Borussia Mönchengladbach hat Probleme mit der Effizienz - VfL Wolfsburg träumt von Europa

Der Weg von Borussia Mönchengladbach in die Champions League wird immer beschwerlicher. Das 0:3 gegen den VfL Wolfsburg war die zweite Heimniederlage in Folge. Die zwischenzeitlichen Meisterträume rund um den Borussia-Park gehören damit der Vergangenheit an. Doch die Champions League soll es nach einer bisher so starken Saison für den Tabellendritten schon sein - wenn ein Problem behoben wird.

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Sportdirektor Max Eberl will jetzt "nicht alles in Grund und Boden reden", Trainer Dieter Hecking "die Ruhe behalten" und "den Kopf hochnehmen". Was nach Durchhalteparolen eines Abstiegskandidaten klang, waren die beschwichtigenden Worte der Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg. Hecking lieferte die Erklärung für die Wortwahl nach dem ernüchternden 0:3 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg gleich hinterher:

Zweite Heimniederlage hinterlässt Spuren

Die zwischenzeitlichen Meisterträume rund um den Borussia-Park gehören allerdings der Vergangenheit an, doch die Champions League soll es nach einer bisher so starken Saison für den Tabellendritten schon sein. "Ein Polster haben wir immer noch", sagte ein sichtlich angefressener Eberl, betonte aber: "Wir lassen uns nicht treiben."
Die zweite 0:3-Heimpleite in Serie hatte ihre Spuren hinterlassen. Hochkarätige Chancen wurden teils kläglich vergeben, bei den Gegentreffern von Yannick Gerhardt (38.) und Admir Mehmedi (68./83.) halfen die Gladbacher kräftig mit. "Wir waren vorne zu umständlich, hinten waren die Gegentore zu einfach", sagte Lars Stindl. In der derzeit "schwierigen Phase" belohne man sich für den "betriebenen Aufwand nicht", stellte der Kapitän fest.
15:5 Torschüsse, 12:1 Ecken, 56 Prozent Ballbesitz - die Zahlen sprachen eigentlich für die Borussia. Doch Hecking wollte sich davon nicht blenden lassen. Der Coach sagte:
Weiter beklagte er zu viele "Nachlässigkeiten" und die fehlende "Konsequenz".

Eiskalte Wolfsburger

Seine Spieler standen nach dem Abpfiff etwas ratlos auf dem Rasen, die aufmunternden Sprechchöre der Fans waren nur ein schwacher Trost. "Wir machen aus viel einfach zu wenig", klagte Christoph Kramer. Angesichts der vielen Chancen macht sich der Weltmeister von 2014 "aber keine Sorgen".
In Sachen Effizienz erteilte Wolfsburg den Gladbachern eine Lehrstunde. Drei Chancen, drei Tore - die Niedersachsen präsentierten sich bei ihrem bereits siebten Auswärtssieg in dieser Saison eiskalt. "Die Siege heben das Selbstvertrauen jedes einzelnen Spielers", sagte Trainer Bruno Labbadia.
Der Rückstand auf Gladbach beträgt nur noch fünf Punkte. Der einstige Abstiegskandidat befindet sich auf dem direkten Weg nach Europa. Weiter sagte Labbadia:
Die VfL-Profis genießen die Situation. "Wir gehen mit einer gewissen Leichtigkeit ins Spiel", sagte Joker Mehmedi. Neue Ziele wollte der Doppel-Torschütze aber nicht ausrufen. "Wir haben das vor der Saison nicht gemacht und machen es jetzt auch nicht", sagte Mehmedi.
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