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Späte Aufholjagd bleibt unbelohnt: VfB verliert gegen den 1. FSV Mainz 05
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Publiziert 19/01/2019 um 17:24 GMT+1 Uhr
Der VfB Stuttgart hat trotz einer furiosen Schlussphase am 18. Bundesliga-Spieltag sein Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 2:3 (0:2) verloren. Mainz bestrafte zunächst jeden Fehler mit Toren von Santiago Ascacibar (22., Eigentor), Juan Mateta (28.) und Alexander Hack (72.). Dann brachen sie ein und der VfB kam durch Tore von Nico González (83.) und Marc-Oliver Kempf (85.) noch mal zurück.
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So lief das Spiel:
Nach einer von Hektik und Ungenauigkeiten geprägten Anfangsphase übernahmen die Mainzer Mitte des ersten Durchgangs die Kontrolle über das Spiel und gingen folgerichtig durch ein Eigentor von Santiago Ascacibar, der einen Schuss von Jean-Paul Boetius abfälschte, in Führung (22.).
Stuttgart verfiel in den folgenden Minuten in eine Schockstarre und musste kurz darauf den nächsten Rückschlag hinnehmen. Auf Zuspiel von Robin Quaison kam Stürmer Jean-Philippe Mateta aus zwölf Metern zum Abschluss und vollendete überlegt zum 2:0 für die Gäste (28.). Bei aus dem Spiel heraus weitgehend ideenlosen Schwaben verzeichneten Ascacibar und Alexander Esswein innerhalb einer Minute für die gefährlichsten Abschlüsse in Hälfte eins (38.).
Wenig überraschend kam der VfB nach dem Seitenwechsel per Standardsituation zur ersten guten Gelegenheit. Den Freistoß von Emiliano Insúa kratzte Torwart Florian Müller mit einer sehenswerten Flugparade aus dem Winkel (60.). Mainz tat unterdessen nur noch das Nötigste und baute die Führung nach 72 Minuten mit dem ersten Torschuss der zweiten Hälfte weiter aus. Nach Ecke von Aarón Martín musste Alexander Hack nur den Fuß hinhalten und traf mühelos zum 3:0.
Als die Partie schon gelaufen schien, wachte der VfB auf und kam in einer turbulenten Schlussphase binnen zwei Minuten noch auf 2:3 heran. Joker Nicolás González verkürzte zunächst per Kopf auf 1:3 (83.), ehe Marc-Oliver Kempf von Müller Torwartfehler profitierte und zum 2:3 einköpfte (85.). Der eingewechselte Donis hatte tatsächlich noch den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte mit einem krachenden Abschluss aber am linken Pfosten (86.).
Die Stimmen:
Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): "Das 0:1 hat uns aus der Spur gebracht, danach haben wir den Faden verloren und schlecht verteidigt. Nach einem 0:3 musst du dich am Ende nicht beschweren, dass es nicht mehr reicht. Aber die Jungs haben Moral bewiesen, ich hätte ihnen das dritte Tor gewünscht. Unser Manko ist, dass wir defensiv zu viel zulassen und vorne nicht effektiv genug sind."
Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Wir hatten in der ersten Halbzeit eine gute Kontrolle und haben für Torgefahr gesorgt. Aber der zehnten Minute haben wir sehr gut und konsequent verteidigt. In der zweiten Halbzeit hatten wir weniger Entlastung und nicht mehr so den Zugriff. Am Ende hatten wir Glück, der Sieg ist aber verdient."
Marc-Oliver Kempf (VfB Stuttgart): "Wir haben nicht unsere Ordnung gefunden und haben den Mainzern zu große Räume gegeben. Alle drei Gegentore waren zu einfach. Es ist natürlich sch...e, wenn man mit einer Niederlage in der Rückrunde anfängt."
Steven Zuber (VfB Stuttgart): "Wir sind heute ein bisschen schwer in die Gänge gekommen. In der zweiten Halbzeit hat sich viel bei uns geändert. Wir waren mit sehr viel Herz dabei - so schaffen wir den Klassenerhalt."
Florian Müller (Mainz 05): "Wir hatten das Spiel eigentlich komplett im Griff. Durch unnötige Fehler ist es am Ende nochmal spannend geworden. Wir haben es aber irgendwie wegverteidigt und die drei Punkte geholt."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Schwäbische Abstimmungsprobleme
Mit den Winterneuzugängen Alexander Esswein und Steven Zuber sollten zwei frische Gesichter für mehr Torgefahr über die Flügel sorgen und Mario Gomez im Sturmzentrum entlasten. Doch die kurze Vorbereitungszeit der Neuzugänge mit der Mannschaft resultierte in deutlich sichtbaren Abstimmungsschwierigkeiten sowie falschen Laufwegen im Angriffsspiel der Schwaben. Auf VfB-Trainer Markus Weinzierl wartet in der Rückrunde eine wahre Mammutaufgabe, die Neuzugänge schnellstmöglich spielerisch zu integrieren und die so stark vermissten Tempoaktionen über die Flügel zu entwickeln.
Die Statistik: 10
Mainz 05 traf in jedem der jüngsten zehn Bundesligaspiele. Eine solche Serie gelang dem FSV zuletzt im Zeitraum von September bis Dezember 2013 unter dem damaligen Trainer Thomas Tuchel.
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