VfB Stuttgart - FC Augsburg: Anastasios Donis führt VfB vom Tabellenende

Der VfB Stuttgart hat den FC Augsburg am 13. Spieltag der Bundesliga mit 1:0 (1:0) geschlagen. Das Tor von Rückkehrer Anastasios Donis (39.) sicherte dem VfB den ersten Heimsieg unter Markus Weinzierl. Durch den dritten Saisonerfolg verließ Stuttgart erstmals seit Anfang Oktober die direkten Abstiegsränge. Der FCA hat derweil nur eins der letzten sechs Spiele gewonnen und ist vier Spiele sieglos.

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So lief das Spiel:

Die erste Halbzeit war von hitzigen Zweikämpfen geprägt. In einer spielerisch eher unterdurchschnittlichen Bundesligapartie waren die Augsburger spielbestimmend und ließen hinten zunächst nichts zu. Sie versprühten mehr Torgefahr als der VfB, doch im Angriffsdrittel waren sie entweder nicht kaltschnäuzig genug oder es mangelte an Präzision.
Ihre beste Chance hatten sie in der 20. Minute: Ja-Cheol Koo bediente Julian Schieber im Strafraumzentrum, der mit dem Rücken zum Tor die Übersicht bewahrte und auf Michael Gregoritsch ablegte. Dieser lupfte sich den Ball auf den rechten Fuß und scheiterte mit seinem aus Abschluss sechs Metern am stark parierenden Ron-Robert Zieler.
Stuttgart trat offensiv kaum nennenswert auf - in der der 39. Minute änderte sich das allerdings: Die Hausherren gingen schmeichelhaft in Führung. Sie setzten nach einem Ballverlust von Koo an Marc-Oliver Kempf zum Gegenzug an.
Andreas Beck wurde am rechten Strafraumeck bedient und passte präzise ins Zentrum, wo Anastasios Donis per Direktabnahme aus knapp 16 Metern links unten zum 1:0 traf. Kempf traf Koo beim Ballgewinn allerdings deutlich am Fuß, Schiedsrichter Harm Osmers ließ aber weiterlaufen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte sich das Geschehen meist zwischen den Sechzehnern ab, da sich beide Mannschaften im Mittelfeld neutralisierten. Nach etwa 50 Minuten erhöhte Augsburg den Druck und ermöglichte sich einige gefährliche Torraumszenen.
Stuttgart hatte - wie bereits vor dem Seitenwechsel - wenige Offensivszenen und fokussierte sich auf die Defensivarbeit inklusive Ergebnisverwaltung. In der Schlussphase kamen die Gäste lediglich aus der zweiten Reihe nennenswert zum Abschluss, konnten Keeper Zieler aber nicht bezwingen - es blieb beim 1:0.
Für den FCA wäre wie schon so oft in dieser Saison deutlich mehr drin gewesen, doch erneut fuhr er aufgrund seiner nicht ausreichenden Chancenverwertung keinen Punkt ein. Der VfB brachte hingegen einen seiner nur drei Schüsse, die aufs Tor gingen, im Kasten unter.

Die Stimmen:

Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind unheimlich glücklich, dieser Sieg war wichtig für alle. Wir haben über 90 Minuten toll gefightet. Das Tor war sehr, sehr viel wert. Danach haben wir die Führung mit viel Leidenschaft verteidigt. Dazu brauchst du natürlich auch Glück und einen guten Torwart."
Marc-Oliver Kempf (VfB Stuttgart): "Man sagt immer so schön, man muss sich da unten rauskämpfen - und das haben wir heute gemacht. Wir haben von der ersten Minute an versucht zu arbeiten, haben uns gewehrt, haben uns in jeden Zweikampf reingeschmissen."
Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart): "Es ist schön, dass wir zu Null gespielt haben, dass wir die drei Punkte hierbehalten haben. Im Endeffekt ist es völlig egal, wer einen guten Tag erwischt hat - in der aktuellen Situation ist es so, dass wir unbedingt Punkte brauchen."
Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Für uns war das eine ganze bittere Niederlage, sie war nicht verdient, das war nicht nötig. Nach zehn Minuten hatten wir Stuttgart sehr gut im Griff. Das 0:1 war eine Verkettung von Fehlern. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwei Riesenchancen, wir haben danach aber auch viele Situationen unklar ausgespielt."
Daniel Baier (FC Augsburg): "Das Problem (viele Chancen, wenig Ertrag, d.Red.) haben wir ja seit einigen Wochen. Ich weiß nicht, wie es von außen ausgehen hat. Ich habe das Gefühl, dass wir mehr vom Spiel hatten - von Anfang an. Waren eigentlich gut im Spiel, und quasi mit einem Torschuss verlieren wir."
Ja-Cheol Koo (FC Augsburg): "Heute war ein wirklich hartes Spiel, weil beide Mannschaften natürlich drei Punkte holen wollten."

Der Tweet zum Spiel:

Der 1. FC Nürnberg würde mit einem Punkt gegen Leverkusen (am Montag um 20:30 Uhr live im Eurosport Player) am VfB vorbeiziehen.

Das fiel auf: Viele Querverbindungen

Dieses Schwaben-Duell war ein besonderes. Fünf ehemalige Augsburger traten gegen ihren alten Arbeitgeber an: VfB-Cheftrainer Markus Weinzierl coachte die Fuggerstädter von 2012 bis 2016 - ebenso wie Co-Trainer Wolfgang Beller und Athletiktrainer Thomas Barth.
Halil Altintop, der seine Fußballschuhe von 2013 bis 2017 für Augsburg schnürte, ist ebenfalls Teil des Stuttgarter Trainerstabs. Erik Thommy spielte von 2014 bis 2017 für den FCA und wechselte anschließend zum VfB. Mit Rani Khedira und Julian Schieber gab es auch zwei Spieler aus dem Augsburger Kader, die aus Stuttgart kamen.

Die Statistik: 150 & 250

Zwei Stuttgarter feierten ein Jubiläum. Dennis Aogo lief zum 250. Mal in der ersten Liga auf, Mario Gomez spielte zum 150. Mal im deutschen Fußball-Oberhaus für den VfB. Zum Vergleich: Der FC Augsburg absolvierte in seiner Bundesliga-Geschichte bisher 251 Partien.
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