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Hertha BSC geht im Derby gegen Union Berlin baden: Magath-Team bleibt Bundesliga-Vorletzter
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Publiziert 09/04/2022 um 20:19 GMT+2 Uhr
Hertha BSC muss im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga einen herben Dämpfer hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath unterlag Stadtrivale Union Berlin im vollbesetzten Olympiastadion 1:4 (0:1). Haraguchi, Prömel, Becker und Michel trafen für die Eisernen, zwischenzeitlich hatte die Alte Dame von einem Baumgartl-Eigentor profitiert. Hertha rangiert weiterhin auf dem vorletzten Platz.
Hertha BSC ging gegen Union 1:4 unter
Fotocredit: Imago
Vor fast 75.000 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion bestimmten die Gäste aus Köpenick von Beginn an die Partie gegen defensiv anfällige Herthaner. Dass die Magath-Elf nicht schon in der Anfangsphase einem Rückstand nachrennen musste, hatte sie einzig und allein Torwart Marcel Lotka zu verdanken, der seine Hertha mit drei Glanzparaden gegen Timo Baumgartl (4.), Niko Gießelmann (13.) und Taiwo Awoniyi (17.) vor einem frühen Rückstand bewahrte.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde machte dann auch Lotka mit zögerlichem Verhalten auf der Linie bei einer Becker-Flanke erstmals nicht die beste Figur. Genki Haraguchi nutzte den kurzen Moment der Unsicherheit eiskalt aus und besorgte am langen Pfosten per Flugkopfball die überfällige Union-Führung (31.).
Die Hertha erwischte nach Wiederbeginn einen Start nach Maß in den zweiten Durchgang. Lucas Tousart bediente Ishak Belfodil mit einem starken Steilpass in die Tiefe, die scharfe Hereingabe des Hertha-Stürmers lenkte Baumgartl anschließend unglücklich zum Ausgleich ins eigene Tor (49.).
Die Antwort von Union ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nach Flanke von Gießelmann schaltete Grischa Prömel im Zentrum schneller als Gegenspieler Marc-Oliver Kempf und köpfte platziert zur erneuten Gästeführung ein (53.).
Die Hertha zeigte sich in der Folge offensiv zwar bemüht, kam aber nicht entscheidend vors Tor. Im Gegensatz dazu machte Sheraldo Becker in der Schlussphase alles klar für Union. Nach einem Traumpass von Andras Schäfer enteilte der schnelle Niederländer Gegenspieler Dedryck Boyata und vollendete aus zehn Metern konzentriert zum 3:1 in die lange Ecke (74.).
Für den Schlusspunkt hinter ein einseitiges Berliner Derby sorgte Sven Michel keine drei Minuten nach seiner Einwechslung. Einen langen Baumgartl-Pass nahm der Angreifer am Strafraum stark mit und setzte die Kugel aus 15 Metern platziert zum 4:1-Endstand in die rechte Ecke (85.).
Die Stimmen zum Spiel:
Felix Magath (Trainer Hertha BSC): "Wir haben gegen eine bessere Mannschaft gespielt. Union hat das von Beginn an gezeigt und war viel robuster als wir. Das zweite Tor von Union hat die Moral meiner Mannschaft genommen."
Marcel Lotka (Hertha BSC): "Es war heute einfach zu wenig. Wir haben uns viel vorgenommen. Jetzt müssen wir die Punkte in den letzten Spielen holen, aber Hertha wird nicht absteigen.“
Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC): "Dass wir das Spiel so aus der Hand geben, ist nicht zu erklären. Es tut mir einfach leid für die Fans, so etwas darf nicht passieren."
Christopher Trimmel (Union Berlin): "Wir haben alle drei Derbys in dieser Saison gewonnen und freuen uns über die Stadtmeisterschaft. Wir bleiben trotzdem am Boden. Wir wussten, dass Hertha viele Probleme hat."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Große Union-Vorteile auf den Flügeln
Union Berlin nutzte gegen die Hertha vor allem seine Vorteile auf den Flügelpositionen aus, um das Derby früh zu seinen Gunsten zu entscheiden. Über rechts bereitete Union-Kapitän Christopher Trimmel dem Herthaner Bundesligadebütanten Julian Eitschberger große Probleme, auf der linken Seite nutzten Becker und Gießelmann immer wieder ihre Tempovorteile – die beiden ersten Union-Treffer fielen jeweils über links.
Die Statistik: 3
Nach dem 2:0-Sieg in der Hinrunde, dem 3:2-Erfolg im DFB-Pokal hat Union Berlin auch das dritte Hauptstadt-Derby in dieser Saison für sich entschieden.
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