Bayer Leverkusen schlägt den VfB Stuttgart dank Kevin Volland

Bayer Leverkusen hat sich mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart weiter von der Abstiegszone entfernt. Matchwinner war Kevin Volland, der die Bayer-Elf vor 24.632 Zuschauern in der BayArena mit seinen beiden Treffern (76., 83.) zum Erfolg schoss. "Es war ein Arbeitssieg für uns", befand Leverkusens Trainer Heiko Herrlich, der mit seinem Team nun auf Rang zehn steht.

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So lief das Spiel:

In einer von vielen Unsicherheiten geprägten Anfangsphase zeigte Bayer im Kellerduell mit dem VfB die etwas reifere Spielanlage und kam durch Volland (7.) und Kai Havertz per Schlenzer (12.) zu ersten Abschlüssen. Kurz darauf bekam die "Werkself" nach einem Handspiel von Emiliano Insua zunächst einen Elfmeter zugesprochen, der nach Rücksprache mit dem Videoassistenten korrekterweise zurückgenommen wurde. Insua hatte den Ball zwar mit der Arm gespielt, jedoch kurz vor der Sechzehnerlinie (15.).
Leverkusen blieb durchweg die spielbestimmende Mannschaft und vergab durch Tin Jedvaj nach einer halben Stunde die größte Führungschance im ersten Durchgang. Nach einem butterweichem Fußgelenk-Pass von Havertz fehlte dem aufgerückten Verteidiger im Abschluss die nötige Konzentration (30.).
Kurz nach dem Seitenwechsel musste Bayer-Torwart Lukas Hradecky zum ersten Mal ernsthaft eingreifen und lenkte einen flatternden Distanzschuss von Gomez gerade noch zur Ecke (52.). Auf der Gegenseite vergab Volland nach einem herrlichen Bayer-Konter die bis dato größte Chance zur Führung und brachte den Ball zum Entsetzen aller aus fünf Metern nicht im leeren Tor unter (60.).
Der Bayer-Angreifer ließ von der vergebenen Großchance nicht aus der Ruhe bringen und gab mit dem vorentscheidenden Doppelschlag binnen sieben Minuten die passende Antwort. Bei einer kurz ausgeführten Leverkusener Ecke vergaß die VfB-Abwehr Havertz an der Grundlinie, dessen Flanke Volland aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie köpfte (76.).
Auf Zuspiel des eingewechselten Lucas Alario machte Volland in der 83. Minute mit einem satten Abschluss von der Strafraumgrenze alles klar und verschaffte Bayer Leverkusen die so dringend benötigte Luft im dicht gedrängten Tabellenkeller der Bundesliga.

Die Stimmen:

Julian Brandt (Bayer Leverkusen): "Hauptsache wir haben heute gewonnen. Wir haben das heute ganz gut gemacht und seriös zu Ende gespielt. Ich hoffe, dass das auch in den nächsten Wochen der Fall ist."
Kai Havertz (Bayer Leverkusen): "Wir wussten, dass der VfB versuchen wird, sich hinten rein zu stellen. Wichtig war es, die Geduld zu bewahren. So lange du es immer weiter versuchst, wird es irgendwann funktionieren. Wir sind sehr froh, dass wir uns heute belohnen konnten."
Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen): "Es war ein Arbeitssieg. Stuttgart, das hat man heute gesehen, ist besser als der Tabellenplatz. Wir hatten unsere Möglichkeiten in der ersten Halbzeit, aber konnten sie nicht nutzen. Wir haben durch die Standards den Sieg erzwungen und bin der Meinung, dass es sehr gut war. Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und wenig zugelassen. Wir haben versucht über die Basics ins Spiel zu kommen und wollten uns über den Kampf Sicherheit holen. Wir haben eine gute Leistung gezeigt - Intensität und Mentalität waren heute vorhanden: Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen. Aber wichtig ist, dass wir in den nächsten Spielen genauso verteidigen und unbedingt gewinnen wollen."
Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen): "Es war ein Arbeitssieg. Stuttgart, das hat man heute gesehen, ist besser als der Tabellenplatz. Wir hatten unsere Möglichkeiten in der ersten Halbzeit, aber konnten sie nicht nutzen. Wir haben durch die Standards den Sieg erzwungen und bin der Meinung, dass es sehr gut war. Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und wenig zugelassen. Wir haben versucht über die Basics ins Spiel zu kommen und wollten uns über den Kampf Sicherheit holen."
Dennis Aogo (VfB Stuttgart): "Wir wollten heute etwas mitnehmen. Leverkusen hat aber eine unglaubliche Offensive, die immer in der Lage ist, etwas mitzunehmen. Es bringt jetzt nicht zu jammern. Wir müssen in allen Mannschaftsteilen kompakter sein und als Team besser verteidigen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Stuttgart fehlt ein Spielmacher

Bis auf zwei Abschlüsse von Mario Gomez hatte der VfB in der Offensive nicht viel zu bieten. Im zweiten Durchgang stellte Trainer Markus Weinzierl angesichts der offensiv nicht bundesligareifen Vorstellung in Hälfte eins auf eine Doppelspitze um und beorderte mit Christian Gentner einen gelernten zentralen Mittelfeldspieler an die Seite von Gomez.
Eine Umstellung, die zum einen nichts bewirkte und zum anderen das Hauptproblem des VfB verdeutlichte. In der Offensive fehlt den Schwaben ein Spielmacher im Zentrum, der die Angreifer mit Pässen füttert. So blieb das flankenlastige Spiel der Gäste über die Flügel extrem ausrechenbar und stellte die Bayer-Defensive kaum vor Probleme.

Die Statistik: 35

Das 1:0 bedeutet den 35. Leverkusener Bundesligasieg gegen den VfB. Gegen kein anderes Team gewann die "Werkself" in ihrer Bundesliga-Historie häufiger als gegen den Lieblingsgegner aus Stuttgart.
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