Attacke aus TSG Hoffenheim: Julian Nagelsmann will mit dem Titel gehen

Wenn es nach Julian Nagelsmann geht, fällt die Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft bereits in der ersten Partie der kommenden Bundesliga-Saison. Schließlich trifft Titelverteidiger Bayern München im Eröffnungsspiel auf die TSG Hoffenheim. Und in seinem letzten Jahr als Trainer der Kraichgauer peilt Nagelsmann nichts anderes als den ganz großen Coup an.

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"Ich strebe immer nach dem Maximalen. Und das Maximale ist der Titel", sagte Nagelsmann Anfang August - und sorgte damit für einen Paukenschlag.
Für den 31-Jährigen, der die TSG in der vergangenen Spielzeit auf den dritten Platz und damit zur ersten Teilnahme an der Champions League führte, ist diese Aussage aber nur logisch:

Trainer und Team halten zusammen

Solch forsche Töne würden gut zur "Abteilung Attacke" der Bayern passen. Doch Nagelsmann wird ab dem kommenden Sommer nicht an seinem Wohnsitz München arbeiten, sondern bei RB Leipzig. Der Zeitpunkt der Ankündigung zwei Monate vor dem Ligastart und auch der neue Arbeitgeber selbst hatten bei zahlreichen Beobachtern Unverständnis ausgelöst. Umso geschickter deshalb, das Thema "lahme Ente" durch die Schlagzeilen um die Bayern-Herausforderung zu ersetzen.
Er hat sich eindeutig positioniert, das ist sehr gut angekommen, und damit war das Thema durch.

Die TSG muss trotz Rückschlägen kämpfen

Ob das so bleibt, wird sich allerdings erst bei Rückschlägen zeigen. Und die gab es bereits für den Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp: Kerem Demirbay, Nadiem Amiri, Dennis Geiger, Lukas Rupp und Benjamin Hübner fallen langfristig aus. Die Verletztenmisere setzt ein großes Fragezeichen hinter die ehrgeizigen Ziel Nagelsmanns. Beim Engagement des künftigen Chefs an der Seitenlinie wollen sich die Verantwortlichen Zeit lassen. Sportchef Alexander Rosen sagte der Sport Bild:
Angesprochen auf die erste Spielzeit in der Königsklasse gab Rosen zu Protokoll, dass man nicht nur antrete, "um die Hymne zu hören und drei schöne Stadien" zu sehen.
Vizeweltmeister Andrej Kramaric ist bei diesem Unterfangen dabei, der Kroate verlängerte seinen Vertrag. Der 27-Jährige ist heiß auf die Champions League: "Ich würde gerne gegen Real Madrid und den FC Barcelona spielen, weil wir dann auf meine Landleute Luka Modric und Ivan Rakitic treffen."
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