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Big Point im Abstiegskampf: Augsburg feiert Comeback-Sieg gegen Hannover

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André Hahn; Jonathan Schmid

Fotocredit: Imago

VonTobias Forstner
16/03/2019 Am 16:30 | Update 16/03/2019 Am 17:40

Der FC Augsburg hat das Abstiegsduell am 26. Spieltag gegen Hannover 96 für sich entschieden. Die Elf von Manuel Baum setzte sich nach frühem Rückstand noch mit 3:1 (0:1) gegen die Niedersachsen durch. Hendrik Weydandt hatte 96 bereits in der 8. Minute in Führung gebracht. Sergio Córdova (65.), Jonathan Schmid (78.) und André Hahn (86.) drehten die Partie jedoch zugunsten der Hausherren.

So lief das Spiel:

Hannover begann forsch und bereitete der Augsburger Hintermannschaft in der Anfangsphase einige Schwierigkeiten. In der 8. Minute rappelte es im Netz: Kevin Danso agierte bei einem langen Ball der Gäste sehr zögerlich, sodass Gregor Kobel gezwungen war, aus seinem Kasten zu laufen und das Spielgerät wegzufausten. Linton Maina nahm den kurzen Abwehrversuch an und schloss ab - Rani Khedira rettete zunächst per Kopf, nach einer Bogenlampe stieg jedoch Hendrik Weydant am höchsten und nickte über Kobel hinweg zum 1:0 ein.

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Nach der verdienten Gästeführung investierte Augsburg mehr in die Offensive, konnte den hohen Ballbesitzanteil (70 Prozent in der ersten Halbzeit) aber relativ selten in Torgefahr ummünzen. 96 zog sich nach dem Führungstor zurück und lauerte auf Konter.

Der FCA leistete sich im Defensivbereich einige leichtsinnige Fehler, die vor allem der perfekt harmonierenden Doppelspitze, bestehend aus Weydandt und Jonathas, einige gute Abschlussmöglichkeiten bescherte.

Der zweite Abschnitt startete wie der erste: 96 war in den ersten Minuten aktiver, fokussierte sich dann aber auf Fehlervermeidung und Ergebnisverwaltung. Die Fuggerstädter drückten mit zunehmender Dauer immer stärker auf den Ausgleich - in der 52. Minute stand jedoch lediglich ein Stück Aluminium einem Zwei-Tore-Rückstand im Weg.

Sergio Cordova (l.) trifft zum 1:1 für den FC Augsburg

Fotocredit: Getty Images

Nach einem Foulspiel von Daniel Baier an Jonathas gab es aus etwa 25 Metern Freistoß für die Gäste: Genki Haraguchi wuchtete den Ball über die Mauer an den Querbalken.

13 Minuten später wurde es erneut nach einem ruhenden Ball gefährlich - diesmal auf der anderen Seite. Philipp Max beförderte eine Ecke von links in die Box. Der Ball landete über Unwege im Rückraum bei André Hahn, der aus etwa 13 Metern den rechten Pfosten traf. Der Abpraller landete bei Sergio Córdova, der zum 1:1 einköpfte.

Anschließend investierten die Hausherren weiterhin deutlich mehr ins Offensivspiel als passive Hannoveraner, auf deren Seite Coach Thomas Doll nach dem 1:1 zweimal defensiv wechselte. Augsburg startete eine Schlussoffensive - mit sehr positivem Ausgang.

Aufgrund eines Handspiels von Oliver Sorg gab es in der 78. Minute im linken Halbfeld, etwa 26 Meter vor dem Gehäuse, Freistoß für den FCA. Der Großteil der Protagonisten rechnete wohl mit einer Flanke, doch Jonathan Schmid visierte das Tor an und traf links unten zum 2:1.

Acht Minuten später bediente Danso Hahn, der in die rechte Strafraumhälfte eindrang und den Ball flach unter Michael Essers Oberkörper zum 3:1-Endstand ins lange Eck jagte.

Die Stimmen zum Spiel:

Oliver Sorg (Hannover 96): "Es war sehr couragiert, es war sehr leidenschaftlich. Wir haben uns in jeden Ball reingehauen, wir haben uns überall dazwischengeworfen - und das ist, was die Fans gefordert haben, was wir von uns selbst gefordert haben."

Hendrik Weydant (Hannover 96): "Man merkt: Der Frust sitzt tief, es ist ein Stück weit Aggressivität zu verspüren. Man muss jetzt natürlich aufpassen, dass man sich an die eigene Nase fast und nicht versucht, irgendwo anders die Schuld zu suchen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Baums goldenes Händchen

FCA-Trainer Manuel Baum bewies wieder einmal ein goldenes Händchen, indem er Córdova in der 59. Minute ins Spiel brachte. Lediglich sechs Minuten später glich der venezolanische Joker für seine Mannschaft aus. Córdova schoss all seine fünf Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus als Einwechselspieler, womit er der Bundesliga-Topjoker der Augsburger Vereinsgeschichte ist.

Die Statistik: 3

Augsburgs Schmid verwandelte in der laufenden Saison bereits den dritten direkten Freistoß. Ligahöchstwert!

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