FC Schalke 04 und SC Freiburg trennen sich torlos

Der FC Schalke 04 hat die Chance verpasst, sich mit einem Sieg im unteren Tabellendrittel ein wenig Luft zu verschaffen. Die "Knappen", die Suat Serdar schon in der 42. Minute nach einem groben Foul an Mike Frantz mit Rot verloren, kamen am 22. Spieltag zuhause nicht über ein 0:0 gegen den SC Freiburg hinaus und bleiben damit im Klassement einen Punkt hinter den Breisgauern auf dem 14. Platz.

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So lief das Spiel:

Die Partie begann im Abtastmodus. Schalke vereinte mehr Spielanteile, Freiburg versuchte seine Angriffe mit Tempo zumeist über die linke Seite zu forcieren. Ansonsten gestaltete sich die Anfangsphase sehr kleinteilig, beide Teams probierten es zunächst vordergründig spielerisch, kamen jedoch kaum bis zum Strafraum durch. Gegen den Ball agierten beide Teams souverän – auf Kosten von nennenswerten Offensivszenen.
Entsprechend fand das Spielgeschehen zumeist im engmaschigen Mittelfeld statt, die Partie bot größtenteils zähen Unterhaltungswert für die Zuschauer. Schalke war dabei um Dominanz bemüht und agierte im ersten Abschnitt als aktiveres Team, bekam die Bälle im Übergangsspiel jedoch selten aussichtsreich in Torraumnähe gespielt. Es fehlte auf beiden Seiten an unbedingtem Willen und Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne, so blieben viele Aktionen von halbgarer Natur.
Einen Aufreger bekam die Begegnung kurz vor der Halbzeit mit dem Platzverweis von Suat Serdar nach Foul mit offener Sohle im Mittelfeld gegen Mike Frantz. Mit dem Platzverweis änderte sich die Statik der Partie im zweiten Durchgang. SC-Trainer Christian Streich brachte mit Luca Waldschmidt und Jerôme Gondorf zwei neue Akteure und stellte seine Mannschaft offensiver und aggressiver im Pressing ein. Der eingewechselte Gondorf vergab kurz darauf nach Freistoß per Kopf die große Chance zur Führung (47.).
Schalke spielte zunächst jedoch gut mit, versuchte Freiburg früh zu stören und in deren Hälfte zu drücken. Die Chancen für die Gäste kamen dennoch: Erst setzte Waldschmidt aus spitzem Winkel den Ball knapp am lange Pfosten vorbei (61.), kurz darauf blockte Schalke einen Schuss von Nils Petersen aus guter Position, den Nachschuss von Vincenzo Grifo lenke Ralph Fährmann ab (62.).
Das Spielgeschehen verlagerte sich zu jener Phase mehr in die Hälfte der Gastgeber. Die nächste große Möglichkeit vergab Philipp Lienhart nach Flanke auf den zweiten Pfosten von Waldschmidt, doch der Außenverteidiger setzte den Ball aus einem Meter über das Tor – das hätte die Führung sein müssen (71.). Insgesamt machte es Schalke in Unterzahl mit gutem Pressing aber nicht schlecht, nach einem Freistoß ergaben sich für Mark Uth und Weston McKennie aus kurzer Distanz gar Chancen zur Führung (78.).
In der 82. Minute nahm Schiedsrichter Frank Willenborg eine Handelfmeterentscheidung für Freiburg nach Rücksprache mit dem Videoassistenten zurück. Freiburg fand in der Schlussphase keine Abschlüsse mehr, die Partie wurde hektischer und sah in der Nachspielzeit mit der zweiten Verwarnung für Christian Günter einen weiteren, sehr kleinlichen, Platzverweis. Am Ende war der Punkt für beide Seiten zu wenig: Für Schalke aufgrund der Ansprüche, für Freiburg aufgrund des Spielverlaufs.

Das fiel auf: Spitzenreiter bei Roten Karten

Für Schalke 04 war die Rote Karte für Suat Serdar nach Matija Nastasić (1. Spieltag), Yevhen Konoplianka (2. Spieltag) und Alexander Nübel (19. Spieltag) bereits der vierte Platzverweis der laufenden Spielzeit – Ligahöchstwert zusammen mit dem VfB Stuttgart. Serdar hatte mit offener Sohle im Mittelfeld das Knie von Mike Frantz getroffen, eine vertretbare Entscheidung. Welche Schwächung der Platzverweis jeweils für Schalke bedeutete, lässt sich auch statistisch belegen: Drei der vier Spiele in Unterzahl gingen verloren, gegen Freiburg rettete das Team von Domenico Tedesco zumindest einen Punkt.

Der Tweet zum Spiel:

Fußballerisch gab es schon bessere Partien.

Die Statistik: 5

Immerhin: Schalke ist seit fünf Heimspielen gegen den SC Freiburg ungeschlagen. Die Bilanz: 2 Siege, 3 Remis.
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