So lief das Spiel:

Der Tabellenzweite aus Mönchengladbach präsentierte sich in der Anfangsphase als die aktivere Mannschaft, die erste Großchance aber ging auf das Konto der Berliner. Eine Ecke von Ondrej Duda rutschte bis zu Salomon Kalou am langen Pfosten durch, der heutige Hertha-Kapitän traf aus spitzem Winkel per Kopf ans Außennetz (13.).
Davon aufgerüttelt kamen auch die Hausherren zum ersten Mal wirklich gefährlich vors Tor, nach grandiosem Zuspiel von Lars Stindl scheiterte der aufgerückte Rechtsverteidiger Michael Lang aus fünf Metern am Hertha-Torwart Rune Jarstein (21.). Insgesamt taten sich die Fohlen in den ersten 45 Minuten enorm schwer zu Abschlüssen zu kommen, während die Gäste immer wieder gefährliche Nadelstiche setzten.
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Nach einer halben Stunde dann die nicht unverdiente Führung für unangenehm zu bespielende Berliner: Ein Konter der Hauptstädter landete rechts im Strafraum bei Kalou, der Nico Elvedi und Sven Neuhaus wie Slalomstangen stehen ließ und abgebrüht links unten zum 1:0 traf (30.). Es bedeutete zugleich Gladbachs erstes Gegentor im Kalenderjahr 2019.
Und das zweite sollte schon wenig später folgen: Davie Selke schüttelte Gegenspieler Matthias Ginter bei einem Sprint über den halben Platz scheinbar mühelos ab und hatte an der Grundlinie auch noch das Auge für den mitgelaufenen Duda. Der Slowake hatte aus vier Metern kein Mühe mehr – 2:0 (56.)!
Die bis zu diesem Spieltag beste Defensive der Liga offenbarte weiterhin große Lücken und ermöglichte Hertha zahlreiche Kontergelegenheiten - das vorentscheidende Tor aber fiel nach einem einfachen Standard. Dudas Freistoß kam maßgenau auf den Kopf des famos aufspielenden Selke, der seine körperlichen Vorteile gegenüber Stindl nutzte und mühelos zum 3:0-Endstand einköpfte (76.).

Die Stimmen:

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir waren 25 Minuten gut im Spiel. In dieser Phase müssen wir das Tor machen. Das haben wir verpasst. Nach dem 0:1 hat man die Ungeduld gespürt. Wir waren nicht so konzentriert. Die Niederlage ist absolut verdient."
Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach): "Wir sind es nicht gewohnt, dass wir hier zu Hause verlieren. Man muss Berlin ein Kompliment machen, sie haben das sehr gut verteidigt. Das Spiel müssen wir so schnell wie möglich abhaken."
Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir haben gut und konzentriert verteidigt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit bei Kontern viele Torchancen. Wenn wir eine gute Tagesform haben, dann können wir alle schlagen. Der Sieg war verdient. Respekt an die Jungs."
Davie Selke (Hertha BSC): "Wir wussten, es wird ein schweres Spiel. Dass es dann so gut für uns läuft, hätte ich nicht gedacht. Wir waren heute alle topmotiviert. Wie wir uns in der Abwehr in jeden Ball reingeworfen haben, verdient allerhöchsten Respekt."
Fabian Lustenberger (Hertha BSC): "Wir haben sehr gut verteidigt und intensiv gespielt. Wir haben dieses Jahr gegen Gladbach sechs Punkte geholt, das können nicht viele Mannschaften von sich behaupten. 3:0 in Gladbach zu gewinnen, ist ein Ausrufezeichen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Untypische Gladbacher Fehler

Was bei den Gladbachern in dieser Saison bisher so gut funktionierte, ging gegen Hertha über weite Strecken der Partie schief. Kaum einmal spielten sich die Hausherren vor das Berliner Tor und streuten zudem immer wieder folgenschwere, für das ansonsten so kombinationssichere Gladbacher Spiel untypische Ballverluste ein. Das ermöglichte der Dardai-Elf immer wieder brandgefährliche Gegenstöße über den pfeilschnellen Selke, einzig die schwache Herthaner Chancenverwertung verhinderte ein noch höheres Ergebnis.

Die Statistik: 2008

Hertha BSC hat zum ersten Mal seit September 2008 wieder ein Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach gewonnen. Damals erzielte der Kroate Gojko Kacar den 1:0-Siegtreffer am Niederrhein.

Mann gegen Mann: Die komplette Sendung mit Effenberg, Gunesch und Andreas & Oliver Müller

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