Borussia Mönchengladbach bejubelt spätes Remis gegen Freiburg: SC mit Rückschlag im Kampf um Europa

Der SC Freiburg musste am 31. Spieltag einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Ränge hinnehmen. Zwar kämpften sich die Breisgauer nach dem Blitzschlag von Ramy Bensebaini (3.) und Breel Embolo (13.) zurück und drehten die Partie durch Vincenzo Grifo (49.), Christian Günter (61.) und Philip Lienhart (80.), Lars Stindl hatte aber das letzte Wort und sicherte seiner Borussia den Punkt.

Borussia Mönchengladbach

Fotocredit: Getty Images

Den Gladbachern gelang der Blitzstart. In der ersten Minute drang Jonas Hofmann in die rechte Strafraumhälfte ein, wo er am Fünferrand flach nach innen gab. Nicolas Höfler rutschte an und berührt den Ball dabei mit dem auf dem Boden abgestützten Arm. Die Gäste protestierten und bekamen nach Videobeweis einen Strafstoß zugesprochen, den Ramy Bensebaini souverän zum 1:0 verwandelte (3.).
Anschließend fokussierten sich die Borussen auf die Arbeit gegen den Ball und erhöhten durch einen erfolgreichen Konter noch in der Anfangsviertelstunde durch Breel Embolo (13.) auf 2:0. Freiburg spielte zwar forsch nach vorne und hatte ein dickes Plus an Ballbesitz, schaffte es aber nur selten, die vielen Aktionen mit dem Spielgerät am Fuß in zwingende Torchancen umzumünzen.
Die Breisgauer knüpften nach dem Seitenwechsel an die ordentliche erste Halbzeit an. Sie investierten weiterhin mehr ins Offensivspiel als abwartend agierende Borussen. In der 49. Minute verkürzte Vincenzo Grifo per Elfmeter zum 1:2. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Stefan Lainer an Höfler.
Danach lag der Ausgleich in der Luft, der nach etwas mehr als einer absolvierten Stunde auch fiel. Maximilian Eggestein bediente Christian Günter, der in halblinker Position aus der Distanz flach zum 2:2 ins lange Eck traf (61.).
Gladbach tauchte bis in die Schlussphase nicht erwähnenswert vor dem gegnerischen Tor auf und fing sich leistungsgerecht das 2:3, indem Philipp Lienhart zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit nach einer Günter-Flanke einköpfte.
In der Nachspielzeit stach allerdings Joker Lars Stindl (90.+3). Dieser stieg bei einer hohen Hereingabe von Lainer zwischen den Schlotterbeck-Brüdern empor und köpfte per Aufsetzer zum 3:3-Endstand ins linke Eck, wodurch der Kapitän seiner Mannschaft ein schmeichelhaftes Unentschieden und den Fohlen-Anhängern eine zumindest ergebnistechnisch versöhnliche Reaktion auf die 1:3-Derbypleite gegen Köln besorgte. Freiburg verpasste es durch den Last-Minute-Ausgleich hingegen, bis auf einen Punkt an die drittplatzierten Leverkusener heranzurücken.

Die Stimmen:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Die Jungs sind extrem enttäuscht. Aber wir waren in der Saison auch schon effizient. Heute war die Effizienz von Gladbach deutlich besser."
Christian Günter (Kapitän SC Freiburg): "Wie eine Niederlage eigentlich, extrem bitter. Insgesamt war es ein sehr, sehr gutes Spiel von uns - schon in der ersten Halbzeit. Gladbach macht mit den ersten zwei Chancen die Tore. Und dann ist es natürlich extrem bitter, dass wir in der letzten Minute das Spiel herschenken."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Parallelen mit dem Hinrunden-Duell

Nach der Gladbacher 0:6-Heimklatsche gegen Freiburg in der Hinrunde sah es in diesem Spiel über weite Strecken nach der Möglichkeit einer geglückten Revanche aus. Die Borussen schafften es allerdings, wie bereits im Hinspiel, zu selten, sich bei gegnerischen Standardsituationen durchzusetzen. In der Hinrunde traf der Sport-Club gegen die Hütter-Elf viermal nach einem ruhenden Ball, diesmal fielen zwei der drei Freiburger Tore per oder nach einem Standard. Allerdings: Mit dem SCF ging es für die Borussia gegen die Standard-Könige der Bundesliga. Neunmal knipsten die Breisgauer in dieser Saison bereits auf diese Weise.

Die Statistik: 14

Freiburg baute seinen vereinsinternen Heimrekord gegen einen einzelnen Bundesliga-Verein aus. Der SCF blieb im deutschen Fußball-Oberhaus zum 14. Mal in Serie gegen Borussia Mönchengladbach ungeschlagen (zehn Siege, vier Unentschieden).
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Quelle: Perform

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