Florian Kohfeldt von Werder Bremen im Interview der Woche bei Eurosport
Vor dem Bundesliga-Freitagsspiel zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart (ab 20:30 Uhr im Eurosport Player) spricht Werder-Trainer Florian Kohfeldt im Interview der Woche bei Eurosport über das "Phänomen" Claudio Pizarro, den er im Training sogar stoppen muss, über seinen Führungsstil, Vergleiche mit Jürgen Klopp - und das Interesse anderer Vereine. Hier gibt's Kohfeldts beste Aussagen.
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Florian Kohfeldt von Werder Bremen im Interview der Woche bei Eurosport über…
…Claudio Pizarro:
"Erklären kann man das nicht, nur beschreiben. Claudio liebt einfach dieses Spiel, das ist sein Hauptantrieb. Er liebt es einfach, auf den Platz zu gehen. Ich muss ihn mit 40 Jahren dazu zwingen, einen Tag mal nicht zu trainieren. Er weiß, dass er extrem professionell sein muss. Er ist unheimlich akribisch in der Pflege, im Kraftraum, in der Vorbereitung und in der Nachbereitung. Das ist beeindruckend.“
…eine mögliche Pizarro-Verlängerung:
"Claudio entscheidet nicht, aber er hat einen sehr großen Anteil daran. Er kommt auf uns zu - das kann Claudio komplett frei entscheiden. Wenn er uns das Signal gibt, er würde gerne weiterspielen, dann werden wir schauen, wie wir das umsetzen können. So romantisch darf man dann auch nicht sein, diese Entscheidung hat ja auch Auswirkungen auf die Kaderplanung. Wir behandeln ihn mit dem größtmöglichen Respekt. Er kommt auf uns zu, und dann werden wir sehen, was die Zukunft bringt."
...Vergleiche mit Jürgen Klopp:
"Das ist ein sehr großer Vergleich. Das kann ich nicht sagen. Emotionalität gehört dazu. Am Ende muss man als Trainer für Klarheit stehen, da entsteht innerhalb eines Spiels oder in einer Woche schon mal Emotionalität. Ich will Spiele gewinnen, und wenn ich das Gefühl habe, die Jungs brauchen Emotionalität, dann kommt das auch von mir. Aber es gibt auch Momente, in denen ich sie eher beruhige.“
...sein persönliches Verhältnis zu den Spielern:
"Es gibt für mich eine Grenze. Wenn ein Spieler versuchen würde, ein persönliches Verhältnis auszunutzen, um Entscheidungen zu seinen Gunsten zu beeinflussen, dann wäre für mich eine Grenze erreicht. Bislang habe ich das mit ganz verschiedenen Spielertypen noch nicht erlebt. Es hat noch keiner meine Entscheidungen im Ansatz in Frage gestellt. Jeder in der Kabine weiß, dass ich die Entscheidungen treffe. Damit bin ich auch allein. Das ist aber auch okay, ich bin der Trainer.“
...Frank Baumanns Entscheidung, ihn zum Trainer zu machen:
"Frank Baumann ist für mich der wichtigste Mann in diesem Verein. Er prägt diese Grundphilosophie und gibt jeder einzelnen Person das Vertrauen. Das ist unglaublich viel wert. Ich bin Frank extrem dankbar, für verschiedenste Dinge. Vor allem für den Austausch, den wir seit Jahren haben - über Fußball, über grundsätzliche Dinge und über den Verein. Als ich Trainer wurde, war uns beiden bewusst, dass es nicht der optimale Zeitpunkt ist. Aber da bin ich ihm dankbar, dass er mir dieses Vertrauen gegeben hat. Aber auch ich bin in diesem Moment ein Risiko eingegangen. Es war jetzt nicht die rosigste Ausgangslage.“
...seinen Vertrag bei Werder:
"Ich habe nur mit Bremen gesprochen. Ich sehe mich bis 2021 in Bremen. Ich habe einen Vertrag unterschrieben, und diesen werde ich erfüllen, wenn Werder das möchte.“
...das Interesse anderer Vereine:
"Das interessiert mich im Moment nicht. Ich bin seit 20 Jahren in Bremen, seit 10 Jahren in diesem Verein. Hier bin ich Bundesliga-Trainer geworden. Das ist ein Privileg. Ich habe das Gefühl, dass wir gerade etwas entwickeln, bin sehr froh, dass ich hier bin und habe keine anderen Vereine im Kopf. Momentan ist das sehr erfüllend.“
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