So lief das Spiel:

Nach dem Europapokal-Aus der TSG 1899 Hoffenheim unter der Woche bei Manchester City fand die Elf von Julian Nagelsmann schnell in die Partie und übte früh Druck aus. Viel mehr als die Chance von Pavel Kaderabek, der nach einem Eckball von Kerem Demirbay am stark reagierenden Yann Sommer scheiterte (4.), kam dabei aber nicht heraus.

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Monchengladbach zog sich seinerseits weit zurück und versuchte es über Konter. Thorgan Hazard (15./27.) kam dabei zweimal zum Abschluss, verzog mit rechts aber zweimal deutlich. Alassane Plea scheiterte zudem an Oliver Baumann (9.).

Zwei vermeintliche Tore der Hoffenheimer durch Andrej Kramaric und Joelinton wurden zurecht wegen vorheriger Abseitspositionen nicht anerkannt, wie auch der Video-Assistent zügig und vor allem korrekt bestätigte, sodass es in einem insgesamt eher mäßigen Spiel torlos in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel stellte die Mannschaft von Dieter Hecking die Offensivbemühungen dann weitestgehend ein. Von Minute zu Minute wurde die Überlegenheit der Gastgeber größer. Nagelsmann wechselte offensiv und hatte mit Joelinton, Ishak Belfodil und Adam Szalai in der Schlussphase drei Mittelstürmer auf dem Feld, die aber allesamt mehr und mehr an Sommer verzweifelten.

25:4 Torschüsse zählte die Statistik am Ende zugunsten von Hoffenheim, der 25. und letzte war es dann, der einem großen Showdown gleichkam. Eine Flanke aus dem rechten Halbfeld von Demirbay fand Ermin Bicakcic, dessen Kopfball aus fünf Metern mit einem sensationellen Reflex von Sommer entschärft wurde (90.+3).

So blieb es bei dem für Gladbach sehr glücklichen torlosen Remis.

Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Wir haben ein unglaublich gutes Spiel gemacht, viel investiert und viel Druck erzeugt. Ich hatte das Gefühl, dass ein Tor in der Luft lag. Ich bin guter Dinge, dass das Momentum bald wieder auf unsere Seite kippt."

Leonardo Bittencourt (TSG 1899 Hoffenheim): "Es war bitter, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Zu Null ist immer schön, doch heute müssen wir einfach gewinnen. Wir haben einen breiten Kader und sind alle fit, deshalb können wir auch so ein Tempo gehen."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Ich bin bestens gelaunt, weil wir einen sehr glücklichen Punkt mitgenommen haben. Mit der spielerischen Leistung bin ich nicht zufrieden, aber mit dem Willen. Das stimmt mich sehr positiv."

Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach): "Das Ergebnis ist das Beste am Spiel. Wir wollten unseren Fans viel mehr bieten, hier mutiger auftreten. Auswärts fällt es uns viel schwieriger als zu Hause. Wir nehmen den Punkt gerne mit, doch der ist glücklich. In der ersten Halbzeit war Hoffenheim schon besser, und das wurde dann immer deutlicher."

Der Tweet zum Spiel:

Nico Elvedi lieferte gegen Hoffenheim tatsächlich eine bärenstarke Leistung ab und war gemeinsam mit Sommer bester Spieler auf dem Feld.

Das fiel auf: Hoffenheimer Gemotze

Tatsächlich fiel auf, dass die Hoffenheimer kaum einen Zweikampf und schon gar keinen Pfiff von Referee Benjamin Cortus unkommentiert ließen. Auch Coach Nagelsmann war im ständigen Disput mit dem 4. Offiziellen, obwohl es für derartig viele Beschwerden keinen offensichtlichen Grund gab.

Die Statistik: 100/67

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