Daniel Caligiuri schießt VfL Wolfsburg ab - FC Schalke 04 atmet auf

Der FC Schalke 04 hat zum Bundesliga-Rückrundenauftakt einen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg gefeiert. Für "Königsblau", das in der Hinrunde seinen Ansprüchen hinterherhinkte, war das ein kleiner Befreiungsschlag. Daniel Caligiuri (8., Elfmeter/78.) erzielte beide Treffer für S04, für Wolfsburg traf Elvis Rexhbecaj (20.). Für Schalke war es der sechste Saisonsieg.

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So lief das Spiel:

Schalke-Trainer Domenico Tedesco präsentierte schon vor Spielbeginn die erste Überraschung und gab Alexander Nübel den Vorzug vor Kapitän und Stammtorwart Ralf Fährmann. In der vierten Minute durfte sich Nübel zum ersten Mal auszeichnen und entschärfte einen Mehmedi-Kopfball aus kurzer Distanz mit einem grandiosen Reflex (4.). Kurz darauf kam auf der Gegenseite Wolfsburgs William nach einem Stockfehler im eigenen Strafraum zu spät gegen Schöpf. Den fälligen Strafstoß verwandelte der zuverlässige Daniel Caligiuri sicher zur frühen Schalker Führung (8.).
Besonders lange konnten die "Königsblauen" den knappen Vorsprung allerdings nicht verteidigen. Nach toller Flanke von Renato Steffen traf der allein gelassene Admir Mehmedi aus kurzer Distanz nur den Pfosten, den Nachschuss verwertete Elvis Rexhbecaj mit einem konsequenten Abschluss zum verdienten Ausgleich (20.). Eine erneute Nübel-Parade im direkten Duell mit dem vollkommen freien Yannick Gerhardt verhinderte nach gut einer halben Stunde den Schalker Rückstand gegen spielerisch in allen Belangen überlegene Gäste (27.).
Nach einer spielerisch indiskutablen ersten Hälfte kamen die Schalker vielversprechend aus der Kabine. Mark Uth scheiterte zunächst mit einem Kopfball am klasse reagierenden Koen Casteels. Die folgende Ecke verlängerte Sebastian Rudy mit dem Hinterkopf an die Latte (50.).
So schnell wie sie kam, so schnell ebbte die Schalker Drangphase auch wieder ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken im Mittelfeld – bis zur 78. Minute. Weston McKennie nutzte seine großen Freiräume und bediente anschließend Caligiuri im Strafraum. Der Rechtsverteidiger schlug noch einen Haken und traf mit links zum erlösenden Schalker Siegtreffer (78.).

Die Stimmen:

Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke): "Wir haben uns vorgenommen, von hinten raus Fußball zu spielen. Das hat im ersten Durchgang nullkommanull funktioniert. Durch den Systemwechsel hatten wir Zugriff, danach war es eine super zweite Halbzeit."
Daniel Caligiuri (FC Schalke): "Wir haben schwer ins Spiel gefunden, durch die Umstellung auf die Dreierkette haben mehr Zugriff gehabt. Nach der zweiten Halbzeit geht der Sieg auch in Ordnung. Wir hoffen, dass wir jetzt so weitermachen."
Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten zwei Großchancen, bevor wir diesen doofen Elfmeter bekommen haben. Wir haben uns danach kurz geschüttelt und das Spiel völlig in den Griff bekommen. Was gefehlt hat, war das 2:1. In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner mit einfachen Ballverlusten aufgebaut. Es ist total schade, weil wir hier mehr Möglichkeiten hatten."

Der Tweet zum Spiel: Elvis is back!

Das fiel auf: Schalke lange wie ein Auswärtsteam

Heimspiel, ausverkauftes Haus, erwartungsfrohe Stimmung: Die Bühne war bereitet für die von Schalke ausgerufene Leistungssteigerung in der Rückrunde. Was die Tedesco-Elf anschließend aber auf dem Rasen ablieferte, dürfte jedem Ansatz aufkeimender Euphorie einen herben Dämpfer verpasst haben. S04 präsentierte sich in der Offensive ohne Plan und Abstimmung. Wolfsburg spielte die Knappen in deren Stadion mit im ersten Durchgang über 70 Prozent Ballbesitz nahezu an die Wand.
Nach der Umstellung auf eine Fünferkette zur Pause kehrte etwas mehr Ballsicherheit und Struktur in die Schalker Angriffsbemühungen ein. Auch wenn der Sieg am Ende schmeichelhaft ausfällt, dürfte das Modell Fünferkette als Lösung der Zukunft für Königsblau herhalten.

Die Statistik: 9

Der VfL Wolfsburg ist seit neun Bundesliga-Spielen bei den Knappen sieglos (ein Remis, sieben Niederlagen). Von den aktuellen Bundesliga-Teams sind die "Wölfe" nur beim FC Bayern länger ohne einen eigenen Erfolg (zwei Remis und 19 Niederlagen bei 21 Spielen)
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