Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04: Top-Torjäger Luka Jovic stoppt Schalker Zwischenhoch

Luka Jovic hat Eintracht Frankfurt am 11. Spieltag der Bundesliga einen 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 beschert. Der Angreifer traf doppelt (61./73.) und führt mit nun neun Treffern die Torjägerliste der Bundesliga an. Sébastian Haller machte alles klar (80.). Bei S04 verletzte sich Mark Uth und droht für die Länderspiele auszufallen. Frankfurt ist damit Vierter - vor dem FC Bayern.

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So lief das Spiel:

Die Zuschauer sahen eine erste Halbzeit mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Sowohl der Ballbesitz als auch die Zweikampfquoten waren ziemlich ausgeglichen. Frankfurt bestimmte die ersten Minuten, in denen Schalke kaum aus der eigenen Hälfte kam.
In der 19. Minute schlug Jonathan de Guzmán eine Ecke von rechts an den kurzen Pfosten, wo Evan Ndicka leicht vom eigenen Mann - Ante Rebić - behindert wurde, sodass er knapp vorbeinickte.
Nach kurzer Zeit änderte sich das Bild aber etwas: Die Königsblauen tauchten nun einige Male in der Offensive auf, für Torgefahr konnten sie aber bis zur 34. Minute, als Mark Uth aus der Ferne am langen Pfosten vorbeischlenzte, nicht sorgen.
Eine umkämpfte Partie, in der vor allem im Mittelfeld intensive Duelle geführt wurden, ging leistungsgerecht torlos in die Pause.
S04 war nach Wiederanpfiff zuerst etwas aktiver, fand im vorderen Drittel aber kaum Lücken.
Nach einer Stunde war Breel Embolo, der kurz zuvor am Seitenrand behandelt wurde, wie aus dem Nichts zurück auf dem Rasen und wurde rechts steil geschickt. Aus abseitsverdächtiger Position drang er in die Box ein, scheiterte aber aus toller Schussposition am parierenden Kevin Trapp. Nach der vergebenen Großchance von Embolo setzen die Hausherren direkt zum Konter an. Rebić trieb den Ball voran und bediente Luka Jović, der Benjamin Stambouli aussteigen ließ und aus etwa 15 Metern rechts unten zum 1:0 traf (61.).
Nur fünf Minuten später tankte sich Rebić gegen Salif Sané durch und lief in die linke Strafraumhälfte. Von dort schoss er flach an Ralf Fährmann vorbei an den rechten Pfosten.
Es dauerte wieder nur wenige Minuten bis der Gastgeber in der Gefahrenzone auftauchte: Der sprintende Filip Kostić entwischte Stambouli auf der linken Seite und passte kurz vor der Grundlinie in den Rücken der Abwehr, wo Jović, aus zwölf Metern per Direktabnahme flach zum 2:0 ins Tor wuchtete (73.).
Die "Knappen" schafften es nicht, zu verkürzen - sie erarbeiteten sich in der Schlussviertelstunde lediglich eine nennenswerte Möglichkeit: Weston McKennie setzte sich rechts durch und legte auf Yevhen Konoplyanka ab, der vom Strafraumrand an den Querbalken knallte (78.).
In der 80. Minute schlug de Guzmán einen Eckstoß hoch an die Fünfergrenze. Dort schaffte es der amtierende Vizemeister nicht, zu klären, sodass Sébastien Haller aus kurzer Distanz den 3:0-Endstand markierte.
Vor allem die hervorragende Frankfurter Chancenverwertung (lediglich vier Schüsse aufs Ziel) war maßgeblich für den deutlichen Heimsieg verantwortlich.

Die Stimmen:

Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04): "Wir waren 60 Minuten auf Augenhöhe, aber haben dann nicht clever verteidigt. SGE hat uns dann mit seiner Wucht auf die zweiten Bälle erschlagen. Ergebnistechnisch ist es ein Rückschlag, aber es war auch ein sehr guter Gegner."
Jonathan de Guzmán (Eintracht Frankfurt): "Das war eine großartige Vorstellung von uns. Wir haben als Mannschaft sehr gut zusammengearbeitet. Der Teamgeist bei uns ist unglaublich."
Luka Jović (Eintracht Frankfurt): "Es geht einfach in diesem Rhythmus weiter. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Die zwei Tore von mir freuen mich total, aber es ist nicht die Hauptsache - die Hauptsache ist, dass die Mannschaft 3:0 gewonnen hat."

Der Tweet zum Spiel:

Diesmal schoss S04 vor dem Seitenwechsel gar - ebenso wie Frankfurt - kein einziges Mal (!) aufs Tor.

Das fiel auf: Fortsetzung und Ende einer Serie

Die Frankfurter befinden sich in einer beeindruckenden Form: Sie sind seit neun Pflichtspielen, in denen sie acht Siege und ein Unentschieden einfuhren, ungeschlagen. In den letzten sechs Bundesliga-Begegnungen davon erzielten sie gar 20 Tore (Bestwert im Deutschen Fußball-Oberhaus). Schalkes Ungeschlagen-Serie riss hingegen: Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco verlor vor dem Spiel in der Commerzbank-Arena wettbewerbsübergreifend fünfmal in Folge nicht (drei Siege, zwei Unentschieden).

Die Statistik: 9 aus 11

Jović schraubte seine Torekonto in der Liga dank des Doppelpacks auf neun hoch. Nur der Grieche Theofanis Gekas (2010/11) erzielte in der Frankfurter Vereinsgeschichte zu diesem Zeitpunkt der Saison noch mehr Erstliga-Treffer für die Eintracht (11).
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