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Kein Sieg für Jürgen Klinsmann - Hertha BSC verspielt Führung gegen Eintracht Frankfurt
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Publiziert 06/12/2019 um 22:24 GMT+1 Uhr
Hertha BSC hat auch im zweiten Spiel mit Trainer Jürgen Klinsmann keinen Sieg eingefahren. Bei Eintracht Frankfurt kamen die Berliner am Freitagabend zum Auftakt des 14. Bundesliga-Spieltags nur zu einem 2:2 (1:0). Dodi Lukebakio (30.) und Marko Grujic (63.) trafen für die Gäste, Martin Hinteregger und (65.) und Sebastian Rode sorgten dann für den letztlich verdienten Ausgleich.
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So lief das Spiel:
Mehr Initiative ging in den Anfangsminuten von Eintracht Frankfurt aus, die Hertha begann zurückhaltend, ließ den Gegner kommen. Nennenswerte Torraumszenen gab es in zunächst nicht zu bestaunen – das Spiel fand zumeist zwischen den Sechzehnern ab. Frankfurt hatte aber weiterhin mehr vom Spiel und fand zunehmend mehr offensive Lösungen gegen die Gäste. Die erste Großchance gab es für Almamy Toure, der nach einer Ecke per Kopf Hertha-Schlussmann Thomas Kraft zur ersten Parade zwang (20.).
Berlin agierte offensiv oft fehlerhaft und ließ defensiv zu jener Phase oft die nötige Abstimmung vermissen. Entsprechend häuften sich die Chancen für die Eintracht, André Silva (26.) und Martin Hinteregger (28.) verpassten die Führung. Das Tor fiel allerdings für die Hertha: Nach gutem Spielzug leitete Marko Grujić den Ball im Sechzehner weiter zu Dodi Lukebakio, der alleine vor Frederik Rönnow die Nerven behielt und zum 1:0 einschob (30.).
Die Eintracht bemühte sich um eine schnelle Antwort, Djibril Sow legte aus der zweiten Reihe den Ball nur knapp über die Querlatte (32.). Einen Ausgleichstreffer durch Daichi Kamada nahm Schiedsrichter Christian Dingert nach Überprüfung durch den Videoassistenten zurück – Filip Kostic hatte bei seiner Vorarbeit Niklas Stark regelwidrig zu Boden gerissen (38.).
Im zweiten Durchgang übernahm die Eintracht sofort wieder das Zepter – Hertha ließ sich zunehmend an den eigenen Sechzehner drängen. Trotz der Überlegenheit erspielte sich Frankfurt aber zu selten Torraumszenen, Hertha verstand es nun besser, den Gegner vom eigenen Sechzehner fernzuhalten.
Das Tor fiel jedoch wieder auf der Gegenseite: Nach einem Standard bekam Dedryck Boyata den Ball links im Sechzehner und legte nach innen, Grujic schob mittig ein – 2:0 (63.). Dieses Mal gelang Frankfurt jedoch der schnelle Gegenschlag und Martin Hinteregger verkürzte nach einem Eckball zum 1:2 (65.). Die Partie nahm nun Fahrt auf, Davie Selke verpasste per Direktabnahme nur knapp den nächsten Treffer (68.).
In der 71. Minute lag die Kugel dann im Tor der Hertha, doch zuvor hatte Gonçalo Paciencia sich einen leichten Schubser gegen Kraft erlaubt, der dadurch einen Flankenball von Sebastian Rode ins eigene Netz beförderte – ein Offensivfoul nach Ansicht von Schiedsrichter Dingert, der den Treffer nicht gab. Frankfurt intensivierte noch einmal die Offensivbemühungen, die Partie gewann aber auch an Hektik und Spielunterbrechungen. Frankfurt kam dabei zu selten in gute Abschlusspositionen, einen guten Schuss von Kostic entschärfte Kraft (83.).
Der verdiente Ausgleich fiel dann erneut nach einem Standard, Rode schob nach Verlängerung mittig zum 2:2 ein (86.). Frankfurt wollte daraufhin noch mehr, warf für die Schlussminuten noch einmal alles nach vorne, doch Hertha rettete die Punktgewinn über die Zeit.
Die Stimmen:
Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt): "Wir müssen enttäuscht sein, wir hatten viele Chancen, haben es aber nicht konsequent zu Ende gespielt. Hertha macht hingegen aus wenigen Chancen zwei Tore. Am Ende müssen wir froh sein, aber es war deutlich mehr drin.“
Davie Selke (Hertha BSC): "Sehr starke erste Halbzeit von uns, da haben wir alles reingeworfen. Es ist nicht einfach gegen Frankfurt zu spielen. In der zweiten Halbzeit kam Frankfurt mehr, das wussten wir, wir wollten dagegenhalten, aber da ist auch nicht alles zu verteidigen. Wir nehmen den einen Punkt gerne mit."
Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Trainieren tue ich die Tore nicht, es sind Absprachen. Heute war es etwas glücklich, dass ich genau richtig stand. Das Tor war enorm wichtig in der Phase."
Das fiel auf: Auf Hinteregger ist vorne Verlass
Seit mittlerweile vier Spielen wartet die Eintracht in der Bundesliga auf einen Treffer eines Offensivspielers. Immerhin können die Hessen aber auf den torgefährlichsten Verteidiger der Liga setzen – und der bescherte der Eintracht schließlich auch den Punktgewinn gegen die Hertha. Mit dem 1:2-Anschlusstreffer markierte Martin Hinteregger bereits seinen sechsten Treffer in diesem Kalenderjahr – jedes seiner Tore fiel nach einem Eckball. Und auch beim Ausgleich war der Österreicher direkt beteiligt, verlängerte den Ball für den Torschützen Rode. Mit nun fünf Saisontoren ist Hinteregger hinter Gonçalo Paciencia (6) gar der zweitgefährlichste Torjäger der Hessen.
Der Tweet zum Spiel:
Bei Hertha geht es unter Jürgen Klinsmann mit kleinen Schritten vorwärts. Immerhin endete die Negativserie von fünf Niederlagen in Serie.
Die Statistik: 6
Die Hertha ist für Frankfurt ein ungern gesehener Gast: Keines der vergangenen sechs Heimspiele gegen den Hauptstadtklub gewannen die Hessen – gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten wartet die Eintracht länger auf einen Heimerfolg.
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