So lief das Spiel:

Das Spiel begann munter, die Borussia war aktiver. Die erste Chance ergab sich nach einem Fehler in der Gladbacher Verteidigung allerdings für Mainz: Nico Elvedi spielte einen fahrlässigen Querpass am eigenen Sechzehner, Jean-Philippe Matete ging dazwischen, verfehlte das Tor nur knapp (8.). Auf der Gegenseite ergab sich kurz darauf für Lars Stindl die Chance zur Führung (12.).
Gladbach blieb spielbestimmend, die besseren Chancen verbuchten zunächst aber die Gäste, erneut setzte Mateta aus der Distanz die Kugel knapp am Tor vorbei (17.).
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Ein schneller, direkter Angriff über mehrere Stationen brachte Gladbach in der 21. Minute die Führung: Thorgan Hazard steckte den Ball in den Sechzehner zu Hofmann durch, der allein vor FSV-Schlussmann Florian Müller mustergültig einschob. Die prompte Ausgleichschance der Mainzer durch Ridle Baku vereitelte Sommer (23.). Es entwickelte sich eine abwechslunsgreiche Partie zweier offensiv eingestellter Mannschaften.
Den zweiten Durchgang begannen die Gäste aktiver, allerdings ohne nennenswerte Strafraumszenen. Effektiver zeigte sich anschließend die Borussia – begünstigt durch individuelle Fehler und vogelwildes Verteidigen der Rheinhessen. Zunächst markierte Hofmann in der 53. Minute seinen zweiten Treffer zum 2:0. Dabei griff Müller bei einer halbhohen Hereingabe vors Tor ins Leere, in seinem Rücken musste Hofmann nur noch einschieben. Fünf Minuten später vollendete Hazard einen mustergültigen Konter über Stindl und Alassane Pléa mit einer Direktabnahme aus elf Metern zum 3:0.
In der 63. Minute verlor Mainz den Ball weit aufgerückt im Aufbau, Müller kam überambitioniert aus dem Gehäuse, wurde außerhalb des Sechzehner von Hofmann überlaufen und der 26-Jährige erzielte allein vor dem Tor das 4:0. Die Partie war daraufhin entschieden, Mainz spielerisch und von der Moral her geschlagen. Oscar Wendt (82.) und Pléa (87.) verbuchten in der Schlussphase weitere gute Abschlüsse der Borussia (82.).

Die Stimmen:

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Ich glaube, das kommt einfach mit der Zeit. Man erarbeitet sich Selbstvertrauen Woche für Woche. Natürlich darf man auch immer spielen. Aber nichtsdestotrotz muss man sich das erarbeiten, da gehört natürlich auch Glück dazu und eine Mannschaft, die dich in die Möglichkeit und die Situation bringt. Dreimal wurde das Tor heute super rausgespielt, Kompliment an die Mannschaft, großes Lob dafür. Das bin nicht ich nur alleine, der diese drei Tore erzielt hat."
Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es ist eine fantastische Momentaufnahme, dass wir nach dem achten Spieltag auf Platz zwei stehen. Aber das ist das Ergebnis harter Arbeit. Es ist schön, dass die Bundesliga im Moment so spannend ist."
Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben in der ersten Halbzeit bei zu vielen Ballverlusten jugendlichen Leichtsinn an den Tag gelegt. Wir wollten zu viel zu schnell wieder gut machen. Da müssen wir uns verbessern."
Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz): „Bei so einem guten Gegner musst du das erste Tor schießen. Wir waren in der ersten Halbzeit eigentlich nah dran, gut im Spiel, waren mutig. Gladbach macht dann das Tor. Wir müssen jetzt bei unserer Marschroute bleiben, selbstbewusst bleiben.“

Das fiel auf: Mainzer Negetivtrend

Die 0:4-Niederlage bedeutete für Mainz das fünfte torlose Spiel in Folge in der Bundesliga – Vereinsnegativrekord. In acht Spielen kommt das Team von Sandro Schwarz damit auf magere vier Treffer. Es ist die große Baustelle des FSV, dabei spielte Mainz gegen Gladbach zumindest im ersten Durchgang engagiert nach vorne, verpasste dreimal knapp den Torerfolg. Es fehlt jedoch die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse, manchmal auch das Quäntchen Glück. Statistisch ist nur jeder 28. Abschluss bei den Mainzer in dieser Saison ein Torerfolg. Im zweiten Durchgang nahm sich Mainz durch individuelle Fehler selbst aus dem Spiel – und kassierte genauso viele Gegentore wie in den sieben Spielen zuvor. Hinzu kommt eine Serie von nun fünf sieglosen Spielen.

Der Tweet zum Spiel

Für Jonas Hofmann war es der erste Dreierpack seiner Karriere. Der letzte Gladbacher, dem ein Dreierpack gelang, war Benjamin Hrgota – 2013 ebenfalls gegen Mainz.

Die Statistik: 2

Am vergangenen Spieltag besiegte Gladbach Rekordmeister Bayern München mit 3:0. Doch schwerer als Siege gegen den Branchenprimus sind die Spiele danach: Von den vorherigen 12 Mannschaften, die die Bayern besiegt hatten, ist Gladbach erst das zweite Team, das durch das 4:0 gegen Mainz auch die darauffolgende Partie für sich entschied.
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