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FSV Mainz 05 düpiert 1899 Hoffenheim trotz einer Halbzeit in Unterzahl
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Publiziert 24/11/2019 um 19:57 GMT+1 Uhr
Was für eine Premiere für Trainer Achim Beierlorzer! Sein FSV Mainz hat am 12. Bundesliga-Spieltag mit 5:1 (1:0) in Hoffenheim gewonnen. Dabei waren die Gäste lange zu zehnt, denn Ridle Baku hatte Rot gesehen (45., Foulspiel). Die Mainz-Tore schossen Levin Öztunali (33.), Pavel Kaderábek (52., ET), Pierre Kunde Malong (62., 90.) und Jean-Paul Boëtius (90.). Für die TSG traf Andrej Kramaric (83.).
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So lief das Spiel:
Hoffenheim erwischte den besseren Start in die Partie. Nach 14 Minuten erspielten sich die Gastgeber durch einen Schuss von Sebastian Rudy eine der besten Chance der ersten Halbzeit. In der Folge hatten die Hausherren weiterhin die besseren Gelegenheiten, hauptsächlich wurden sie über Flanken und Standardsituationen gefährlich, aber ohne wirklichen Ertrag. Quasi aus dem Nichts fiel aber die Führung für die Gäste. Robin Quaison schickte mit einem genialen Hackenpass Jean-Paul Boetius auf die Reise, der bediente Levin Öztunali - 1:0. Bitter dagegen für Mainz: Ridle Baku holte sich noch vor der Pause eine unnötige, aber verdiente Rote Karte ab. Mit gestrecktem Bein und von hinten rutschte der junge Mittelfeldakteur in Rudy rein (45.).
Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Hausherren, die die erste Gelegenheit hatten: Doch Jürgen Locadia verfehlte das Tor knapp (49.). Darauf folgte eines der kuriosesten Tore der aktuellen Saison: Jeremiah St. Juste sprintete über die rechte Seite und kam an der Grundlinie zur Flanke. In der Mitte flog Keeper Oliver Baumann am Ball vorbei - am langen Pfosten rutschte der überraschte Pavel Kaderabék in die Hereingabe. Diese wollte er mit dem Fuß klären, doch er erwischte sie so mit dem Kopf, dass sie ins eigene Tor sprang (52.). Die Mainzer waren im Anschluss aufs Kontern bedacht und erzielten - mitten in eine starke Drangphase der TSG hinein - das 3:0 durch Pierre Kunde Malong. Hoffenheim steckte noch nicht auf, kam durch den eingewechselten Andrej Kramaric wieder heran (83.), brach dann aber überraschend komplett ein: Boetius düpierte mit einem Dribbling die komplette TSG-Abwehr (90.), ehe erneut Kunde den fulminanten Schlusspunkt einer kuriosen Partie setzte (90.+3). Das perfekte Debüt für den neuen Mainzer Trainer Achim Beierlorzer war perfekt.
Die Stimmen zum Spiel:
Achim Beierlorzer (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Leidenschaft war auf jeden Fall unheimlich in diesem Spiel, weil wir durch den Videobeweis eine Rote Karte hinnehmen mussten. Zu zehnt ist die Leistung gar nicht hoch genug anzurechnen. Zu zehnt haben sie richtig gut verteidigt, aber auch sehr gut umgeschaltet und nach vorne gespielt."
Pierre Kunde (FSV Mainz 05): "Ich freue mich sehr über meine ersten Bundesliga-Tore, dafür habe ich hart gearbeitet. Aber das Wichtigste war, dass wir gewonnen haben!"
Levin Öztunali (FSV Mainz 05): "Nach der Roten Karte ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft. Jeder hat für jeden gekämpft und das 2:0 ist einfach zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt gefallen."
Robin Zentner (FSV Mainz 05): "Wir haben die ganze Zeit daran geglaubt. Als das vierte Tor gefallen ist, war ich mir dann ziemlich sicher. Es sind auch nur drei Punkte, aber die sind extrem wichtig."
Alfred Schreuder (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): "Glückwunsch an Mainz für den verdienten Sieg. Was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat, war auch die Disziplin in der Defensive. Die haben wir vermissen lassen."
Das fiel auf: Mainz zu zehnt besser als zu elft
Schon oft gesehen, von Mainz erneut bestätigt: Manchmal wächst eine Mannschaft in Unterzahl über sich hinaus. In der ersten Halbzeit wurde die Mannschaft von Achim Beierlorzer über weite Strecken von Hoffenheim kontrolliert und dominiert. Doch in der zweiten Hälfte hielten die Gäste selbstbewusst dagegen und ließen wenig zu. Hinzu kam gnadenlose Effektivität bei vier blitzsauberen Kontern.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 2
Kunde Malong erzielte zwei Treffer. Dies waren gleichzeitig seine ersten beiden Pflichtspieltreffer im Trikot der 05er. Außerdem konnte Beierlorzer, zwei Wochen nach seiner Niederlage mit Köln gegen Hoffenheim, sich revanchieren.
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