Hannover 96: Alt-Kanzler Gerhard Schröder staunt über "Märchenprinz" Hendrik Weydandt

Den versprochenen Profivertrag hat Hendrik Weydandt noch nicht bekommen. Aber selbst Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder staunt über die märchenhafte Leistungsexplosion des Nachwuchsstürmers von Hannover 96. Zwei Kurzeinsätze, drei Schüsse, drei Tore - spektakulärer konnte die Profikarriere des 23-jährigen Senkrechtstarters kaum beginnen.

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Als besonders rührselig hat Gerhard Schröder noch nie gegolten. Doch die märchenhafte Geschichte von Nachwuchsstürmer Hendrik Weydandt berührt sogar den hartgesottenen Altkanzler und einstigen Polit-Profi. "Das ist eine wunderbare Geschichte, jeder würde sich das wünschen", sagte der 74-Jährige, seit 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrats von Hannover 96.
Unter dem Spitznamen "Acker" war Schröder einst selbst als Angreifer in den Niederungen des Amateurfußballs unterwegs, ein raketenhafter Aufstieg wie der von "Henne", wie Weydandt seit jeher genannt wird, war ihm nicht vergönnt.

Die Personalie Hendrik Weydandt

Noch vor vier Jahren kickte Weydandt in der Kreisliga Hannover-Land beim TSV Groß Munzel. Und erst im Juli wechselte er aus der Regionalliga zur U23 von Hannover 96 und bot sich durch gute Trainingsleistungen bei den Profis bei 96-Coach Andre Breitenreiter an. Seine Joker-Qualitäten sind aktuell herausragend: Für seine drei Treffer gegen den Karlsruher SC und Werder Bremen brauchte der 1,95-m-Hüne gerade einmal 23 Spielminuten.
Weydandt soll und will derzeit noch nicht selbst reden, daher beschreiben andere seine Qualitäten auf dem Platz. Breitenreiter sagte:
96-Präsident Martin Kind ergänzte:
Und vertraut daher die Verhandlungen über einen neuen Profivertrag nicht etwa einem der zahlreichen Berater der Szene an, sondern seinem Vater, einem Steuerfachmann. Eine Einigung mit dem Verein in Person von Manager Horst Heldt soll unmittelbar bevorstehen.

Auch Klose war ein Spätzünder wie Weydandt

Weydandt wäre nicht der erste Spätzünder, der sich in der Bundesliga durchsetzt, ohne je in einer regionalen Jugendauswahl gestanden oder ein Nachwuchsleistungszentrum besucht zu haben. Der spätere Weltmeister Miroslav Klose beispielsweise trug noch mit 19 Jahren in der Bezirksliga das Trikot der SG Blaubach-Diedelkopf, ehe er beim 1. FC Kaiserslautern durchstartete.
Eine schon damals rare Ausnahme allerdings. Dass Talente jahrelang durch alle Raster fallen und nirgendwo gescoutet werden, passiert immer seltener. Und das weiß natürlich auch Gerhard Schröder:
Bei Hendrik Weydandt funktioniert es. Noch..
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