Eurosport
Bundesliga: Mainz 05 dreht furioses Spiel gegen Bayer Leverkusen - herber Dämpfer für Werkself
Von
Publiziert 18/02/2022 um 20:11 GMT+1 Uhr
Ernüchterung statt Euphorie: Die furiose Offensive von Bayer Leverkusen ist beim heimstarken FSV Mainz 05 aus dem Tritt geraten. Nach einem völlig uninspirierten Auftritt musste sich die Werkself mit 2:3 (1:0) geschlagen geben und verpasste es, den Druck auf den schwächelnden BVB in der Fußball-Bundesliga zu erhöhen. Der Rückstand auf Platz zwei beträgt fünf Punkte.
Der FSV Mainz 05 dreht die Partie gegen Bayer Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
Das Duell zwischen der mit vor Anpfiff 24 Gegentoren besten Abwehr der Liga aus Mainz und dem Team der Stunde aus Leverkusen begann ohne große Zurückhaltung der Teams mit Chancen auf beiden Seiten. Jae-Sung Lee (4.) und Dominik Kohr (12.) probierten es für die Mainzer mit Fernschüssen, ehe Bayer-Keeper Lukas Hradecky gegen Karim Onisiwos Knaller von der Strafraumgrenze zum ersten Mal ernsthaft eingreifen musste (14.).
Nach etwas mehr als einer halben Stunde schlug der bis dahin kaum ins Spiel eingebundene Toptorjäger der Gäste - wenn auch etwas glücklich – eiskalt zu. Patrik Schick nahm einen langen Flachpass von Kerem Demirbay 25 Meter vor dem Tor an und schlenzte Richtung Mainzer Kasten. 05er-Kapitän Moussa Niakhaté fälschte den Ball mit dem Oberschenkel unhaltbar in die linke Ecke zur Leverkusener Führung und Schicks 20. Saisontor ab (35.).
Nach der Pause hatte Leverkusen binnen weniger Minuten gleich zwei Rückschlage zu verdauen. Erst verletzte sich Toptorjäger Schick ohne Fremdeinwirkung an der Wade und musste ausgewechselt werden (48.). Wenig später spielte Demirbay bei einer Grätsche gegen Kohr kurz vor dem Leverkusener Strafraum nur den Ball, bekam aber dennoch den Freistoß gegen sich gepfiffen. Aaron Martín übernahm den folgenden Freistoß und setzt die Kugel aus 20 Metern unhaltbar über die Mauer ins linke Eck (57.).
Beinahe hätten die Mainzer nur wenige Minuten später das Spiel nach einem Kopfballtreffer von Onisiwo gedreht, aufgrund einer Abseitsposition von Niakhaté und dessen anschließend aktive Eingreifen wurde die Mainzer Führung aber zurückgenommen (60.). Stattdessen schlugen die Gäste durch den für Schick eingewechselten Lucas Alario nach 74 Minuten zu: Einen Steckpass von Moussa Diaby versenkte der Argentinier mit einem wuchtigen Abschluss aus zehn Metern unter die Latte (74.).
Doch dies sollte nur der Auftakt zu einer furiosen Schlussphase gewesen sein: Zunächst sorgte der kurz zuvor eingewechselte Jean-Paul Boetius mit einem Volleykracher aus 16 Metern für den sehenswerten Ausgleich, ehe der ebenfalls eingewechselte Marcus Ingvartsen das Mainzer Stadion kurz vor Schluss in ein Tollhaus verwandelte. Im Leverkusener Strafraum behielt der Angreifer im vielbeinigen Gewühl die Übersicht und spitzelte den Ball aus neun Metern flach zum 3:2-Endstand für die Mainzer über die Linie (88.).
Die Stimmen:
Marcus Ingvartsen (Mainz 05): "Ich war lange verletzt und bin sehr glücklich, dass ich dem Team helfen konnte. Es war ein intensives Spiel, in dem wir mit Ball die besseren Lösungen hatten."
Martin Schmidt (Sportdirektor Mainz 05): "Es war ein verrücktes Spiel mit dem glücklichen Sieger Mainz 05. Die Zuschauer waren heute unglaublich wichtig für uns."
Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen): "Es ist sehr ärgerlich. Wir waren zwei Mal nach langen Bällen nicht da, das ist sehr bitter."
Robert Andrich (Bayer Leverkusen): "Wir haben nicht unverdient verloren, die Mainzer haben es heute sehr gut gemacht. Sie haben uns immer wieder unter Druck gesetzt. Die Führung hat uns leider keine Sicherheit gebracht."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Mainz hat den längeren Atem
Als die Leverkusener nach dem 2:1 bereits wie der sichere Sieger aussahen und den Ball gegen scheinbar immer müder werdende Mainzer gut laufen ließ, kämpften sich die Hausherren mit einer Energieleistung zurück ins Spiel. Ein Sonntagsschuss am Freitag von Boetius weckte die bereits etwas eingeschlafenen Fans auf den Rängen aus ihrer Lethargie. Mit den Zuschauern im Rücken spielten die Mainzer voll auf Sieg und wurden kurz vor Schluss gegen taumelnde Gäste für ihren Mut belohnt. 18 zu sieben Torschüsse zugunsten der Svensson-Elf verdeutlichen die Überlegenheit der Hausherren.
Die Statistik: 8
Bayer Leverkusen hat nach zuvor acht ungeschlagenen Bundesligaspielen in Serie gegen Mainz wieder eine Niederlage gegen die 05er kassiert.
Das könnte Dich auch interessieren: Krisensitzung nach BVB-Debakel gegen Glasgow? "Totaler Bullshit"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/02/18/3321321-67906688-2560-1440.jpg)
Rose nach Blamage: Abschaffung der Auswärtstorregel "hilft uns vielleicht"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung