Schalke 04 verliert auch gegen Freiburg: 28 Spiele ohne Sieg

Der FC Schalke 04 hat am 12. Spieltag 0:2 (0:0) gegen den SC Freiburg verloren und damit seine Sieglos-Serie in der Bundesliga auf 28 Partien ausgebaut. Roland Sallai (50./68.) traf im Doppelpack für die Breisgauer. Schalke ist seit dem 25. Januar 2020 ohne Bundesliga-Erfolg und steht mit nur vier Punkten am Tabellenende. Der Negativ-Rekord von Tasmania Berlin (31 Spiele) rückt damit immer näher.

Ralf Fährmann (2.v.r.) fassungslos - der FC Schalke 04 verliert auch gegen den SC Freiburg

Fotocredit: Getty Images

Beide Mannschaften riskierten in der ersten Halbzeit kaum etwas, weswegen sich der Großteil des Geschehens zwischen den Strafräumen abspielte. In den Anfangsminuten waren die Freiburger etwas aktiver. In 8. Minute scheiterte Roland Sallai aus halbrechter Position am per Grätsche entschärfenden Salif Sané. Gefährlicher wurde es in Halbzeit eins nicht mehr.
Das Tempo war nicht gerade hoch, Torchancen waren Mangelware. Es war ein 0:0 der schlechteren Sorte.
Freiburg bot im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel schoss Sallai sein Team in Führung. Jonathan Schmid flankte von rechts hoch in die rechte Strafraumhälfte. Dort kam Sané gegen den Ungarn zu spät, sodass dieser zum 1:0 ins lange Eck köpfte (50.).
Im Anschluss zogen sich die Gäste zurück und fokussierten sich auf die Defensivarbeit. Damit einhergehend kippten die Ballbesitzanteile zugunsten der Schalker, die mit dem Spielgerät am Fuß meist zu unkreativ agierten, um die Freiburger Hintermannschaft zu überspielen.
Nach etwas mehr als einer Stunde folgte eine Phase, in welcher der Sport-Club am Drücker war und auf 2:0 erhöhte. Er konterte nach einem Ballverlust von Benito Raman. Vincenzo Grifo steckte zu Sallai durch, der rechts in der Box über Fährmann zum 2:0 in den Kasten lupfte (68.).
In der Schlussphase ließen die Breisgauer hinten nichts anbrennen. S04 war in Ballbesitz meist relativ weit vom gegnerischen Tor entfernt.
Es blieb beim leistungsgerechten 0:2, das für den FC Schalke das saisonübergreifend 28. sieglose Bundesligaspiel in Serie bedeutet.

Die Stimmen zum Spiel:

Benjamin Stambouli (FC Schalke 04): "Das war ein schweres Spiel. Ich glaube, dass wir unsere Qualität nicht auf den Platz bringen konnten. Sie (die Freiburger, Anm. d. Red.) waren konsequent."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Am Ende ist es ein verdienter Sieg. Auch wenn es jetzt klar aussieht - das war es nicht. Aber es war eine reife Leistung von uns."
Jonathan Schmid (SC Freiburg): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht - finde ich - als Mannschaft. Wir sind gut aufgetreten."
Lucas Höler (SC Freiburg): "Gegen einen direkten Konkurrenten ist es natürlich ein Big Point. Jetzt sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen, das ist überragend. Jetzt haben wir wieder ein bisschen aufgeschlossen ins Mittelfeld - und das tut extrem gut nach der Durststrecke."

Der Tweet zum Spiel:

Bezogen auf die Szene in der 26. Minute, als der Ball im Schalker Strafraum von Nils Petersens Fuß an Sanés ausgestreckten Arm prallte. Schiedsrichter Sven Jablonski hatte deswegen Kontakt mit dem Video-Assistenten. Nach kurzer Zeit stand fest, dass es ohne Handelfmeter weitergeht (27.).

Das fiel auf: Streichs goldenes Händchen

Der SC aus Freiburg befindet sich im Aufschwung. Er blieb erstmals in dieser Spielzeit drei Partien hintereinander ungeschlagen - und baute diese Serie durch den Dreier gegen Schalke gar aus. Nach den Punkteteilungen gegen Augsburg (1:1) und Gladbach (2:2) gewann die Mannschaft von Trainer Christian Streich mit 2:0 gegen Arminia Bielefeld. Streich wechselte im Hinblick auf den jüngsten Erfolg über den Aufsteiger lediglich einmal personell, indem er Sallai für Lucas Höler brachte. Das zahlte sich aus, da der langjährige Freiburger Coach somit durch seinen einzigen personellen Kniff den späteren Doppelpacker und Matchwinner brachte. Alles richtig gemacht.

Die Statistik: 10

Länger als Manuel Baum musste noch kein S04-Trainer auf einen Bundesliga-Sieg warten. Auch im zehnten Anlauf blieb dem gebürtigen Bayer ein Dreier verwehrt, womit er einen vereinsinternen Negativ-Rekord aufstellte.
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Quelle: Perform

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