Bundesliga: Eintracht Frankfurt beißt sich mit Sieg in Augsburg oben fest

Eintracht Frankfurt reitet in der Bundesliga weiter auf der Erfolgswelle. Die Hessen gewannen am 12. Spieltag mit 3:1 (1:0) beim FC Augsburg. Jonathan de Guzman brachte den Pokalsieger nach einer Minute in Führung, Sébastien Haller (49.) und Ante Rebic (68.) erhöhten, ehe Sergio Cordova (90.) für den FAC traf. Frankfurt hat aus den vergangenen sieben Ligaspielen 19 von 21 möglichen Punkten geholt.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Im Spiel zwischen dem FC Augsburg und der Frankfurter Eintracht ging es um wichtige drei Punkte. Die Hausherren wollten sich aus dem Tabellenkeller befreien, Frankfurt schielte auf Platz zwei in der Tabelle. Diese Aussicht sorgte für einen sichtlichen Motivationsschub bei den Hessen - nach nur 54 Sekunden machten die Frankfurter klar, wer Chef im Ring war. Der starke Haller machte einen Ball aus dem Zentrum fest und steckte stark durch auf de Guzman. Aus halbrechter Position knallte der Mittelfeldmann den Ball zur Führung in die Maschen.
Trotz des sehr frühen Rückstands ließen sich die Augsburger nicht von ihrem Drei-Punkte-Plan abbringen. In einer sehr intensiven und hochklassigen Partie kamen beide Mannschaften zu sehr guten Torchancen. In der 22. Minute gelang den Hausherren der vermeintliche Ausgleich. Michael Gregoritsch war nach einem Steilpass auf und davon, umkurvte Kevin Trapp und schob ein. Der Treffer zählte allerdings nicht - beim Zuspiel stand der Angreifer hauchzart im Abseits.
Fünf Minuten zuvor verballerte Rebic noch die Großchance zum 2:0. Nach Vorarbeit von Luka Jovic kam der Stürmer völlig freistehend aus sechs Metern zum Abschluss. Das Tor war leer, doch Rebic schoss den Ball rechts am Kasten vorbei. Hochkaräter auf beiden Seiten - dennoch ging es nur mit einer knappen 1:0-Gästeführung in die Halbzeitpause.
Im zweiten Durchgang gelang erneut den Gästen ein Start nach Maß. In der 47. Minute klingelte es im Augsburger Kasten. Jovic setzte sich stark auf der linken Seite durch und setzte Haller in Szene, der vor Andreas Luthe eiskalt blieb und per Tunnel zum 2:0 für Frankfurt traf.
Mit den zwei Toren im Rücken änderten die Gäste in der Folge ihre taktische Ausrichtung. Augsburg übernahm den spielerischen Part, die Frankfurter lauerten auf Konterchancen und waren stets gefährlich. In der 69. Minute legten die Gäste nach. Danny da Costa wurde auf der rechten Seite lang geschickt, legte vor Luthe quer - Rebic musste den Ball nur noch über die Linie schieben. Die Vorentscheidung und damit letztlich der perfekte Dreier für die Hessen. Die letzte Aktion gehörte jedoch den Hausherren. Der eingewechselte Cordova erzielte nach einem Eckball von der linken Seite den Ehrentreffer. Caiuby legte quer, der Stürmer stach zu.

Die Stimmen:

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Das Spiel ist extrem bitter gelaufen. Wir wussten um die Stärke der Eintracht mit ihren drei starken Stürmern. Deshalb ist es nicht ganz verständlich, was uns beim 0:1 geritten hat. Die Mannschaft hat es nach vorne ordentlich gemacht und war sehr nah am Ausgleich, da musst du eins machen. Wir haben immer was versucht, sind immer drangeblieben, das ist das Positive. Aber wir haben zu viele Chancen vergeben und uns hinten nicht clever verhalten. Die Niederlage ist verdient."
Martin Hinteregger (FC Augsburg): "Wir haben uns schwergetan gegen die drei Offensiven, die sind einfach richtig gefährlich, richtig stark. Aber natürlich ist es kein optimaler Start, wenn du zweimal so früh in Rückstand gehst."
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war ein unglaublich schwieriges Spiel, ich bin sehr glücklich über das 3:1. Wir haben super Momente gehabt, bevor Augsburg in Fahrt kommt, müssen wir aber schon das 2:0 machen. Wir hatten noch einige Chancen, um höher zu gewinnen, hätten aber auch mehr Gegentore bekommen müssen. Die Eintracht hat hier noch nie gewonnen, daher bin ich stolz. Die Tabelle schaut jetzt noch besser aus, aber wir können das Ganze gut einordnen und ich besonders."

Das fiel auf: Brandheißes Trio

Die Liga schaudert vor dem hessischen Offensivtrio Jovic, Haller und Rebic. Die drei Top-Stürmer sorgen für extrem erfolgreiche Zeiten in Frankfurt. Mit insgesamt 23 Treffern sind sie der torgefährlichste Angriff in der Bundesliga. In der vergangenen Saison kamen sie auf insgesamt 23 Tore. Lange wird es in dieser Saison nicht mehr dauern, bis sie diese Marke überbieten werden. Ein torgefährlicheres Bundesliga-Trio nach zwölf Spieltagen gab es nur in der Saison 1976/77: Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß brachten es auf 30 Tore.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 250

Die Heimpartie gegen Eintracht Frankfurt war für die Augsburger die insgesamt 250. Partie in der Beletage des deutschen Fußballs. 2011 stiegen die "Fuggerstädter" in die Bundesliga auf - abgestiegen sind sie seither noch nie. In ihrer Bundesliga-Historie kommen die Augsburger auf 77 Siege, 71 Unentschieden und 102 Niederlagen.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung