Heiko Herrlich gibt sich bei Bayer Leverkusen kämperisch: "Werde eine Lösung finden"

Heiko Herrlich kämpft um seinen Job. "Ich werde eine Lösung finden, um unser Spiel zu verbessern", versprach der sichtlich angeknockte Trainer von Bayer 04 Leverkusen im Anschluss an den 4:2-Pflichtsieg gegen Underdog AEK Larnaka in der Europa League angesprochen auf die vielen offensichtlichen Defizite bei seiner Mannschaft. Von herrlichen Zeiten ist das Werksteam noch weit entfernt.

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Trotz der Tabellenführung in der Gruppe A mit der Optimalausbeute von sechs Punkten, ist das Team im Gegensatz zu großen Teilen der vergangenen Saison nur noch ein Schatten seiner selbst. Nur ein überzeugender Sieg am Sonntag in der Liga beim Tabellennachbarn SC Freiburg (13.30 Uhr/Eurosport-Player) kann vor der Länderspielpause die Diskussionen um Herrlich verstummen lassen.
Der 46-Jährige will von einer Krise bei der Werkself aber nach wie vor nichts wissen und redet sich die aktuelle Lage weiter schön. "Wir haben aus einer schwierigen Situation heraus vier unserer letzten fünf Spiele gewonnen, gegen Dortmund trotz einer guten Leistung verloren", sagte er und bescheinigte seiner Mannschaft zudem einen guten Charakter und eine prima Einstellung.

Völler steht hinter Herrlich

Dass Bayer mit seinem 377 Millionen Euro teuren Team gegen die No-Name-Truppe aus Zypern mit einem Gesamtwert von 11,88 Millionen Markt (Quelle Transfermarkt.de) so große Schwierigkeiten hatte, muss demnach andere Gründe haben. Sport-Geschäftsführer Rudi Völler wollte aber die Leistung gegen Zyperns Pokalsieger nicht überbewerten und hält weiterhin seine schützende Hand über den umstrittenen Trainer. "In so einem Spiel kann man nichts gewinnen. Das ist eine undankbare Aufgabe. Wir haben nach dem 0:1 aber erneut Moral bewiesen, auch wenn das Spiel kein Leckerbissen war", sagte Völler.
Kevin Volland unterstrich aber den besonderen Wert des Dreiers gegen den krassen Außenseiter. "In der Phase, in der wir uns befinden, ist jeder Sieg gut für den Kopf", sagte der Nationalspieler und fügte mit Blick auf Sonntag hinzu:
Nachdem AEK-Kapitän Ivan Trickovski (25.) die Gäste in Führung gebracht hatte, gelang Jungstar Kai Havertz (44.) mit seinem dritten Saisontreffer im laufenden Wettbewerb noch vor der Pause der Ausgleich. Lucas Alario (49., 88.), der bei seinem ersten Treffer klar im Abseits stand, und Julian Brandt (90.+2) bewahrten Bayer anschließend trotz des zweiten Gästetreffers durch Dimitris Raspas (90.+1) vor einer Blamage.
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