütlich in Hannover. Zum einen tobt ja weiter der Richtungsstreit im Klub, eine Opposition wehrt sich vehement und mit allen Mitteln gegen Martin Kinds Streben nach der Allmacht bei 96.
Hinzu kommt die derzeitige Schwäche des Teams. Sechs Punkte nach zehn Spieltagen sind Hannovers schlechteste Ausbeute seit 30 Jahren - damals stieg 96 am Ende ab.
Vereinspolitische Probleme dürfen keine Ausrede sein
Zuletzt sorgte die "IG Pro Verein" mit einer Unterschriftenaktion für Aufsehen. Das Ziel: Eine außerordentliche Mitgliederversammlung erzwingen, auf der der Aufsichtsrat neu besetzt werden soll, um Kind zu stürzen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, in diesem Spielchen "Fake News" zu verbreiten.
Vereinspolitische Querelen lässt Kind aber nicht als Ausrede für sportlichen Misserfolg gelten. "Die Mannschaft soll sich auf den Fußball konzentrieren. Das ist ihr Thema", sagte der Unternehmer: "Jetzt gilt es, dass wir den Klassenerhalt sichern. Das ist viel wichtiger." Weiter sprach Kind unter der Woche von einer kritischen Situation:
Er sah sich sogar gezwungen, öffentlich zu bekunden, dass Breitenreiter nicht zur Diskussion steht. Der Trainer genieße trotz der schwierigen Lage "unser volles Vertrauen. Er leistet eine sehr engagierte Arbeit, er erreicht die Mannschaft", sagte Kind:
Duell der Krisenklubs
Die Unruhe in Hannover wird natürlich auch rund 90 Kilometer weiter östlich zur Kenntnis genommen. "Von außen wirkt es gerade ein bisschen unruhig. Es sieht danach aus, dass der Verein vor einer Zerreißprobe steht", sagte Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke, der Hannover 96 einst in die Europa League geführt hatte, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.
Aber weil auch Wolfsburg zuletzt gehörig geschwächelt hat, wird es ein Duell der Krisenklubs. Das 2:0 für Wolfsburg aus dem DFB-Pokal Ende Oktober spiele laut Schmadtke keine Rolle mehr. "Es wird ein deutlich anderes, kampfbetonteres Spiel, weil für beide Seiten mehr auf dem Spiel steht", sagte der Manager:
Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:
Hannover: Esser - Korb, Anton, Elez, Albornoz - Bakalorz, Walace - Maina, Haraguchi - Bebou, Wood. - Trainer: Breitenreiter
Wolfsburg: Casteels - William, Tisserand, Brooks, Roussillon - Arnold - Gerhardt, Rexhbecaj - Ginczek, Brekalo - Weghorst. - Trainer: Labbadia
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
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