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Elfer-Geschenk rettet FSV Mainz 05 gegen Hannover 96
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Publiziert 09/12/2018 um 17:31 GMT+1 Uhr
Der FSV Mainz 05 hat sich am 14. Bundesliga-Spieltag mit einem Elfmeter-Tor einen Punkt gegen Hannover 96 gesichert. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 1:1 (0:1). Hendrik Weydandt hatte Hannover in Führung geschossen (12.), ehe Daniel Brosinski (86.) den Ausgleich durch einen strittigen Strafstoß markierte. Zwischendurch musste die Partie wegen Pyro-Zündelei unterbrochen werden.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Beim Gastspiel von Hannover 96 beim 1. FSV Mainz 05 ging es für das Team um Cheftrainer André Breitenreiter um sehr wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Als Tabellenvorletzter reisten die Niedersachsen nach Mainz, visierten mit einem Sieg den 15. Tabellenplatz an. Die formstarken Mainzer wollten ihr Punktekonto mit einem Heimerfolg auf 21 Zähler ausbauen.
In der Mainzer Opel Arena entwickelte sich eine sehr offene Partie. Beide Mannschaften agierten mit offenem Visier, vernachlässigten dabei die eigene Defensivarbeit. Das Überwinden der Verteidigungslinien fiel beiden Teams extrem leicht, woraus sich eine hohe Chancenflut ergab.
Die Hannoveraner nutzten eine ihrer Möglichkeiten in der 12. Minute zur Führung. Der auffällige Genki Haraguchi vernaschte Aaron Martín auf der rechten Seite und brachte den Ball in die Mitte. Hendrik Weydandt stand blank am Fünfmeterraum und schoss die Kugel in die Maschen. Nach der Führung hatten die Gäste weitere gute Möglichkeiten den zweiten Treffer folgen zu lassen.
Doch auch Mainz zeigte sich gefährlich vor dem Tor und hatte Pech, dass es in der 25. Minute nicht Elfmeter hieß. Kevin Wimmer bekam den Ball nach einem Schuss klar im Strafraum an die Hand. Der VAR schaltete sich ein, gab den Hinweis, die Situation nochmals anzuschauen. Referee Robert Hartmann schaute sich das Handspiel auf dem Monitor an und entschied wider Erwarten nicht auf Elfmeter.
Nachdem die Partie in der zweiten Hälfte für über sechs Minuten unterbrochen war - Hannoveraner Fans zündeten Bengalos und beeinträchtigten dadurch die Sicht - spielten nur noch die Mainzer, gingen mit viel Tempo und Druck auf den Ausgleich. Hannover hatte viel Mühe, schlug den Ball nur noch unkontrolliert aus der eigenen Defensive heraus.
Trotz drückender Überlegenheit schafften es die Hausherren lange Zeit nicht zum Treffer. In der 83. Minute entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Mainz nach einem Foulspiel von Matthias Ostrzolek an Jean-Philippe Mateta. Eine harte Entscheidung. Daniel Brosinski trat vom Punkt an und verwandelte flach zum verdienten 1:1-Ausgleich (86.).
In der Nachspielzeit drehten die überlegenden Mainzer sogar noch das Spiel. Nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld von Stefan Bell brachte der eingewechselte Anthony Ujah den Ball aus der linken Strafraumhälfte im Tor unter. Beim Zuspiel stand der Angreifer allerdings im Abseits - das Tor zählte nicht (90.+4).
Drei Minuten später sah Hannovers Oliver Sorg nach einem Foulspiel noch die Ampelkarte. Doch letztlich schafften es die Gäste noch, das Remis über die Zeit zu bringen. Ein Unentschieden, das insgesamt für beide Mannschaften in Ordnung geht.
Die Stimmen:
Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05): "Ich hatte gehofft, in meinem 150. Bundesliga-Spiel zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir alles probiert, ein super Spiel gemacht. Gerne hätte ich mein Tor gegen drei Punkte eingetauscht."
Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Es war ein sehr emotionales Spiel über 100 Minuten. In der zweiten Hälfte haben wir Druck aufgebaut und Wucht entwickelt. Der Punkt war am Ende hochverdient."
Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Wenn man in Köln in aller Ruhe nicht erkennt, dass die Situation beim Elfmeter eine Schwalbe war, dann können wir aufhören. Dann macht es keinen Spaß mehr. Dann können wir den Videobeweis abschaffen. Wir wurden klar benachteiligt."
Das fiel auf: Mainzer Spielkultur
Trotz einiger hochkarätiger Abgänge im Transfersommer schafften es die Mainzer in dieser Saison im Vergleich zur vorherigen Spielzeit eine qualitativ noch höherwertigere Mannschaft auf den Rasen zu bringen. Die Neuzugänge der Mainzer schlugen nahezu allesamt direkt ein, pushen die Elf von Sandro Schwarz enorm nach oben. Es hat sich eine Mannschaft entwickelt, die aus Qualitätssicht in dieser Saison nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben darf und sich sogar - wenn der Trend hält - in höheren Gefilde umsehen darf und kann.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 7
Hannovers Cheftrainer Breitenreiter ist aktuell offensichtlich nicht gerade zufrieden mit Einstellung und Auftreten seiner Mannschaft. Gegen Mainz schmiss der Coach die Rotationsmaschine an und änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC auf insgesamt sieben Positionen. Noch nie hatte eine Trainer der Niedersachsen in der Beletage des deutschen Fußballs so viele Wechsel durchgeführt.
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