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Bundesliga: Eintracht Frankfurt lässt gegen SC Freiburg nichts anbrennen

Büffel-Trio trifft: Frankfurt lässt gegen Freiburg nichts anbrennen

19/01/2019 um 17:22Aktualisiert 19/01/2019 um 23:08

Eintracht Frankfurt hat zu Beginn der Rückrunde souverän gegen den SC Freiburg gewonnen. Das treffsichere Trio bestehend aus Sébastian Haller (36.), Ante Rebic (40.) und Luka Jovic (45.) sorgte für den 3:1 (3:0)-Erfolg der Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Der Anschlusstreffer für die Gäste durch Nils Petersen in der 69. Minute kam zu spät. Ein Tor von Jetro Willems wurde per VAR aberkannt (78.).

So lief das Spiel:

Die Eintracht versuchte das Spiel zu dominieren, doch die tiefstehenden Freiburger ließen lange Zeit keine nennenswerten gegnerischen Strafraumszenen zu. In der ersten halben Stunde erarbeite sich der Sport-Club einige Abschlüsse, aufgrund fehlender Präzision fiel allerdings kein Gästetor. Es folgten einige Minuten, die von Fouls im Mittelfeld geprägt waren. Dann überrollte die Frankfurter "Büffelherde" die Breisgauer: Sébastien Haller, Ante Rebić und Luka Jović trafen innerhalb kurzer Zeit - 100 Prozent der SGE-Torschüsse der ersten Halbzeit endeten im Kasten.

In der 36. Minute führten die "Adler" eine Ecke kurz aus. Florian Niederlechner fälschte Sebastian Rodes Hereingabe von rechts ab. Der Ball landete bei Rebić, der per Kopf an die Fünfergrenze verlängerte, wo Haller zum 1:0 einnickte.

Lediglich vier Minuten später bediente Evan Ndicka Rebić per Querpass. Der kroatische Vizeweltmeister startete ein Dribbling, ließ Janik Haberer ins Leere rutschen und schlenzte aus zentraler Position, etwa 18 Meter vor dem Kasten, zum 2:0 ins rechte obere Eck.

Kurz vor dem Pausenpfiff leistete sich Robin Koch einen haarsträubenden Fehler, indem er sich den Ball im Aufbau zu weit nach vorne legte. Er versuchte die Situation mit einem Querpass zu entschärfen, doch Jović fing ab, lief auf Keeper Alexander Schwolow zu und schob aus 15 Metern flach zum 3:0 ein (45.).

Frankfurt fokussierte sich im zweiten Abschnitt auf die Defensivarbeit und lauerte auf Konter. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich erhöhte das Risiko, indem sie kollektiv höher als vor dem Seitenwechsel agierte. Das ermöglichte den Hessen viele Räume, welche sie für schnelle Gegenzüge nutzten. Sie konnten jedoch nicht an die perfekte Chancenverwertung aus der ersten Halbzeit anknüpfen.

In der 68. Minute verkürzte der SC auf 1:3: Lukas Kübler schickte Jérôme Gondorf, der von rechts scharf ins Sechzehnerzentrum gab. Dort lauerte der eingewechselte Nils Petersen und verwandelte aus geringer Entfernung (69.). Mit seinem 38. Bundesliga-Treffer im Freiburger Dress ist Petersen somit alleiniger vereinsinterner Rekordtorschütze.

Nach ihrem ersten Treffer kamen die Gäste häufig lediglich aus der zweiten Reihe zum Abschluss und gingen leistungsgerecht als Verlierer vom Platz.

Die Stimmen:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir hatten zehn tolle Minuten, ansonsten haben wir kein gutes Spiel gemacht. Wir sind viel zu oft dem Ball hinterhergerannt. Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden - mit der Leistung nicht."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ein furchtbares Spiel für uns. Aus meiner Sicht hat taktisch alles gepasst, aber wir haben die Räume nicht genutzt. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass es 0:0 steht. Wir haben Druck gemacht und es wäre mehr drin gewesen. Ich bin sehr enttäuscht. Frankfurt hat nach unseren Fehlern Tore geschossen - das ist Qualität. In der zweiten Halbzeit haben wir auf ein Tor gespielt. Diese Niederlage müssen wir uns selbst zuschreiben."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Rückkehr der "verlorenen Söhne"

In seinen zwei Jahren beim Sport-Club erlebte Vincenzo Grifo seine bislang erfolgreichste Zeit im Profifußball. In der Aufstiegssaison 15/16 steuerte er 14 Tore und ebenso viele Assists bei, in der darauffolgenden Spielzeit traf er sechsmal und legte 13 Treffer auf. Bei seinen Anschlussstationen in Mönchengladbach und Hoffenheim konnte er sich - bei der TSG zumindest bisher - nicht durchsetzen, weswegen er bis zum Saisonende aus dem Kraichgau ausgeliehen ist. Bei seinem Comeback gehörte der italienische Nationalspieler zu den leistungsstärksten Freiburgern. Ähnlich erging es Rode, der bereits von 2010 bis 2014 für die Eintracht kickte, ehe er beim FC Bayern (2014-2016) und Borussia Dortmund (2016-2019) nicht zum Stammpersonal gehörte. Rode ist vom BVB ebenfalls bis zum Ende dieser Saison ausgeliehen. Auch er stand wie Grifo in der Startelf. Zwar fügte sich Rode gut in das Team ein, jedoch verlor er den Großteil seiner Zweikämpfe (sieben von zwölf), was auf der Position eines eher defensiv orientierten zentralen Mittelfeldspielers erhebliche Folgen haben kann.

Die Statistik: 3

Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg duellierten sich bereits zum dritten Mal im ersten Bundesligaspiel des Jahres. 2015 setzten sich die Breisgauer vor heimischer Kulisse mit 1:0 durch, 2018 gab es in Hessen keinen Sieger (1:1).

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