Eintracht Frankfurt besiegt Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga

Eintracht Frankfurt hat sich zum Abschluss des 25. Bundesliga-Spieltages mit 3:0 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf durchgesetzt. Gonçalo Paciência (48. Minute) und Sébastien Haller (90.+1/90.+3) trafen, womit sich die Eintracht (jetzt 43 Punkte) wieder an Bayer Leverkusen vorbei auf Tabellenplatz fünf schob. Düsseldorf bleibt Elfter mit 31 Zählern, hat aber weiterhin viel Luft auf die Abstiegsränge.

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Fotocredit: Eurosport

So lief das Spiel:

Passend zum Wetter ging es stürmisch los in Düsseldorf. In der zweiten Minute passte Dodi Lukebakio auf David Kownacki, und der Ball zappelte in den Maschen. Doch Schiri Robert Hartmann hob den Arm - Lukebakio hatte das Spielgerät mit der Hand mitgenommen.
Die Fortuna ließ sich von ihrem beinahe erzielten Tor allerdings nicht entmutigen und spielte weiter mit Tempo nach vorne. Frankfurt war nach einer Viertelstunde noch nicht in der Partie. Bereits in der 19. Minute musste Friedhelm Funkel umstellen und brachte Rouwen Hennings für den am linken Oberschenkel angeschlagenen Kownacki.
Nach einer guten halben Stunde hatte sich das Match zu einem interessanten und intensiven Kampfspiel ohne viele Offensivszenen eingependelt. Kurz vor der Pause zog Luka Jovic mit links ab (42.) und setzte den Ball aus gut zwölf Metern am Langen Pfosten vorbei - mehr gab es aus der Offensive nicht zu berichten, torlos ging es in die Kabine.
Nach der Pause wurden die Gastgeber kalt erwischt: Ballverlust am eigenen Sechzehner, Jonathan De Guzman flankte von der rechten Seite, und am langen Pfosten köpfte Goncalo Paciancia zur Führung ein (48.).
Kurz darauf hatte Düsseldorf fast die Chance zum Ausgleich: Martin Hinteregger hatte den Arm am eigenen Fünfer zwar angelegt, ging aber aktiv zum Ball uns fälschte ihn mit dem Oberarm entscheidend ab. Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte sofort auf den Punkt. Doch dann schaltete sich mal wieder der Kölner Videokeller ein.
Nach Überprüfung nahm Hartmann seine Entscheidung zurück - in vielerlei Hinsicht unverständlich, da einerseits der Arm zum Ball ging, andererseits sein Pfiff keinesfalls eine klare Fehlentscheidung darstellte. Hätte sich der Videoassistent überhaupt einschalten dürfen? Die Diskussionen hören nicht auf...
Verständlicherweise haderte die Fortuna anschließend mit dem Schicksal. Zwar kämpfte Funkels Truppe weiter, konnte die Gäste aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Sébastien Haller machte mit einem Doppelschlag in der Nachspielzeit dann alles klar (90.+1/90.+3). Frankfurt gewinnt etwas zu hoch in Düsseldorf und klettert auf Platz fünf.

Die Stimmen:

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Ich habe mich am meisten über den Schiedsrichter geärgert. Wir haben ein klares Tor nicht anerkannt bekommen. Die Niederlage hat die Mannschaft nicht verdient, sie hat gut gespielt."
Rouwen Hennings (Fortuna Düsseldorf): "In der ersten Halbzeit erzielen wir ein reguläres Tor, und der Schiedsrichter pfeift zu früh ab. Das war keine unnatürliche Handbewegung. Dann wird uns noch der Elfmeter verweigert - was soll man da sagen...?"
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Am Ende des Tages ist es ein toller Sieg. Wir haben in der ein oder anderen Situation das Glück auf unserer Seite gehabt, aber auch viel investiert. Wir dürfen nicht vergessen, Düsseldorf hat von den letzten fünf Heimspielen vier gewonnen. Der Sieg ist hoch einzuschätzen."
Martin Hinteregger (Eintarcht Frankfurt): "Wir wussten um die Stärken von Düsseldorf, das extreme Umschalten. Trotzdem haben wir verdient gewonnen. Ich war schon mit dem Oberarm am Ball, aber habe ihn weggezogen - mehr kann ich nicht machen, mehr kann ich dazu nicht sagen."
Matthias Sammer (Eurosport-Experte) zur Eflmeter-Szene: "Ich hätte ganz klar auf den Punkt gezeigt."

Der Tweet zum Spiel:

Die vielleicht entscheidende Szene des Spiels: Hartmann gibt einen berechtigten Elfmeter - und nimmt ihn nach Einmischung des Videoassistenten zurück. Es bleiben viele Fragen, die Fortuna nahm's lakonisch...

Das fiel auf: Konstanz

Zum ersten Mal in dieser Saison brachte Fortuna-Coach Funkel zweimal in Folge die gleiche Elf auf den Platz.

Die Statistik zum Spiel: Fairplay

Düsseldorf verteidigte am Montag stark - und fair. Erst nach 30 Minuten begingen die Gastgeber ihr erstes Foulspiel.
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