SC Freiburg - Borussia Mönchengladbach: SCF stoppt Borussia-Serie mit 50-Meter-Tor von Höler

Nach vier Spielen ohne Pleite hat Borussia Mönchengladbach am 9. Bundesliga-Spieltag beim SC Freiburg mit 1:3 (1:1) verloren. Nach 13 Sekunden bekam der SCF einen Foulelfmeter, Nils Petersen verwandelte (1.). Thorgan Hazard glich ebenfalls per Foulelfmeter aus (20.). Luca Waldschmidt traf zum 2:1 (57.). Lucas Höler erzielte nach einem Fehler von Yann Sommer aus 47,5 Metern das 3:1 (90.+3).

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So lief das Spiel:

Vom Anpfiff weg dauerte es gerade einmal 13 Sekunden bis Schiedsrichter Robert Hartmann auf den Punkt zeigte. Ein Querschläger des Ex-Freiburgers Matthias Ginter landete bei Luca Waldschmidt, der anschließend von Torhüter Yann Sommer gefällt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Nils Petersen sicher links unten zum Freiburger Blitzstart (1.).
Unbeeindruckt vom frühen Rückschlag dominierten die Gäste in der Folge das Spiel nach Belieben und kamen dem Ausgleich beim Pfostentreffer von Innenverteidiger Nico Elvedi schon bedrohlich nahe (7.).
Dem Gladbacher Dauerdruck war der Sportclub nicht gewachsen und kassierte nach 20 Minuten den überfälligen Treffer zum 1:1. Dominique Heintz kam im Strafraum gegen Fohlen-Kapitän Lars Stindl zu spät und verursachte den zweiten Elfmeter des Spiels.
Thorgan Hazard ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf humorlos vom Punkt zum verdienten Ausgleich (20.).
Nach dem Seitenwechsel verlor der ansonsten so ballsichere Stindl das Spielgerät im Spielaufbau und leitete den Freiburger Konter ein. Auf Zuspiel von Jannik Haberer brachte Luca Waldschmidt den Sportclub mit einem herrlichen Abschluss von der Strafraumkante wieder in Front (57.).
Die Gladbacher erspielten sich daraufhin eine Scheinüberlegenheit ohne jeglichen Zug zum Tor. Nicht einen gefährlichen Schuss auf das Freiburger Tor gaben die pomadigen Gäste in der zweiten Hälfte ab.
Stattdessen sorgte Lucas Höler mit einem Sensationstor in der Nachspielzeit für den grandiosen Schlusspunkt. Einen missglückten langen Ball des aus seinem Tor geeilten Sommer brachte der kurz zuvor eingewechselte Stürmer aus 47,5 Metern technisch anspruchsvoll im verwaisten Tor unter (90.+3).

Die Stimmen zum Spiel:

Lucas Höler (SC Freiburg): "Ich wusste, dass ich den Ball Vollspann nehmen musste, sonst wäre er wohl nicht reingegangen. Wir versuchen auch nächste Woche gegen Bayern etwas mitzunehmen."
Luca Waldschmidt (SC Freiburg): "Wir haben uns als komplette Mannschaft reingekämpft und gegen eine gute Gladbacher Mannschaft eklig gespielt. Wir waren heute als Team auf dem Platz und dann wird es gegen uns für jeden Gegner schwer."
Nils Petersen (SC Freiburg): "Gegen Gladbach muss man erstmal gewinnen. Wenn wir so spielen wie heute, ist es für jeden Gegner unangenehm."
Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht. Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt, aber am Ende war es ein verdienter Sieg für Freiburg. Wir haben die Lösungen heute nicht gefunden."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war ein extrem schwieriges Spiel, aber wir sind so leidenschaftlich angelaufen. Wir hatten eine brutale Laufleistung, und nur so geht es. Dadurch haben wir uns dann auch die Chancen erspielt. Taktisch und defensiv muss ich heute echt den Hut ziehen vor den Jungs."
Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben das frühe Gegentor eigentlich sehr gut weggesteckt. Mit dem 2:1 hat Freiburg die Räume noch enger gemacht und wir haben keine Lösungen mehr gefunden. Im letzten Drittel war wir leicht zu verteidigen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: No Pléa, no Party

Unter anderem die verletzungsbedingte Auswechslung des leicht angeschlagenen Alassane Pléa zur Pause sorgte bei den "Fohlen" für Chancenarmut nach dem Seitenwechsel. Im ersten Durchgang leitete der technisch versierte Franzose über die linke Seite im Zusammenspiel mit Stindl immer wieder gefährliche Angriffe ein und riss durch kluges Laufverhalten Lücken für seine Mitspieler. Hazard, der Pléa in Hälfte zwei auf dem linken Flügel ersetzte, wählte hingegen zu häufig den egoistischeren Ansatz, schloss mehrfach verfrüht ab oder übersah den besser postierten Mitspieler.

Die Statistik: 1 von 17

Borussia Mönchengladbach hat nur eines seiner letzten 17 Bundesliga-Auswärtsspiele gegen den SC Freiburg gewonnen - letztmals mit 1:0 im März 2002.
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