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"Das ist kein K.o.-Schlag": Doppelter Havertz schießt Bremen tiefer in die Krise

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Kai Havertz trifft doppelt gegen Werder Bremen

Fotocredit: Imago

VonEurosport
18/05/2020 Am 21:02 | Update 18/05/2020 Am 21:31

Leverkusen hat das Auswärtsspiel bei Werder Bremen gewonnen. Gegen den abstiegsbedrohten Gegner gewann die Werkself mit 4:1 (2:1). Kai Havertz (28.) eröffnete den Torreigen, auf den Theodor Gebre Selassi nur kurz später antwortete (30.). Doch Havertz (33.) brachte die Leverkusener erneut in Front. Im zweiten Durchgang machten Mitchell Weiser (61.) und Kerem Demirbay (78.) den Sieg perfekt.

So lief das Spiel:

Bayer Leverkusen hatte die Partie von Beginn an im Griff und ließ den Ball über weite Teile der ersten Halbzeit gekonnt in den eigenen Reihen laufen. Werder Bremen stand dabei extrem tief und überließ Leverkusen das Spielgeschehen.

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Die erste richtige Torchance konnte sich Leverkusen jedoch erst in der 27. Minute erspielen. Ein Schuss von Nadiem Amiri lenkte Jiri Pavlenka zur Ecke. In der Folge klingelte es dann aber schnell für Bayer: Eine Hereingabe von Moussa Diaby konnte Kai Havertz ungestört zum 1:0 (28.) verwerten.

Bremen schockte der Rückstand nicht, nach einem Eckball von Leonardo Bittencourt traf Werder postwendend durch Theodor Gebre Selassi zum Ausgleich (30.). Die Freude hielt aber nicht lange, denn Havertz schnürte nach einem Freistoß von Demirbay mit seinem zweiten Kopfballtor einen Doppelpack (33.)

Kurz vor der Pause hatte Bittencourt nach einem fabelhaften Zuspiel von Milos Velkjovic aus dem Mittelfeld heraus die Großchance zum Ausgleich, der Mittelfeldspieler vergab jedoch freistehend vor Lukas Hradecky.

In der zweiten Halbzeit dominierten die Leverkusener dann komplett. Bremen kam nicht in die Zweikämpfe und lief fast durchgehend hinterher. So kam das Team von Peter Bosz in der 61. Minute nach einem Konter durch Mitchell Weiser zum 3:1.

In der Folge änderte sich nichts am Spielverlauf, Leverkusen ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen und Bremen ergab sich seinem Schicksal. Der eingewechselte Karim Bellarabi brachte zusätzlichen Schwung für Leverkusen und bediente in der Schlussphase noch Kerem Demirbay, der per Lupfer zum 4:1-Endstand traf.

Leverkusen hatte nach einer abgepfälschten Flanke in der 89. Minute noch die Chance zu einem weiteren Treffer, doch Pavlenka kratzte den Ball mit einem starken Reflex über die Latte.

Mit dem Sieg rückt Bayer wieder auf einen Punkt an einen Champions-League-Platz ran, Bremen hingegen hat weiterhin fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Stimmen

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Wir haben nach dem Ausgleich direkt wieder einen Rückschlag bekommen, aber hatten nach dem 1:2 unsere beste Phase im Spiel. Wir müssen auf unser Offensivspiel vertrauen, das wird der Schlüssel sein. Man hat schon gesehen, dass wir nicht im Rhythmus sind. Positiv ist, dass wir uns deutlich mehr Torchancen herausgespielt haben. Die Hoffnung ist groß. Es ist jetzt nicht so, dass ich jetzt sage: Das war's jetzt. Das ist kein K.o.-Schlag."

Niklas Moisander (Werder Bremen): "Wir haben okay begonnen, aber die Tore entstehen viel zu einfach und dann ist es einfach schwierig. Wir haben alles gegeben, aber es war nicht gut genug. Nach so einer langen Pause ist es schwierig. Unser Angriffsspiel war insgesamt gefährlicher als vor der Pause, aber insgesamt war Leverkusen in allen Belangen besser."

Theodor Gebre Selassi (Werder Bremen): "Der Knackpunkt war, dass wir nicht das 2:2 gemacht haben und im Gegenzug das 1:3 gefangen haben. Es war definitiv mehr möglich, wir hatten gute Möglichkeiten, aber Leverkusen war eiskalt. Über mein Tor kann ich mich wirklich nicht freuen, wir haben im Endeffekt verloren."

Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen): "Es war ein super Spiel von uns. Wir haben einen sehr guten Fußball gespielt, der Gegner hatte ehrlich gesagt keine Chance. So haben wir verdient gewonnen. Bellarabi hat mich bei meinem Tor gut bedient und es war ein schönes Tor. Dennoch ist die gesamte Situation mit den ganzen Regeln etwas komisch, für mich zählt nur, dass wir weiterspielen dürfen und das haben wir heute gut gemacht. Trotz des hohen Siegs muss man den Bremern dennoch den nötigen Respekt zollen, das sind alles gute Jungs und die finden schon aus ihrer schwierigen Situation heraus."

Kai Havertz (Bayer Leverkusen): "Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber ich bin sehr sehr glücklich. Beim ersten Tor muss man Diaby loben, ich musste da nicht mehr viel machen. Wir wussten, dass wir uns auf ein aggressives Spiel einlassen müssen. Wir haben uns kaum Fehler geleistet und haben es insgesamt sehr gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Natürlich bin ich zufrieden heute. Wir waren nicht fehlerfrei, aber hatten nach zwei Monaten unser erstes Spiel und haben gegen eine gute Bundesliga-Mannschaft, die viel zu tief in der Tabelle steht, verdient gewonnen."

Das fiel auf:

Bremen wirkte über viele Strecken der Partie ängstlich und kam kaum in die Zweikämpfe. Bei gegnerischem Ballbesitz zog sich das Team von Florian Kohfeldt komplett zurück und stand extrem tief. Bayer hingegen agierte genau umgekehrt: Hatte Werder mal den Ball in den eigenen Reihen, störten die Leverkusener Bremen schon im Aufbauspiel und zwang Werder so zu langen Bällen.

Tweet des Spiels:

Die Statistik: 39

Das wirkte sich auch auf die Laufstatistik aus. Leverkusen hatte am Ende des Spiels 39 mal öfter einen Sprint gewagt. Ein erschreckender Wert für Werder.

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