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Bundesliga | 1. FSV Mainz 05 schlägt den SC Freiburg klar und deutlich
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Publiziert 05/04/2019 um 22:24 GMT+2 Uhr
Der FSV Mainz 05 hat den SC Freiburg im eigenen Stadion klar und deutlich mit 5:0 (3:0)geschlagen. Bester Mann auf dem Feld war Mainz-Stürmer Jean-Philippe Mateta, der gleich dreimal traf (26./33./77.). Jean-paul Boetius hatte den Torreigen in der 20. Minute eröffnet, Karim Onisiwo traf zum zwischenzeitlichen 4:0.
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So lief das Spiel:
Freiburg bestimmte die Anfangsminuten, anschließend verflachte das Spiel zunächst für kurze Zeit, ehe Mainz einen Schnitzer von Keeper Alexander Schwolow eiskalt bestrafte und mit 1:0 in Führung ging. Dominique Heintz wurde in der eigenen Hälfte angelaufen, machte auf der linken Außenbahn einige Schritte nach hinten und spielte zu Schwolow, der versuchte, den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß nach vorne zu dreschen. Sein flacher Schlag landete bei Jean-Paul Boëtius, der aus etwa 30 Metern zum 1:0 ins leere Tor schoss (20.).
Die Streich-Elf wirkte aufgrund des überraschenden Rückstandes sehr verunsichert und leistete sich weitere individuelle Fehler, welche kompromisslose Nullfünfer höchsteffektiv ausnutzten und das Ergebnis nach oben schraubten.
Boëtius marschierte in der 26. Minute nach einem Fehlpass von Vincenzo Grifo aus der eigenen bis in die gegnerische Hälfte durchs Mittelfeld. Der einmalige niederländische Nationalspieler spielte in die Schnittstelle auf Jean-Philippe Mateta, der in der linken Sechzehnerhälfte aus spitzem Winkel flach zum 2:0 traf.
Sieben Minuten später klingelte es schon wieder. Ein missglückter Pass von Pascal Stenzel sorgte dafür, dass Pierre Kunde im Mittelfeld in Ballbesitz kam. Er legte nach links zu Boëtius, der vertikal auf Aarón Martin spielte. Dieser schob kurz vor der Grundlinie an den Fünferrand, wo Mateta zum 3:0 einschoss.
Zwar hatten die Breisgauer im ersten Abschnitt deutlich mehr Ballbesitz, waren etwas zweikampfstärker und kamen häufiger zum Abschluss, gegen einen hinten stabil stehenden Gastgeber war allerdings meist vor dem gegnerischen Strafraum Schluss.
SC-Coach Christian Streich stellte seine Grundformation im zweiten Durchgang etwas um, indem er unter anderem die Dreier- zur Vierer-Abwehrreihe machte. Die Gäste agierten von nun an in einer 4-2-3-1-Staffelung (zu Spielbeginn: 3-4-3). FSV-Trainer Sandro Schwarz justierte immer mal wieder nach und passte die Herangehensweise sowie die Aufstellung seiner Mannschaft an den Gegner an.
Nach dem Seitenwechsel war ein gleiches Bild zu erkennen: Deutlich aktivere Freiburger, die häufiger zum Abschluss kamen, aber zu unpräzise zielten und nicht annähernd über eine ähnliche Kaltschnäuzigkeit - wie die der Mainzer - verfügten. Zwei Schüsse platzierte der FSV in der zweiten Halbzeit aufs Tor, beide landeten auch darin.
In der 73. Minute schlug Schlussmann Florian Müller weit ab. Stenzel und der eingewechselte Onisiwo tauchten im Luftduell unter dem Ball hindurch, sodass dieser bei Boëtius landete, der in die linke Sechzehnerhälfte passte. Dort ließ Onisiwo Amir Abrashi ins Leere rutschen und schoss zum 4:0 ins rechte Eck.
Vier Minuten später rappelte es erneut im Netz: Onisiwo tankte sich auf der rechten Seite durch und flankte halbhoch an die Fünferkante, wo Mateta seinen Hattrick komplettierte, indem er in zentraler Position per Flugkopfball zum 5:0-Endstand traf.
Die Stimmen:
Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Ein wichtiger Sieg, der uns sehr guttut. Es war ein komisches Spiel - wir hatten zunächst wenig Zugriff in der Anfangsphase. Das 1:0 spielt uns dann natürlich in die Karten. Unser Umschaltspiel war sehr gut, dann gehen wir mit 3:0 in die Pause. Danach hätte es nochmal kippen können, aber wir waren einfach brutal effektiv und haben die Chancen eiskalt ausgenutzt."
Christian Streich: (Trainer SC Freiburg): "Wir haben gut und strukturiert angefangen, dann bekommen wir das 0:1. In der Folge bekommen wir Tore, bei denen Mainz die ihre Offensivqualität ausspielt. In der zweiten Halbzeit vergeben wir einige riesige Torchancen, dann bekommen wir insgesamt fünf Gegentore. Wenn man so hoch verliert, ist das verdient - keine Frage. Ich habe trotzdem kein Mentalitätsproblem bei meiner Mannschaft ausgemacht."
Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05): "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir die Punkte in Mainz behalten wollen. Das ist uns in den ersten Minuten noch nicht so gut gelungen. Wir haben es dann gut umgesetzt."
Florian Müller (1. FSV Mainz 05): "Ein super Spiel von der ganzen Mannschaft. Ich bin super froh, dass wir uns heute belohnt und ich kein Tor bekommen habe!"
Niko Bungert (1. FSV Mainz 05): "Wir haben heute Blut geleckt - gesehen wie sich ein Sieg anfühlt. Da wollen wir in den nächsten Wochen weitermachen."
Jean-Paul Boëtius (1. FSV Mainz 05): "Die ersten 15 bis 20 Minuten waren schwer. Das Tor war ein Befreiungsschlag - das Selbstvertrauen war wieder zurück!"
Jean-Philippe Mateta (1. FSV Mainz 05): "Ich bin sehr stolz, dass ich heute drei Tore erzielen konnte! Ich bin heute meinem Auftrag nachgekommen, Tore zu erzielen."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: No Petersen, no party!
Nils Petersen wechselte Anfang 2015 - zunächst als Leihgabe - aus Bremen nach Freiburg. Seither verpasst er lediglich 14 Bundesligapartien für den Sport-Club. Die erste davon wurde gewonnen (2:0 im Februar 2015 bei Hertha BSC), seitdem setzte es ohne seine Anwesenheit - wie auch diesmal - keinen Dreier mehr (sieben Niederlagen, sechs Unentschieden). Er zog sich vor etwas mehr als einer Woche einen Muskelfaserriss zu und wird wohl auch im nächsten Ligaspiel gegen Bremen fehlen.
Die Statistik: 5:0
Rekordsieg! Höher gewann der 1. FSV Mainz 05 im deutschen Fußball-Oberhaus noch nie. Die Freiburger wurden 2005 von den Nullfünfern schon einmal mit 5:0 geschlagen. Auch der SC Paderborn (2015) verlor in derselben Höhe.
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