Joker Nils Petersen sichert dem SC Freiburg einen Punkt gegen Mainz 05 - Alexander Hack trifft für die Gäste

Nils Petersen macht am 22. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05 seinem Namen als bester Joker der Bundesliga-Geschichte mal wieder alle Ehre. Kurz nach seiner Einwechslung erzielt der Stürmer das 1:1 (0:0) für den SC Freiburg und sichert den Breisgauern so einen Punkt. Für die Gäste ist Alexander Hack (31.) erfolgreich. Freiburg bleibt mit 34 Punkten Sechster, Mainz hat 31 Zähler.

Alexander Hack bringt Mainz in Freiburg in Führung

Fotocredit: Getty Images

Die Gäste erwischten den besseren Start und erspielten sich früh gefährliche Chancen. Nach einer Flanke von Lee Jae-Sung nahm Jonathan Burkardt die Kugel im Sechzehner stark mit der Brust mit, doch sein Abschluss danach ging klar vorbei (12.).
Nur zwei Minuten später tauchte der Stürmer erneut frei vor Mark Flekken auf, doch der Schlussmann parierte den Lupfer-Versuch des Mainzers. Flekken war in der Anfangsphase der beste Freiburger und verhinderte einen frühen Rückstand. Der Schlussmann fischte auch einen Freistoß von Anton Stach aus dem linken Eck (16.).
In dieser Phase war Mainz klar die bessere Mannschaft, Freiburg fand quasi gar nicht statt. Nach einer Flanke von Aaron Martin aus dem Halbfeld scheiterte Dominik Kohr mit seinem Kopfball an Flekken, der die Kugel jedoch nur klatschen ließ, Alexander Hack reagierte am schnellsten und stocherte die Kugel über die Linie. Die Freiburger beschwerten sich wegen eines vermeintlichen Handspiels, doch der VAR konnte bei der Kontrolle keines feststellen (31.).
Kurz darauf meldete sich auch Freiburg mit einer guten Chance. Roland Sallai chippte die Kugel in den Lauf von Maximilian Eggestein, der für Lucas Höler ablegte. Dessen Schuss wurde allerdings von Stefan Bell in letzter Sekunde geblockt (36.).
Kurz vor der Pause hatte Burkardt erneut eine Großchance, als er Nico Schlotterbeck davon lief und Flekken umkurvte, doch aus spitzem Winkel brachte er den Ball nicht im Tor unter (41.).
Die Hausherren kamen deutlich stärker aus der Kabine und erspielte sich früh Chancen. Nach einem Fehler von Moussa Niakhaté kam Sallai vor Robin Zentner zum Abschluss, doch der Schlussmann blieb Sieger (51.). Auf der Gegenseite spielte Karim Onisiwo Burkardt rechts im Sechzehner frei, der die Kugel allerdings nur ans Außennetz beförderte (53.).
In dieser Phase ging es Schlag auf Schlag und es gab direkt die nächste Großchance. Jeong Woo-Yeong spielte Sallai rechts am Sechzehner frei, doch der Ungar wurde von Martin geblockt (54.).
Nur eine Minute nach seiner Einwechslung stach der Edeljoker der Bundesliga wieder zu. Eine Vincenzo Grifo-Ecke wurde von Nicolas Höfler zu Nils Petersen verlängert, der aus kürzester Distanz zum Ausgleich traf (69.).
In der Schlussphase war Freiburg dann die bessere Mannschaft, wirklich nennenswerte Chancen gab es aber auf beiden Seiten nicht mehr.

Die Stimmen zum Spiel:

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Mainz war gut in der ersten Halbzeit, wir waren nicht gut. Ich bin froh, dass es dann anders wurde. Mit dem Anstoß der 2. Halbzeit war es gut. [...] Natürlich war das Tor irregulär, aber Fehler passieren. Herr Aytekin kann da gar nichts dafür, er kann es nicht sehen. Ich finde es gut, dass er sich danach hingestellt hat und sich für die Kollegen geäußert hat.”
Christian Günter (SC Freiburg): "Es war ein umkämpftes Spiel. Mainz hat viel mit langen Bällen agiert, haben wenig hinten raus gespielt, was sie die Spiele davor eigentlich immer gemacht haben. In der ersten Halbzeit hatten wir dann aber schon das eine oder andere Problem, wo Mainz dann auch zu einer Chance kommt. Schlussendlich haben wir uns in der zweiten Hälfte sehr gesteigert und haben uns den Punkt auf jeden Fall verdient."
Martin Schmidt (Sportdirektor Mainz 05): "Ich glaube, es war ein bisschen zweigeteilt. Die erste Halbzeit war unser bestes Auswärtsspiel in diesem Jahr und da wäre sogar mehr drin gewesen, als nur mit 1:0 zu führen und ich glaube, das war auch am Ende der Grund, wieso wir nicht mit 3 Punkten heimfahren sondern nur mit einem. Die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit."
Alexander Hack (Mainz 05): "Einfach auch mal abgeklärter spielen. In der ein oder anderen Situation einfach mal souveräner sein, die Konter besser ausspielen, die Bälle müssen besser ankommen und dann gibst du Freiburg auch ein schlechteres Gefühl, dass sie auch einfach nicht mehr rankommen.”

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Fehler des VAR

Der Videoassistent Sascha Stegemann hatte in der 31.Minute viel zu tun, als der unübersichtliche Führungstreffer der Mainzer fiel. Die Freiburger reklamierten direkt Handspiel, diesen Vorwurf konnte der Unparteiische allerdings verneinen und der Treffer wurde in der Folge gegeben. Im Verlaufe des Spiels wurde dann aber eine klare Abseitsposition des Torschützen Alexander Hack aufgedeckt, der beim Kopfball von Dominik Kohr klar im verbotenen Bereich stand. Keeper Mark Flekken wehrte den Ball zwar zwischenzeitlich noch ab, doch dadurch entstand keine neue Spielsituation und die Abseitsposition des späteren Torschützen hätte eigentlich weiterhin Bestand haben müssen. Das ist den Unparteiischen allerdings durchgerutscht und der eigentlich irreguläre Treffer der Mainzer hat somit gezählt.

Die Statistik: 31

Nils Petersen ist bereits der beste Joker der Bundesliga-Geschichte und baut seinen Rekord immer weiter aus. In der laufenden Saison kommt der Stürmer zwar erst auf zwei Tore, insgesamt hat er aber schon 31 Mal nach Einwechslungen getroffen in der Bundesliga.
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Quelle: Perform

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