Reiss Nelson-Doppelpack bringt TSG 1899 Hoffenheim den Sieg beim 1. FC Nürnberg

Die TSG 1899 Hoffenheim dreht das Spiel beim 1. FC Nürnberg und beendet damit ihre Ergebniskrise. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann kam nach zwischenzeitlichem Rückstand zu einem vollkommen verdienten 3:1 (0:1) beim Aufsteiger. Nach zuletzt drei Pflichtspielniederlagen hatte der 18-jährige Reiss Nelson mit zwei Treffern großen Anteil am Sieg der Hoffenheimer.

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So lief das Spiel:

Sowohl Nürnberg als auch Hoffenheim mussten die Länderspielpause nutzen, um über ihre Niederlagen am vergangenen Spieltag hinwegzukommen.
Die ersten Minuten zeigten, dass sich die Gastgeber aus Franken nicht aufs Verteidigen beschränken wollten, um eine erneute Schmach zu verhindern. Stattdessen setzte der FCN die ersten Akzente. Zweimal war es Mikael Ishak, der vor dem Tor von Oliver Baumann für Wirbel sorgte.
Immer wieder waren es lange Bälle, die die Hoffenheimer nicht unter Kontrolle brachten. So auch in der 17. Minute, als Virgil Misidjan in den Strafraum eindrang. Kasim Adams unnötig hartes Einsteigen führte anschließend zum Elfmeter (17.), den Hanno Behrens zum Führungstreffer verwandelte.
Anschließend beschränkten sich die Gastgeber aufs Verteidigen und versuchten ihre Konter zu nutzen (35. Und 43.). Christian Mathenia war es zu verdanken, dass der Club mit der Führung in die Kabine ging. Er parierte unzählige Großchancen.
Nach der Pause brachte Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann mit Adam Szalai einen zusätzlichen Offensivspieler. Die gesteigerte Angriffspower trug direkt nach Wiederanpfiff Früchte. Reiss Nelson verwandelte die Vorlage von Pavel Kaderabek (50.). Sieben Minuten später drehte das gleiche Duo das Spiel zugunsten der Kraichgauer.
Mathenia sah dabei nicht mehr ganz so glücklich aus. Er spekulierte auf eine Flanke. In der 76. Minute war es erneut der Traumflanke von Kaderabek zu verdanken, dass Szalai sich per Kopf auszeichnen konnte.
Bis in die letzten Minuten blieb es bei diesem Gesamtbild: Die Nürnberger schlugen die Bälle aus dem eigenen Strafraum, während die Hoffenheimer die eine um die andere Chance herausspielten. Zwei Freistöße (71./76.) segelten knapp am Tor vorbei. Lediglich in den letzten Spielminuten bäumten sich die Gastgeber noch einmal kurz auf, aber es blieb bei zwei Torschüssen (86./89.) im zweiten Durchgang.

Die Stimmen zum Spiel:

Christian Mathenia (1. FC Nürnberg): "Ich hätte mich heute gerne für ein wirklich gutes Spiel belohnt."
Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Wir sind ein bisschen träge in die Partie gekommen. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant. Ein absolut verdienter Sieg am Ende. Unter der Woche wurde viel gefragt, ob man in einen Negativstrudel gerät. Ich denke heute haben wir gezeigt, dass die Mannschaft damit umgehen kann."
Michael Köllner (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, hätten vielleicht sogar das zweite Tor machen müssen. Mit dem Diagonalspiel haben wir dann unsere Schwierigkeiten gehabt. So wie wir aufgetreten sind, stimmt mich das positiv."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf:

Die Umstellung von Julian Nagelsmann nach der Halbzeitpause bewies sich als cleverer taktischer Kniff. Mit der gestärkten Offensive dominierten die Kraichgauer das Spiel in Halbzeit zwei nach Belieben. Anstatt durch die Mitte, die die Nürnberger im ersten Durchgang gut im Griff hatten, kamen die Gäste über hohe Hereingaben von den Außen. Mit Ball spielten sie fast ein 3-1-6.

Die Statistik: 1

Die Niederlage gegen Hoffenheim vermiest dem FCN die Heimbilanz. Bisher war der Aufsteiger im eigenen Stadion ungeschlagen.
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