Feiertag für den VfB Stuttgart - fünf Kracher gegen Hannover 96

Der VfB Stuttgart hat am 24. Bundesliga-Spieltag einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf gefeiert. Gegen Hannover 96 gab es einen 5:1 (3:0)-Kantersieg in der Mercedes Benz Arena. Die Tore für die engagierten Schwaben erzielten Mario Gomez (4.), Ozan Kabak (16., 45.) und Steven Zuber (79., 82.). Für den direkten Konkurrenten aus Niedersachsen traf lediglich Jonathas (69.).

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Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Als großes Abstiegsfinale angekündigt, entpuppte sich die erste Halbzeit eher als Hannoveraner Offenbarungseid. Ohne Esprit, ohne Offensivgeist und vor allem auch ohne Leidenschaft ergab sich die Mannschaft von Thomas Doll dem Stuttgarter Wirbel.
Der VfB hingegen nutzte die Hannoveraner Passivität aus und spielte die wohl beste Halbzeit unter Markus Weinzierl.
Mario Gomez hatte bereits in der 2. Minute die erste große Chance, traf aber nur den Außenpfosten.
Lediglich 120 Sekunden war es dann aber passiert, als Gomez einen Steilpass von Steven Zuber aus 16 Metern mit links rechts unten zum 1:0 einschoss (4.).
Stuttgart dominierte nach Belieben und erspielte sich durch Gomez (18.), Alexander Esswein (26.) und Santiago Ascacibar (33./44.) weitere beste Gelegenheiten.
Doch es war Youngster Ozan Kabak vorbehalten mit einem Kopfball-Doppelpack das Halbzeit-Ergebnis auf 3:0 in die Höhe zu schrauben. Dabei unterschieden sich seine beiden Kopfballtreffer lediglich dadurch, dass die vorbereitenden Eckbälle einmal von rechts (16.) und einmal von links (45.) ins Zentrum geschlagen wurden.
Zur zweiten Halbzeit brachte Doll mit Marvin Bakalorz und Jonathas zwei frische Akteure.
Für gute 20 Minuten wurde es besser, was jedoch zum Großteil daran lag, dass Stuttgart zwei bis drei Gänge zurückschaltete.
Nach einer Flanke von Genki Haraguchi köpfte Jonathas zum 3:1 ein (68.), doch in Gefahr geriet der Stuttgarter Erfolg auch danach zu keiner Zeit.
Steven Zuber schraubte das Ergebnis mit einem Doppelpack (78./81.) dann mit 5:1 in eine Region, die dem einseitigen Spielverlauf durchaus angemessen war.
Während Hannover nach der desolaten Leistung nun gefühlt sich endgültig für die 2. Liga beworben hat, scheint der VfB Stuttgart unter Weinzierl den Turnaround doch noch schaffen zu können.

Die Stimmen:

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): "Das war ein super wichtiger Sieg für uns. Das 3:0 zur Pause war sehr gut, mit dem 4:1 war das Spiel entschieden - und das 5:1 war auch in der Höhe verdient."
Thomas Doll (Trainer Hannover 96): "Das hatte nichts mit Bundesliga-Fußball zu tun. Ich bin schon lange im Geschäft, aber so einen Auftritt habe ich noch nicht gesehen. Jeder, der es mit Hannover 96 hält, kann sich nur schämen."
Marvin Bakalorz (Hannover 96): "Ich kann mir unsere Leistung nicht erklären. Alles war total behäbig. Wir kommen immer einen Schritt zu spät. So darf man sich nicht präsentieren. Das hat mit Bundesliga nichts zu tun. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Mannschaft zu lieb ist. Wir waren in keiner Weiser eklig und haben gegen einen direkten Konkurrenten verloren. Die Basics sind nicht da und deshalb müssen wir langsam den Arsch voran bekommen."
Thomas Hitzlsperger (Vorstand Sport VfB Stuttgart): "Wir wussten, dass es nicht reicht, gut zu verteidigen. Wir müssen offensiv Lösungen finden und das haben wir stark geschafft. 20 Minuten waren dann nicht so gut, doch unter dem Strich war das eine richtig starke Leistung. Dieses Ergebnis hilft uns sehr, doch wir machen uns nichts vor. Hoffentlich hängt Dortmund noch etwas länger durch und dann wollen wir das auch nutzen."

Tweet zum Spiel:

Erschreckend war vor allem, dass die Niedersachsen die drohende Niederlage über weite Strecken relativ emotionslos über sich ergehen ließen.

Die Statistik: 17

Die Kopfballtreffer von Ozan Kabak zum 2:0 und 3:0 waren bereits das 16. Und 17. Gegentor nach Standardsituationen für Hannover in der laufenden Spielzeit.
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