Fünfte Niederlage am 5. Spieltag: FC Schalke unterliegt beim SC Freiburg

Der FC Schalke befindet sich in der Bundesliga weiter im freien Fall. Die "Königsblauen" unterlagen mit 0:1 (0:0) beim SC Freiburg, die fünfte Niederlage im fünften Spiel. Florian Niederlechner traf vor 23.000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion in der 52. Minute für die Breisgauer, die ihren zweiten Sieg in Folge feierten. Schalke-Kapitän Ralf Fährmann sprach derweil von einer "brutalen Situation".

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So lief das Spiel:

Die Schalker begannen forsch und brachten den Ball bereits in der fünften Minute im gegnerischen Kasten unter. Der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsstellung Cedric Teucherts aber zu Recht nicht. Im Anschluss brachten die Gäste offensiv zunächst nicht mehr allzu viel zustande. Freiburg kam mit zunehmender Dauer besser zurecht, konnte S04-Keeper Ralf Fährmann aber nicht prüfen.
In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde es im SC-Strafraum wieder gefährlich: Zweimal fehlten nur wenige Zentimeter, da der Ball jeweils an den Pfosten prallte (41.: Hamza Mendyl per Flachschuss aus der linken Strafraumhälfte, 45.+2: Daniel Caligiuri per Freistoß).
Im zweiten Durchgang führte die erste nennenswerte Chance zur Freiburger Führung. Christian Günter täuschte in halblinker Position einen Schuss an, machte dann wenige Schritte nach vorne und zog aus etwa 21 Metern flach ab. Der Ball wurde leicht abgefälscht und konnte von Fährmann nicht gefangen werden. Schalkes Schlussmann ließ nach vorne abprallen, wo Niederlechner aus kurzer Distanz zum 1:0 abstaubte (52.).
Die Hausherren fokussierten sich anschließend auf die Defensivarbeit und ließen kaum etwas zu. Schalke fand nach dem Rückstand keine Mittel, Lücken zu reißen, um die in der 68. Minute von Vierer- auf Fünferreihe umgestellte SC-Hintermannschaft zu bezwingen. Vor allem im vorderen Drittel fehlte es den "Königsblauen" an Kreativität, um die Niederlage abzuwenden.
Die "Knappen" kassierten die fünfte Liganiederlage im fünften Spiel und behalten die Rote Laterne. Am kommenden Wochenende geht es vor heimischer Kulisse gegen den 1. FSV Mainz 05.
Der SC Freiburg feierte hingegen den zweiten Dreier in Folge und hat nach zwei Auftaktniederlagen nun sieben Zähler auf dem Konto. Kommenden Samstag muss die Mannschaft von Trainer Christian Streich in Augsburg ran.

Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war ein extrem schwieriges Spiel. Schalke hat es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. Das war sehr schwierig zu verteidigen."
Florian Niederlechner (SC Freiburg): "Wir wollten die Unsicherheiten der Schalker ausnutzen. Natürlich hatten wir in einigen Situationen Glück, aber der Sieg war nicht unverdient."
Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Wir hatten zahlreiche Großchancen, zwei Pfostenschüsse. In der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant. Die zweite Halbzeit war sehr zerfahren - und am Ende gibt es drei Minuten Nachspielzeit. Da fällst du fast vom Glauben ab. Wir müssen so weitermachen, wir müssen Tore machen."
Ralf Fährmann (FC Schalke 04): "Der Trainer versucht alles, jeder auf dem Platz versucht alles. Auch die Fans versuchen alles - es ist einfach eine brutale Situation, die ein Stück weit unfassbar ist - nicht so richtig greifbar."
Daniel Caligiuri (FC Schalke 04): "Es ist schwer die richtigen Worte zu finden. Wir haben den Dreck am Fuß zurzeit und müssen einfach versuchen, hart zu arbeiten - die Mentalität rauszuhauen, um die Kurve zu kriegen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Geschichte wiederholte sich nicht

Acht Jahre ist es her, als die Schalker ebenfalls nach vier Auftaktpleiten in der ersten Englischen Woche im Breisgau gastierten. Damals beendeten sie - ebenfalls als amtierender Vizemeister - ihre Durststrecke: Am 22. September 2010 besiegte die von Felix Magath trainierte Mannschaft den SC Freiburg mit 2:1.

Die Statistik: 14

Der Begriff "Lieblingsgegner" trifft es ganz gut. Der SC Freiburg gewann im deutschen Fußball-Oberhaus gegen keinen Verein öfter als gegen Schalke (14 Siege).
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