Bayer tritt auf der Stelle: Remis in Freiburg

Bayer Leverkusen hat es verpasst, den Abstand zum Tabellenende in der Bundesliga zu vergrößern. Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich kam im Sonntagmittag-Spiel des 7. Spieltags beim SC Freiburg nur zu einem torlosen Unentschieden. Das 0:0 im Breisgau war das erste Remis der Werkself in der laufenden Saison. Leverkusen bleibt mit sieben Punkten auf dem 14. Tabellenplatz.

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So lief das Spiel:

Zu Beginn agierte Leverkusen feldüberlegen, Freiburg ließ den Gegner kommen und lauerte auf Fehler und Umschaltchancen. Doch weder nutzen die Gäste ihren Ballbesitz zu guten Szenen im Angriffsdrittel, noch kam Freiburg in aussichtsreiche Kontergelegenheiten – ergo blieb die Partie zunächst ohne nennenswerte Höhepunkte. Beide Teams bauten auf eine gesunde Stabilität und neutralisierten sich im Mittelfeld. Intensität ja, Strafraumszenen bekamen die Zuschauer hingegen gar nicht zu sehen.
Ein Distanzschuss von Kevin Volland aus 25 Metern rechts über das Tor sollte für lange Zeit die aufregendste Szene bleiben (28). 70 Prozent an Ballbesitz verbuchten Leverkusen in den ersten 45 Minuten, die beste Szene verbuchte Kai Havertz kurz vor dem Seitenwechsel mit einem verdeckten Flachschuss aus 18 Metern knapp neben den langen Pfosten (43.). Doch insgesamt agierte das Team von Heiko Herrlich zu ungefährlich in seinen Offensivbemühungen. Freiburg verteidigte es gut, blieb aber gänzlich ohne Torschuss.
Die 2. Halbzeit konnte in Sachen Spektakel nur besser werden. Christian Streich brachte mit Luca Waldschmidt einen neuen Offensivspieler und stellte auf eine 4-4-2-Formation um. Und tatsächlich traten beide Mannschaften energischer auf. Insbesondere Leverkusen agierte druckvoller. Die Gäste nutzten die Räume besser, nur klare Torchancen blieben weiterhin aus. Die beste Chance ergab sich in der 73. Minute hingegen für Freiburg. Robin Koch spielte einen langen Ball auf Christian Günter in den Sechzehner, der die Kugel aus kurzer Distanz direkt nahm und nur knapp über das Gehäuse hämmerte.
Ansonsten blieb die Partie umkämpft, aber ohne Höhepunkte – bis zur Nachspielzeit. Freiburg drehte noch einmal auf: Erst traf Waldschmidt aus 16 Metern per Flachschuss nur den Pfosten, kurz danach hatte Günter eine gute Schusschance, verfehlte aber knapp das Tor. Dennoch darf die Partie am Ende als torloses Remis der zäheren Sorte eingeordnet werden.

Stimmen:

Kevin Volland (Bayer Leverkusen): "Wir wussten, was uns hier heute erwartet. Es war ein ekliges Spiel, aber wir hatten die Partie phasenweise im Griff. In erster Linie wollten wir zu Null spielen und gut gegen den Ball arbeiten. Aber natürlich hatten wir auch nicht viele eigene Torchancen. Ich glaube, in Freiburg werden auch noch andere Mannschaften Federn lassen."
Sven Bender (Bayer Leverkusen): "Wenn es normal läuft, müssen wir dieses Spiel gewinnen. Aber derzeit ist es eine schwierige Situation für uns. Wir tun uns schwer, unser Spiel durchzuziehen. Positiv ist, dass mal wieder die Null steht. Aber klar, bei dem Pfostenschuss haben wir Glück."

Das fiel auf: Havertz, der Dauerbrenner

Für Trainer Heiko Herrlich ist Kai Havertz derzeit unverzichtbar. In jedem der 10 Pflichtspiele dieser Saison stand der 19-Jährige in der Startelf. Und ganze acht Spiele davon inklusive der Partie gegen Freiburg spielte der Youngster über 90 Minuten durch – selten für einen Offensivspieler. Ein immenses Pensum, das der Nationalspieler immerhin mit bislang sieben Scorerpunkte rechtfertigte. Auch in Freiburg gehörte er im 1. Durchgang zu den auffälligsten Akteuren bei Bayer, hatte die beste Torchance. Doch nach dem Seitenwechsel nahm ihn Freiburg mit dem Systemwechsel besser aus dem Spiel. Eine Auswechslung kam für Herrlich allerdings nicht in Frage – Havertz ist beim Trainer offenbar unersetzlich.

Der Tweet zum Spiel:

Zwischenzeitliche Erkenntnis.

Die Statistik: 4

Wenn Leverkusen in den Breisgau reist, sind selten Tore mit im Gepäck. Vier der vergangenen sechs Bundesliga-Partien der beiden Mannschaften im Schwarzwald-Stadion endeten torlos.
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