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SC Freiburg - 1. FSV Mainz 05: Jean-Philippe mal zwei - Mainz siegt im Breisgau

Jean-Philippe mal zwei: Mainz siegt in Freiburg

10/11/2018 um 17:23Aktualisiert 10/11/2018 um 18:17

Der 1. FSV Mainz 05 hat seinen Aufwärtstrend in der Bundesliga mit einem Dreier beim SC Freiburg fortgesetzt. Beim 3:1 (2:0) am 11. Spieltag brachten Jean-Philippe Gbamin (6.) und Jean Philippe Mateta (18.) die Gäste auf die Siegerstraße. Roland Sallai erzielte das 1:2 (72.), Karim Onisiwo sorgte für den Endstand (75.). Durch den ersten Auswärtsssieg springt Mainz in die obere Tabellenhälfte.

So lief das Spiel:

Mainz begann forsch, setzte Freiburg früh unter Druck, erzwang Ballverluste und bestimmte die ersten Minuten. Nicht unverdient fiel daher die frühe Führung. Jean-Philippe Gbamin kam unbedrängt aus 28 Metern zum Abschluss und hämmerte die Kugel in die linke untere Ecke (6.) – ein klasse Treffer.

Mainz blieb in der Folge mit aggressiver Spielweise tonangebend, Freiburg zeigte sich indes auffallend fahrig und fehleranfällig. Die Gäste krönten daraufhin ihre gute Anfangsphase mit dem zweiten Treffer: Nach einer Ecke brachte Jean-Paul Boëtius die Kugel hoch zurück an den Elfmeterpunkt, Jean-Philippe Mateta köpfte den Ball in die Maschen (18.).

Freiburg wurde zu jener Phase schlicht überlaufen, fand keinen Zugriff auf den einsatz- und laufstarken Gegner. Erstes Lebenszeichen der Breisgauer war ein Kopfball von Niclas Höfler aus kurzer Distanz in der 28. Minute, den FSV-Schlussmann Robin Zentner allerdings reaktionsschnell abwehrte.

in Handspiel des Mainzers Moussa Niakhaté im Sechzehner ahndete Schiedsrichter Sascha Stegemann in der 30. Minute nicht – eine knifflige, aber vertretbare Entscheidung.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken nahm Mainz etwas den Fuß vom Gas, Freiburg gewann zunehmend mehr Spielkontrolle. Christian Günter setzte einen Flachschuss aus 20 Metern knapp neben den Pfosten (35.), ein Treffer von Tim Kleindienst wurde wegen Foulspiels nicht anerkannt (45.).

Im zweiten Durchgang setzte Freiburg mit Umstellungen seine gute Phase aus dem Ende der ersten Halbzeit fort, insbesondere mit guten Seitenverlagerungen näherte sich das Team von Christian Streich immer wieder dem Tor. Höfler (54.), Luca Waldschmidt (64.) sowie der eingewechselte Roland Sallai (66.) vergaben die besten Möglichkeiten zum Anschlusstreffer.

Mainz zog sich weitesgehend zurück, in der 72. Minute gelang Freiburg der überfällige Anschlusstreffer: Nach Abschluss von Waldschmidt verwertete Sallai den Abpraller von Zentner aus kurzer Distanz zum 1:2.

Die Hoffnung lebte jedoch nur kurz aufseiten der Breisgauer, der eingewechselte Karim Onisiwo stellte nach unnötigen Dribbling und Ballverlust am eigenen Sechzehner durch Höfler den alten Abstand wieder her – 3:1 (75.).

Freiburg steckte in der Folge nicht auf, ließ allerdings beste Chancen liegen, um diese Partie noch einmal spannend zu machen. Zunächst traf Robin Koch nach einer Freistoßflanke per Kopf nur die Latte (77.), Waldschmidt legte den Ball nach tollem Solo aus kurzer Distanz am Tor vorbei (80.).

Die erhebliche Leistungssteigerung der Hausherren im zweiten Abschnitt blieb am Ende ohne Belohnung, Mainz rettete den Vorsprung aus einer starken ersten Hälfte über die Zeit.

Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich weiß, wie gut Mainz ist. Und sie werden noch besser werden, weil sie sich extrem viele talentierte, schnelle Spieler geholt haben. Mainz hatte eine gute Tagesform, aber wir waren nicht aggressiv genug, nicht sicher genug mit dem Ball. Wir waren nicht immer glücklich heute. Aber das Spiel haben wir in den ersten 30 Minuten verloren."

Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Wir haben die ersten 30 Minuten herausragend Fußball gespielt und sind folgerichtig in Führung gegangen. Wir hatten das Gefühl, dass es sogar noch das ein oder andere Tor mehr hätte sein können. Das dritte Tor ist dann aus unserer Sicht zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Aber wenn du die 90 Minuten siehst, ist es ein verdienter Sieg."

Rouven Schröder (Manager 1. FSV Mainz 05): "In der ersten Halbzeit haben wir gesehen, was die Mannschaft auch auswärts für ein Gesicht haben kann."

Robin Zentner (1. FSV Mainz 05): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Es tut gut, jetzt mit drei Punkten nach Hause zu fahren."

Danny Latza (1. FSV Mainz 05): "Das war ein hartes Stück Arbeit heute, aber alle sind glücklich über den zweiten Sieg in Folge."

Das fiel auf: Torgefahr Brosinski

Tore fallen derzeit beim FSV Mainz 05 fast nur über Daniel Brosinski. Seine Vorarbeit zum 1:0 durch Jean-Philippe Gbamin war bereits seine vierte Torvorbereitung in Folge – ein Wert, der zuvor in der Bundesligageschichte des FSV nur Andreas Ivanschitz gelang. Auch beim zweiten Tor war Brosinski beteiligt, bereitet den Treffer zwar nicht direkt vor, leitete ihn jedoch durch seinen Eckball ein. Mit nun fünf Assits (von zehn FSV-Toren insgesamt) steht der 30-Jährige damit aktuell mit drei anderen Spielern an der Spitze der Vorlagenliste der Bundesliga.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 4

Siege in der Fremde genießen eher Seltenheit bei Mainz. Nur vier der 34 Auswärtspartien gewannen die Rheinhessen seit Oktober 2016 in der Bundesliga.

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